So lange her…

„…hiermit erteilen wir Ihnen ein Arbeitsverbot…“ lautete der Satz der Amtsärztin in ihrem offiziellen Schrieb. Somit war ich im April 2009 das letzte Mal arbeiten, bevor ich den kleinen Prinzen bekam und mich dem Kind zu liebe für 24 Monate Elternzeit entscheiden. Im August 2010 stellte sich dann die Prinzessin beim Gynäkologen vor und ich entschied mich, der Fairness halber, nochmals für 24 Monate Elternzeit.

Die Prinzessin kam also genau 6 Monate vor Ende der Prinzenelternzeit und verlängerte mein HausfrauenMutterDasein um weitere anderthalb Jahre. Ich würde nicht direkt sagen, dass ich es bereue mich noch einmal für 24 Monate entschieden zu haben, viel mehr würde ich sagen, dass ich fertig und geschafft bin. Einer Seits genieße ich die Zeit mit der Kleinen und gehe gerne mit ihr zu ihren Gruppen oder unternehme etwas mit ihr. Auf der anderen Seite will ich endlich wieder arbeiten gehen.

Der Schatz kann nicht verstehen, wo mein Problem liegt, immerhin geht er ja auch 8 Stunden, manchmal sogar 12 Stunden, arbeiten und kommt dann auch ins Familienleben. Dass das aber eine völlig andere Situation ist, als 12 Stunden (und das fast täglich) die Kinder zu behuddeln und betuddeln, immer das gequacke im die Ohren zu haben und zu zusehen, wie man die kleinen Monster immer wieder aufs neue beschäftigt, leuchtet ihm zwar irgendwie ein,  scheint aber nicht nach nachvollziehbar zu sein. Ja, er versucht mir freie Zeiten einzuräumen, wo es nur geht, unterstützt mich wie manch einer es sich noch nicht einmal zu träumen wagt und trotzdem bin ich manchmal echt Kindersatt…

Das darf man ruhig mal sagen, finde ich, denn das heißt ja nicht, dass ich meine Kinder nicht liebe. Das soll lediglich heißen, dass ich nicht 365 Tage im Jahr den gleichen Job in 12 Stunden Schichten machen kann und mich über Abwechslung freue und meine täglichen 30Minuten Krafttanken eben brauche…

Ich will mich ja gar nicht beschweren, auch wenn es jetzt so rüber kommt, aber ich will, ich will, ich will endlich wieder arbeiten. Raus kommen für 5- 8 Stunden, mich über etwas anderes als Haushalt und Kinder „ärgern“ und nicht zu Letzt natürlich auch wieder ein bisschen Geld verdienen.

Seit heute habe ich den ersten Fuß wieder in die Arbeitswelt gestellt. Naja, eher einen halben Fuß. 😀 Seit heute arbeite ich nämlich jeden Freitag ehrenamtlich im Elterncafè der Einrichtung, wo ich mit den Kiddies die Gruppen besuche. Noch ist nicht viel los, weil das Cafè noch in der Neueröffnungsphase ist und nur wenige davon wissen, aber immerhin hatte ich heute schon einen Gast. Das war zwar „nur“ mein Schatz mit der Kleinen, aber er hatte einen Kaffee, was in zu einem Gast macht 😀

Inzwischen sind es ja auch nur noch 6 Monate bis die Kleine in die Kita kommt und ich mir anfange bezahlte Arbeite zu suchen. 6 Monate… Oh man, wie die Zeit schleicht und gleichzeitig rennt…

 

 

 

Advertisements

5 Gedanken zu “So lange her…

  1. Komisch, mir gruselt es schon total davor wieder arbeiten gehen zu müssen. Allerdings muss ich auch nicht zwei von der Sorte bespaßen ^-^ Mein kleines Sensibelchen hier ist ja schon happy, wenn es auf einem Spielplatz in einem Buddelkasten sitzt und hin und wieder etwas zu Essen bekommt *drop*

    Wobei es glaube ich wirklich schwer nachvollziehbar ist, wenn man es nicht selber machen muss, das Kinderbespaßen, oder? Meiner sagt auch immer, wie gut ich es habe. Ich will nicht tauschen, um Gottes Willen, aber ich denke manchmal bzw. frage mich, ob er die Dinge genauso meistern würde. Wahrscheinlich, wäre er zu Hause geblieben und ich ginge arbeiten, würde er auch jeden Tag sagen, dass ich es gut hätte. Immer eine Frage des Blickwinkels.

    Also dann kommen wir auch mal als Gast. Das unterstützen wir natrlich gerne. Da gibt es ja sicher auch was für Kinder zu futtern, oder? Wobei,der Miniheld ist eigentlich alles *lach*

  2. Naja, so einfach lassen sich meine nicht „abspeisen“ 😉

    Naja, er ist immer ganz glücklich, wenn ich meine Freizeit, die er mir verschafft, beendet habe… Und ich gebe dir nen Tipp: Das sind keine 8 Stunden täglich 😉

    Na ich rechne am Mittwoch ganz fest mit euch! Und essen… Naja… Ne kleine Knabberei wohl eher, wir sind noch am schauen, ob sich größere Angebote rentieren…

  3. Ich lese Deinen Beitrag mit einem leichten Schmunzeln. Zum einen kann ich es zu 100% nachvollziehen, zum anderen, sei froh, dass du deinen Mann hast. Ich mache diesen Job seit knapp 14 Monaten alleine.

    • Nee, nee du, ich möchte ja auch gar nicht beschweren! Ich weiß sehr wohl, was für ein Glück ich habe, dass sich der Schatz so aufopferungsvoll ins Familienleben wirft!
      Ich möchte es ja nicht schmälern… ich freu mich nur einfach, wenn ich endlich wieder arbeiten gehen.
      Du weißt doch, man ist nie mit dem zufrieden, was man hat. Und ich bin eben nicht dazu geschaffen Hausfrau und Mutter von Berufswegen zu sein, was ich aber nun schon so ewig „sein muss“ 😀

Mäh mal wieder

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s