Waha…

Hatte ich nicht gerade erst geheult und gejammert, dass es nun so langsam in den Endspurt geht und ich noch vollkommen unvorbereitet bin? Nachdem wir heute bei der Schultauglichkeitsuntersuchung gewesen sind, steht nun also offiziell fest, dass der Prinz am 5.9. eingeschult werden darf. Hurra, wenigstens die Unsicherheit ist nun weg.

Voller Tatendrang machte ich mich nun auf die Suche nach DER Vorlage vor die Schultüte und bin echt glücklich darüber, dass er sich für ein solch leichtes Motiv entschieden hat. Nun weiß ich noch nicht so ganz, wie ich es umsetzen werde (also aus Moosgummi, Stoff, Papier oder oder oder), doch ich habe Ideen und bin frohen Mutes.

Heute Morgen erinnerte mich dann der Schatz daran, dass heute Elternabend in der Kita ist und ich die Wahl zwischen Elternabend- oder Zahnarztbesuch hätte.  Naja, um es kurz zu machen entschied ich mich für den Elternabend und musste voller Entsetzen feststellen, dass die Kinder ja bereits diesen (!!!) Monat auf Gruppenreise fahren.

Ich komme nun ein bisschen in Zugzwang, denn die Koffer müssen vorbereitet werden, Dinge (z.B. Schlafsäcke) gekauft werden und zwei selbst gebastelte Postkarten werden natürlich auch erwartet. Wenn ich daran denke, dass ich letztes Jahr schon gefühlte 3 Stunden für eine Krisukarte für den Prinzen und nochmal die selbe Zeit für eine Eulenkarte für Prinzessin gebraucht habe, dann wird mir ganz mulmig und ich denke schon wieder über einen, schon fast lieblos zu nennenden, Kartenkauf nach *seufz*

Vier Tage werden die Kinder diesmal auf selbstgebauten Heubetten auf einem Bauernhof in Brandenburg verbringen und obwohl es nicht die erste Kitareise für beide ist, weiß ich jetzt schon, dass mir in dieser Zeit mein Handy viel zu leise vorkommen wird und ich nichts tun werde, bei dem die Gefahr besteht das Handy nicht am Mann haben zu können.

Helikoptermuttiängste, eigentlich will ich ja nicht so sein, aber einmal im Jahr, wenn die Kids auf Gruppenfahrt gehen und ich ganz hilflos darauf vertrauen muss, dass alles gut, da werde ich ja wohl mal dürfen.

Oder? ODER?? ODER??????

Sie entschuldigen mich, ich muss weg.

Es geht los…

Heute hat sie also angefangen, diese neue Ära in unserem Elternleben. Der Prinz hatte heute seinen Kennenlerntag in der Grundschule, was heißt, dass wir offiziell in den Hort eingeladen wurden. Glück sei Dank gab mir mein Chef so kurzfristig den Vormittag frei (durch den Streik des gelben Mannes erreichte uns die Einladung erst letzten Mittwoch), so dass ich nicht dem Schatz das Feld überlassen musste.
Wie schon damals zum Kitaeintritt brauchte eher ich diesen sanften Beginn, wo hingegen das Kind von 0 auf 100 in zwei Stunden eingewöhnt war. Während dessen saß ich im Kitaflur und dachte mir, dass er wenigstens ein bisschen länger hätte brauchen dürfen.
Wie dem auch sei, heute durften wir dann also im Elterncafè einen Kaffee schlürfen, Kekse knabbern und schon mal ein bisschen die neuen Eltern und Erzieher beschnuppern, mit denen wir es dann ab Sommer zu tun bekommen würden. Bedingt durch die verspätete Zustellung waren wir dann (leider?!?) nur insgesamt 6 Eltern, während unsere 4 Kinder vom pädagogischen Personal kennen gelernt wurde.

Die Eltern wurden durch den gesamten Hortbereich geführt und durften den Erzieherinnen Löcher in die Bäuche fragen zu Räumlichkeiten, Personal, Konzept, Küche und eben alles, was einem als Eltern so wichtig erscheint, wenn man sein Kind notgedrungen fremden Institutionen überlässt.

