Woche 1 von 4

Die erste Woche ohne Facebook…   Gerne würde ich euch belügen und glattweg behaupten, dass es mir gar nicht aufgefallen ist und die Tage wie im Fluge verstrichen sind. Aber das widerspricht meiner Natur als ehrlicher Mensch. Aber es würde sich gut lesen, nicht wahr?

Es fing ja schon damit an, dass ich meinen Post von hier in meinen Facebookacc kopiert hatte und dann waren die Schotten dicht, die Emails wurden direkt und ungelesen in den Spamfilter umgeleitet und die App vom Handy gelöscht. Und schon beim Löschen der App überkam mich leichter Wehmut, denn ich sah die Anzahl der Benachrichtigungen, schaute aber nicht nach. Das ist ein bisschen, wie etwas Verpacktes vor sich stehen zu haben und es nicht auspacken zu dürfen

“Aber wieso, weshalb… ich habe deine Posts so gerne gelesen… Ist doch egal was andere sagen” solche oder ähnliche Nachrichten per WhatsApp, SMS oder andere Medien folgten in den ersten drei Tagen. Schon merkwürdig… Ich bin nicht der Mensch, der als erstes den Rechner startet und schaut, ob es Nachrichten gibt. dazu fehlt mir einfach die Zeit, denn bei uns zu Hause gibt es keinen eingeschalteten Rechner, so lange die Kinder wach sind. Da sind die Prioritäten ganz starr festgelegt und das ist auch gut so!

Und wenn man sich dann selber verbietet, auf diese Plattform zuzugreifen, dann merkt man erst einmal, wie viel man doch tatsächlich tut und sei es nur mal kurz per App ein Foto hochzuladen, sich den Ärger mal schnell von der Leber zu schreiben oder Ereignisse voller Freude und/oder stolz zu teilen. Ich vermisse das.

Und man postet ja auch nicht nur… Man unterhält sich mit lieben Menschen, gibt Tipps, bekommt Ratschläge, erfährt Neues, tröstet/wird getröstet… Und das an so vielen Stellen. Ein bisschen wie ein Treffen mit all den Menschen, die man gerne hat.

Am schlimmsten ist es aber, dass ich nicht auf meine Handarbeitsgruppen zu greifen konnte. Nicht mal eben schnell ne Frage stellen, sich Inspiration holen oder sonste was

Aber es hat auch durchaus etwas für sich… man hat auf einmal so unendlich viel Langeweile Zeit für andere Dinge.  Ich habe ein neues Tuch angefangen zu stricken, eine Fotocollage von den Kindern begonnen, 3000 Haben-wolle-Dinge im Netz gefunden, kreative Ideen entwickelt…

Was soll ich sagen, ich schieb Langeweile und schaue zu viel schlechtes TV.
Aus lauter Verzweiflung habe ich gestern Abend mal spontan ein paar Daten gesichert und dann den Rechner platt gemacht. Schweinearbeit, die ich jetzt noch vor mir habe, bis ich die mir wichtige Software wieder drauf habe, aber immerhin ein gesäubertes System
Ich bin gespannt, wie dieses Experiment weiter geht. Wird es einfacher, wie beim Rauchen damals? Schaffe ich vielleicht ganz den Absprung? Wie viele Hand-made-Projekte werde ich in der Zeit fertig bekommen? Oder welche weiteren Alternativen werden sich ergeben?

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Mäh mal wieder

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