Ende einer Ära

So ziemlich genau vor vier Jahren eröffnete ich meinem damaligen Chef die Schwangerschaft mit dem Prinzen und bekam sofort, nach einer amtsärztlichen Untersuchung, ein Arbeitsverbot.

Die erste Woche war es noch ganz nett, nicht arbeiten müssen und trotzdem wissen, dass man sein Gehalt weiter bekommt. Doch schon in der zweiten Woche wurde es langweilig und ich wünschte mir, wie andere auch, bis zum Mutterschutz arbeiten zu dürfen.

Nach der Geburt nahm ich mir zwei Jahre Elternzeit für meinen Prinzen, einfach, weil ich der Meinung bin, dass die ersten Jahre überaus wichtig sind und ich nicht zu jenen Müttern gehören wollte, die ihr Kind aus der Kita abholen und dann von der Erzieherin zu hören bekommen, was der kleine Mensch denn heute zum ersten Mal gemacht hat.

Ich wollte die Person sein, die seinen ersten Schritt sieht, das erste Wort hört, das erste Aua weg pustet… Außerdem kenne ich die ein oder andere Einrichtung und deren Arbeit und wollte einfach, dass mein Kind sich mir verständlich machen kann, wenn in der Kita etwas nicht so läuft.

Und als ich dann dachte, die Elternzeit sei so gut wie geschafft, kündigte sich auch schon die Prinzessin an. Und auch wenn ich mir von den ein oder anderen Leuten Namen wie “Glucke”, “Muttertier” und sonstiges anhören durfte, bekam auch die Kleine ihre zwei Jahre Qualitätszeit. Mal davon abgesehen, dass sie sich diese ohnehin zum Teil mit ihrem Bruder teilen musste, denke ich dennoch, dass sie es genossen hat. Gerade die Zeit mit ihrem Bruder genießt sie ohnehin viel mehr, als Mama und Papa

Trotzdem bin ich froh, meinen Kindern die Zeit gegeben zu haben. Ich werde nie erfahren, wie sie geworden wären, wenn ich jeweils “nur” ein Jahr Elternzeit genommen hätte und doch denke ich, dass sie eben wegen dieser Zeit (in unseren Augen) so grandiose Persönlichkeiten sind…

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Ein Gedanke zu “Ende einer Ära

  1. ich finde das auch ganz wichtig. meine mama hat richtig aufgehört und hat erst wieder angefangen zu arbeiten als ich 14 war, über die zeit kann ich mich nicht beklagen. klar, bei unser jüngerer generation ist es vielleicht nicht so leicht, weil das geld selten stimmt, aber ich denke man sollte sich die zeit nehmen. eine freundin hat einen mini-job und arbeitet pro woche ca 10 stunden, was ich aber nicht so schlimm finde. 10 stunden sind verkraftbar finde ich. sie brauch einfach den arbeitsausgleich und ich denke, ganz so viel verpasst man da nicht 🙂 es soll jeder so machen wie er es mag!

Mäh mal wieder

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