Mitten im Wald

Gestern hatte ich euch ja erzählt, dass wir für grandiose vier Tage im Besitz eines Smarts waren und ihn auf Grund einer Fachmeinung zurück gegeben hatten.

Nicht erzählt habe ich euch die Geschichte dahinter, die mal wieder Mandylike ist…

Wie ihr wisst, habe ich meine Fahrerlaubnis jetzt seit guten anderthalb Jahren und habe bisher ausschließlich Autos mit Schaltgetriebe gefahren. Besagter Smart war jedoch ein halbautomatischer und dementsprechend hatte ich anfänglich ein paar Schwierigkeiten. Ein Wackeldackel war ein Schei*dreck gegen mich 😉
Also verkündete ich dem Schatz, dass ich eine kleine Spritztour zur Sari machen würde, um mich mit dem Wagen anzufreunden. Der kleine Mann wollte unbedingt mit in dem „kleinen Flitzer“, wie er den Wagen taufte, fahren und da Wochenende war, bekam er das elterliche Ok. So fuhren wir dann zur Familie Mondgras, brachten dort ein bisschen Unruhe in die Situation, bevor wir uns wieder auf den 17km- Rückweg machten.  Obligatorisch stellte ich dem Kind die Frage, die man selber als Kind immer zu hören bekam „Musst du nochmal auf die Toilette?!“ Ich bekam ein „Nein“ und so fuhren wir los.

Nach knappen 10 Kilometern gestand mir sein Sohn dann doch recht eindringlich seine Not und so fuhr ich in eine kleine Privatstraße, machte den Wagen aus und half dem Kind beim aussteigen. Leider ließ sich danach der Wagen nicht mehr starten… Erster Gedanke: Shit!!! Zweiter Gedanke: Den Schatz anrufen! Und dann stellte ich fest, dass der Akku vom Handy leer war. HURRA!

Das Kind ohne Schuhe, wir irgendwo in einer kleinen Straße mitten im Wald abends um 21:30h und kein Handy. Ich nahm den kleinen Mann auf den Arm und folgte einem Geräusch. Ungefragt ging ich in den Garten und entdeckte einen Herren beim Holz hacken. Ich entschuldigte mich für das Eindringen in seine Privatsphäre, schilderte kurz den Sachverhalt und fragte nach einem Telefon. Er ging in sein Haus und kam mit dem gewünschten wieder, so dass ich Rettung rufen konnte.

Nach 20 Minuten war der Schatz da (er hatte für die schlafende Maus einen Babysitter organisiert) und versuchte vergebens sein Glück am Starter des Autos. Ein Abschleppseil musste her, sonst hätte man den Wagen am nächsten Tag bei der Polizei abholen dürfen. So fuhren wir gen Heimat, besorgten uns ein Seil und fuhren wieder zum Smart.

„Versuch mal nochma, ob er sich jetzt starten lässt, bevor ich den anleine!“ bat der Schatz und staunte nicht schlecht, als sofort der Motor ansprang und ich den Wagen Problemlos und Vorfallsfrei nach Hause fahren konnte.
Mal im Ernst: Wenn er nicht selbst versucht hätte das Teil eine halbe Stunde eher zu starten, hätte er mir wohl nicht geglaubt 😉

Und so entstand der Wunsch, in einer spezialisierten Werkstatt vorstellig zu werden, was ja im Nachhinein die einzig richtige Entscheidung war. Immerhin war das Kind glücklich: später als sonst ins Bett, eine Abenteuerfahrt ins grüne und ganz viel Zeit mit Mama nur für ihn 😉

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8 Gedanken zu “Mitten im Wald

  1. Ich glaube so Situationen kennt jeder! Manchmal ist es einfach wie verhext…
    Ich war mal beim Geigenbauer, weil ich einen Wirbel schon seit Monaten nicht mehr drehen konnte. Und als ich der Dame mein Problem demonstrieren wollte, drehte sich das Ding wie frisch geölt -_-
    Sie hatte zum Glück Verständnis und hat das auf die Jahreszeit geschoben. Außerdem hat sie noch was anderes entdeckt, das geklebt werden musste, war also nicht umsonst da.

    Immer das Positive sehen, ne 🙂

  2. Ahje, das klingt ja.—im Zweifelsfall einfach das lezte Ziel, also in dem Fall uns, die vermutlich näher dran waren…nicht scheuen anrzurufen 🙂

    • Hätte mich nicht gescheut, aber zum einen war wie gesagt der Akku vom Handy leer, dementsprechend hatte ich also keine Nummern zur HandAlso keine ist auch nicht richtig. Den Schatz, die Mama vom Lieblingsbabysitter, die Mutter von einer Freundin und meine Arbeit hätte ich anrufen können. Freitags um 21:30h 😉

Mäh mal wieder

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