Grr…

Worin ich ganz groß bin? Im Meinung vertreten, finde ich. Das war schon damals im Kleinkindalter so (Man erzählt sich, ich sei sehr bockig gewesen und wollte immer mit dem Kopf durch die Wand. Ich würde eher sagen, dass ich damals schon wusste was ich wollte und habe es einfach nur durchgesetzt ) und hat sich über die Jahre hin einfach nur ein wenig kultiviert.

Manchmal kann ich sogar recht professionell meinen Standpunkt vertreten, meist platzt es aber einfach aus mir heraus und ich nehm jede Debatte mit Feuereifer an. Feuereifer beinhaltet meist auch hitzig

Aus der Kindergruppe der Prinzessin habe ich mir dann heute nicht nur ein müde gespieltes Kind mit nach Hause genommen, sondern einen Namen mehr auf der Liste derer, die mich nicht ausstehen können.

Nun muss ich zu meiner Verteidigung sagen, betrifft das ganze eine Mutter, bei der es mir ohnehin schon immer recht schwer fällt, nicht permanent zu berichtigen oder zu belehren. Aber heute… Ich weiß nicht woran es gelegen hat, aber ich schieb es jetzt einfach mal auf meine unausgeglichene Persönlichkeit, resultierend aus dem Stress der letzten Woche.

Angefangen hatte alles mit einer Debatte darüber, ob ich mein Kind zurück haue, wenn es nach mir haut (bzw. beißen/kneifen etc) oder nicht. Hierbei vertrete ich ganz klar den Standpunkt, dass so etwas für mich  nicht in frage kommt, ganz einfach weil ich der Meinung bin, dass man Falsches nicht mit Falschem korrigieren kann und es Paradox ist zu sagen “Ich haue dich, weil man nicht hauen darf und du es getan hast!” Ich meine, ganz ehrlich, in welcher Welt macht denn das einen Sinn? In meiner jedenfalls nicht… Diesen Standpunkt teilten auch die anderen Anwesenden und nachdem ich dann auch noch ihre “tolle” Argumentation niedergewalzt hatte, war sie erst einmal still gewesen und schaute mcih böse an.

Es blieb eine Viertelstunde alles nett, bis dann die eine Mutter erzählte, dass sie eine Bekannte hätte, die vollkommen fertig und überfordert mit ihrem auffälligen Kind sei, sich aber aus Angst vor dem Jugendamt bzw. davor, dass die ihr die Kinder sofort wegnehmen würden, keine Hilfe suchen täte. Man sprach darüber, dass das ja gar nicht das Interesse des Jugendamtes sei und diese eher Hilfen für die Familien bereitstellen würden als die Kinder weg zu nehmen, schon alleine, weil so eine Pflegeunterkunft viel teurer ist, als eine Familienhilfe etc. Da kam dann wieder Mrs. IchweißallesundkennejedeLebenssituation ins Spiel mit einer Horrorgeschichte vom Jugendamt, die sich kein Drehbuchautor hätte schöner ausdenken können. Denn nur weil ihre Schwester wieder Arbeit hatte, kam das Jugendamt und wollte ihr die Kinder wegnehmen.

Tja, dann schaute ich sie böse an, erklärte ihr, dass da definitiv noch andere Aspekte vorhanden gewesen sein mussten, weil sonst alle Alleinerziehenden Mütter entweder Arbeits- oder Kinderlos wären und dass genau diese unqualifizierten Halbwahrheiten unsicheren Müttern Angst machen, sich Hilfe zu holen. Unterstützt wurde ich dabei von der Gruppenleiterin, welche schon des öfteren mit Familien und dem Jugendamt zusammen gearbeitet hat, sowie von einer Mutter, die ebenfalls nur gute Erfahrungen mit dem “bösen” Jugendamt gemacht hat.

Also manchmal würde ich gerne aus der Haut fahren.

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Mäh mal wieder

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