Nein, danke

 

Phasenweise geschieht es, dass ich mich von allem und jeden ein wenig distanziere. Dann hören und sehen nur noch ganz wenige Menschen etwas von mir. Und nur die Menschen, die trotzdem noch irgendwie eine Art Präsenz zeigen, sind für mich wahre Freunde.

Es ist nicht gerade ungewöhnlich, dass die Menschen, die ich Freunde nenne, mit mir eine Zeit ausgesprochen intensiv zusammen waren und irgendwann dann aber gar keinen Kontakt mehr haben. Hier ein kleines Kommentar, da mal eine kleine Mail, das war es dann aber auch schon, einfach nur signalisieren „Hey, es gibt mich noch und ich bin für dich da.“. Das stärkt…

Woher diese Kontaktfreienphasen kommen? Meist bin ich dann zu sehr mit mir und meinem Seelenheil beschäftigt und kann mich nicht mit anderen Menschen beschäftigen. Geschweige denn, dass ich gerne jemand anderem einen Einblick verschaffe.

Dann irgendwann habe ich mich erholt und freue mich darüber, dass die Menschen um mich herum nicht böse sind. Im Gegenteil, sie nehmen mich wieder auf und keiner drangsaliert mich mit Fragen. Und dann ist alles wie immer die äußeren Umstände haben sich vielleicht geändert, aber die Freundschaft und die Verbundenheit  ist geblieben.

Und dann sitzt man bei den eigenen Schwiegereltern und muss sich anhören, wie unwichtig die Freundschaften wären und man solle sich doch gefälligst für das Haus in Timbuktu Nordseite entscheiden, weil das so günstig und groß ist. Freunde kann man sich schließlich neue suchen und an die Kinder muss man ja auch denken.

Öhm… Nein danke! Ich brauche meine Liebsten in der Nähe und nicht auf der entgegengesetzten Seite der Stadt! Und wo bitte denke ich an die Kinder, wenn ich vollkommen vereinsame und meine Kiddies ihre Lieblingserwachsenen nicht mehr sehen können? Sorry, aber die Migrationsarmut ist für mich ein Argument, welches mich eher noch bekräftigt, als umstimmt, aber das ist eine andere Geschichte, die vielleicht ein anderes Mal erzählt wird.

Für mich steht fest, dass ich keine neuen Freunde brauche, denn die, die mich ertragen, haben genug mit mir durch und wissen mich zu händeln. Bekannte schaffen es meist nicht so weit und das ist auch okay.

In der heutigen Zeit haben viel zu viele Menschen sowieso viel zu viele Pseudofreundschaften und nein danke, das brauch ich nun wirklich nicht! Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen, nicht wahr?! 😉

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Nein, danke

  1. Ich glaube manche Freunde passen einfach nicht in jede Lebensphase, oder? Manchmal klappt das in bestimmten Zeiten richtig gut und manchmal gar nicht. Aber deshalb ist eine Freundschaft ja nicht vorbei… Ich finde, Freundschaften sind vor allem deshalb stark, wenn sie eben auch lange „Auszeiten“ überstehen und man sich nach Jahren wiedersehen kann und es ist, als ob man sich gestern das letzte Mal getroffen hätte. Aus den Augen heißt nicht immer aus dem Sinn, oder?

    Aber ich habe auch immer gesagt, dass ich nicht irgendwo alleine verdümpeln möchte, nur weil die Mieten günstiger sind. Es sind ja vor allem die Menschen um einen herum, die das Leben lebenswert machen. Meine Meinung 🙂

Mäh mal wieder

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