Faszination Freunde

“Boah, ich hab 509 Facebookfreunde!” brüstet sich letztens das Kind einer Freundin. Kennen tut das Kind davon gerade mal 20 Leute außerhalb des Internets und leiden kann es von diesen 20 gerade mal 5. So viel dann dazu.

Wenn ich mir dann meine spärlich anmutenden 59 Freunde ansehe, dann erblicke ich zu 90% Menschen aus meinem Realen Leben, die ich auch tatsächlich alle mag. 5% sind ehemals von mir betreute Kinder, die ich ins Herz geschlossen habe und die letzten 5% sind Menschen, die ich in den letzten Jahren im Internet persönlich kennen und mögen gelernt habe.

Als ich bei Facebook anfing, nahm ich jede Freundschaftsanfrage an, allerdings nur von Menschen, dich ich auch tatsächlich irgendwann mal kennen gelernt habe. Da sammelten sich dann ehemalige Klassenkameraden aus Grund-, Ober- und Berufsschule, neben ehemaligen und aktuellen Arbeitskollegen sowie der Familie und persönlichen Freunde.

Nun muss man dazu sagen, war das zu meiner aktiven Bloggerzeit und so kam es kaum zu Posts auf Facebook. Dann verlor ich nach und nach die Zeit für längere Blogeinträge, leider aber nicht mein ausgesprochen starkes Mitteilungsbedürfnis. Also entdeckte ich das Mikroblogging via Twitter und Facebook.

Und dann kam der Kahlschlag. Jeder, mit dem ich weniger als 6 Sätze innerhalb eines gewissen Zeitraums gewechselt hatte, Leute mit denen ich schon früher keinen innigen Kontakt hatte und Menschen, die nicht unbedingt alles über mich zu wissen brauchen, flogen aus meiner Liste heraus. Manch einem fiel es nach 3 Wochen auf und stellten prompt eine neue Anfrage, die ich ablehnte.

Ich nutze Facebook. Viel, gerne und intensiv. Aber auch gewissenhaft. Ich schalte nur wenige Beiträge für alle sichtbar und ansonsten ausschließlich für Freunde. “Du postest ja auch jeden Scheiß!” bekam ich schon das ein oder andere Mal zu hören. Dann grinse ich nur und zitiere den Spruch meines Fb-Titelbilds “Meine Facebookseite ist wie ein Restaurant: Wenn es dir nicht passt, was ich serviere, darfst du sehr gerne woanders hingehen!”.

Nun wurde bereits mehrfach argumentiert, dass ich ja auch blogge, aber das ist noch einmal etwas anderes. -Aber dazu dann vielleicht ein anderes Mal.

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Mäh mal wieder

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