Der unsoziale Schweinehund auf der Couch

Kennt ihr das, wenn ihr keine Lust habt, andere Menschen zu sehen? Ich kenne das sehr gut. Es gibt so Phasen, manchmal länger, manchmal kürzer, in denen ich in meiner Freizeit einfach niemanden treffen möchte. Ich bin dann einfach nur glücklich, wenn ich am Wochenende im Kreise meiner Liebsten auf meiner Couch herumgammeln kann. Während dieser Phase ertrage ich bedingt den Besuch von einer Freundin unterhalb der Woche, die dann relativ regelmäßig für zwei Stunden bei mir vorbei kommt, allerdings absolut nichts erwartet. Manchmal sitzen wir einfach nur da, glotzen stumpf in die Glotze und mampfen etwas vom Lieferservice, manchmal unterhalten wir uns angeregt. Je nach Tagesform. Das ist in Ordnung, aber manchmal das Maximum, was ich an sozialer Interaktion neben Job und familiären Verpflichtungen ertrage. Ich kenne das und schaffe es in der Regel ganz gut, meine Familienwochenenden so zu lenken, dass sich alles ganz gut in meine Befindlichkeiten fügt. Manchmal kommt mir aber mein Mann dazwischen und arrangiert irgendwelche Verabredungen. Ich versuche sie dann zu überstehen, jedoch ist es oftmals so, dass ich dann sehr zickig bin und auch wenn ich mich versuche zusammen zu reißen, ist es recht schwierig mit mir um zugehen. (Sorry dafür! -.-)

So kommt es, dass ich entweder sehr tolerante Freunde habe, oder mit anderen keinen Kontakt mehr habe. Traurig, aber selbstverschuldet und auch in Ordnung.
Diese Woche überkam es mich jedoch und ich verabredete mich, ganz zum Erstaunen meines Gatten, mit einer Freundin, die ich das letzte Mal im April getroffen und gehört hatte. Und je näher unsere Verabredung für heute rückte, umso mehr freute ich mich auf das Treffen.

Heute war es also so weit und ich freute mich immens. Bei der Freundin pünktlich zur verabredeten Zeit angekommen, öffnete uns die Tochter die Tür mit den Worten „Na da seid ihr ja endlich!“, umschlang meine Prinzessin und von da an, waren sie kaum noch zu sehen. Wir Erwachsenen saßen den gesamten Tag über auf der Terrasse, genossen Grillgut, Kuchen und unsere Gespräche, während die Kinder alle irgendwo und nirgendwo spielten. Und was sich unglaublich langweilig und spießig anhört, war so etwas wie 10 Liter Schokopudding für die Seele.

Am Ende bin ich in der Hoffnung gegangen, dass ich es diesmal schaffe etwas schneller eine solche Verabredung zu treffen und einzuhalten. Es muss doch möglich sein, dass man neben Arbeit, Mutterpflichten und Schlaf eine Lücke in der Couchzeit einzurichten, in der ich mich gerne mit Freunden treffe und die Zeit genießen kann.

Kennt ihr das auch, manchmal, oft, nie???
Wie geht ihr damit um?

Mäh mal wieder

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