Anders, aber besser

Damals hatte ich die Hoffnung, dass meine Kinder einmal Großeltern haben werden, die sich förmlich um sie reißen werden. Voller Freude sollten diese uns darum bitten, sich die Kinder für einen Ausflug, einen Spaziergang oder dergleichen ausleihen zu dürfen. In meiner Phantasie hatte ich am Wochenende einige Stunden für mich, weil meine Kinder, wie in anderen Familien üblich, Zeit mit den Großeltern verbringen würden und Erfahrungen sammeln könnten, die nur diese ihnen vermitteln können. Meine Kinder sollten Unterschiedliche Lebensmodelle kennen und auf verschiedene Erfahrungs- und Wissensschätze zurück greifen können.

Ich weiß genau, dass es solche Großeltern gibt, denn ich sehe sie bei Ausflügen. Voller stolz schieben sie den Kinderwagen, haben ihre Enkel an den Händen und erklären ihnen die Welt, kaufen im Kino Popcorn, holen und bringen die Kinder in den Kindergarten. Früher stubste ich meinen Mann in die Seite und fragte ihn, warum unsere vorhandenen Großeltern nicht so sind, wenn ich auf Arbeit von den Kollegen hörte, dass sie so gerne Enkel hätten, bot ich ihnen meine Kinder als Ersatz an und wenn Freundschaften von ihren tollen und hilfsbereiten Großeltern berichteten, fragte ich, ob man die mieten könne.

Es ist nicht so, dass unsere Großeltern gar kein Interesse an den Kids hätten. Aber man kann jetzt auch nicht behaupten, dass sie sich so verhalten, wie ich es mir irgendwann einmal ausgemalt habe. Die einen gehen (leider) noch voll arbeiten, haben also (noch *hüstel*) eine wirklich gute Ausrede, sind aber an Wochenenden und Feiertagen wirklich sehr vorbildlich 😉 Die anderen haben immer viel zu tun, springen auf Anfrage aber natürlich auch ein, wenn es sich einrichten lässt.

Dafür habe ich den Vorteil, dass ich mir meine Kinder allein verziehe und nicht ständig und immer zu konträr der Erziehung eines anderen arbeiten muss oder mich darüber gar ärgern muss, dass entgegen meiner Wünsche gehandelt wird. Das ist auch einiges Wert, wenn ich sehe, welchen Ärger da andere haben, weil sie beispielsweise etwas verbieten und dies dann trotzdem erlaubt wird.

Aber, und das ist fast das Wichtigste, wir haben Menschen um uns herum, die genau das tun, was ich mir für die Kids wünsche! Sie rufen an und fragen ob die Kleinen Lust auf nen Kinotag haben, gehen mit ihnen ins Kino, backen die tollsten Geburtstagstorten, erklären stundenlang die Natur oder Technik.
Ja, sie sind nicht unbedingt die Großeltern, aber in der Summe stellen sie ein riesiges Spektrum an Wissen, Interessen und Können zur Verfügung und mögen die Kinder.

Heute bin ich mir sicher: meine Kinder haben verdammtes Glück, dass sie nicht nur Großeltern haben!

♥Danke Leute♥

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Ein Gedanke zu “Anders, aber besser

Mäh mal wieder

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