„Ach ihre Frau ist Erzieherin!?“ ein Satz, denn man eigentlich nicht so weit am Anfang hören möchte, wenn es um die eigenen Kinder geht. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich habe immer das Gefühl, dass sich irgendwas sofort verändert in der Art, wie man mit umgeht. Entweder sollte ich dann schon alles wissen, oder ich werde kritisch beäugt als dürfe man nun nichts falsches mehr sagen. Nicht selten kommt auch dieser verschwörerische Blick, für was der sein soll, weiß ich allerdings nicht, immerhin bin ich eine jener Mütter, die ich nicht leiden kann, aber das weiß ja meist niemand 😉  Zum Glück kam diesmal nur kurzweiliges höfliches Interesse und dann war ich wieder einfach nur Mutter.

Alles in allem muss ich sagen, bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich heute erfahren haben. Die Schule hatte sich damals schon beim Tag der offenen Tür wunderbar präsentiert und auch heute haben wir den Eindruck gewonnen, dass unser Kind in besten Händen sein wird. Natürlich muss man nun die Zeit abwarten und sehen, was ich in einem Jahr zu motzen habe, doch irgendwas gibt es ja immer, was aus Elternsicht für das eigene Kind optimierbar wäre. *seufz*

Übermorgen geht es dann endlich zu dem lang erwarteten Schularzttermin, auf den sich Kind und Mutter (dank des Chefs darf ich auch an diesem Tag erst später auf Arbeit sein) schon seit November letzten Jahres freuen. Und auch nach dem dritten Anruf beim KJGD wurde die Dame nicht müde mich die aufgeregte Mutter am anderen Ende der Leitung zu beruhigen, dass mein ihr Kind nicht vergessen wurde und sicher im Mai eine Einladung postalisch eintrudeln würde. Nun also Mittwoch *mit dem Kind herumzappel*

Am 16.6. sehe ich mich dann mit dem ersten Grundschulelternabend konfrontiert, zu dem ich vollkommen unvorbereitet aufbrechen werde. Nichts werde ich wissen von all dem, was die/der zukünftige Klassenlehrer/in zu sagen haben wird. Naja, zumindest werde ich den Vortrag nicht halten und das Konzept der Schule ist ja eh ein ganz anderes und ich sollte mir auf meinen Notizblock Fragen notieren, die vollkommen unnötig und ätzend sind, damit ich nicht vergesse, dass ich NICHT  eine dieser Mütter sein möchte!

Ihr seht also, es geht genau heute los, der Übergang vom Kita- zum Schulkind, zumindest bei uns. Und nun, wo ich den Termin und die Uhrzeit für die Einschulung habe, muss ich auch langsam beginnen mit den Vorbereitungen der Schultüte, Planung der Feierlichkeit, Gästeliste, Kuchen…

Waha, ich habe absolut keine Zeit!!!

Ich muss weg!

*wild mit den Armen herum fuchtel und panisch durch die Bude renn*

Mein Mutterherz

Damals, als ich noch in einem Kindergarten gearbeitet habe, konnte ich absolut nicht verstehen, wieso die Mütter immer solch einen Wirbel um ihre Kids gemacht haben. Nein, warte mal, so ist das jetzt nicht richtig…
Ich habe nie verstehen können, wieso die Mütter ihre Kinder so betüdelten. Bis vor kurzem dachte ich, es läge daran, dass sie einfach zu bequem wären oder faul oder zu gestresst. Anders ist es nicht zu erklären, dass eine Mutter ihrem Kind in der Kita die Schuhe anzieht und die Schnürsenkel verschließt, obwohl ich ganz genau weiß, dass das Kind es schon ganz allein kann. Und natürlich kann sich eben dieses Kind auch im Kitaalltag ganz alleine die Jacke anziehen, den Rucksack anhängen und noch vieles, vieles mehr, was urplötzlich vergessen scheint, so bald die Mama (meist tauchte dieses Phänomen hauptsächlich in Verbindung mit den Müttern auf) durch die Eingangstür tritt um ihr Kind abzuholen.

Letzte Woche habe ich mich dann selber dabei ertappt, wie ich meinem großen Kind in der Kita ganz tuddelig die Schuhe anzog und seinen Rucksack vom Haken nahm. „Achso!“ dachte ich nur bei mir und musste lächeln.

Nein, ich bin nicht zu bequem, stehe unter Zeitdruck oder sonstiges. Und ja, THEORETISCH weiß ich, dass mein kleiner Prinz das sehr wohl auch alles alleine kann. Doch wie so oft im Leben ist es nicht ganz einfach Theorie und Praxis in Einklang miteinander zu bringen. Da sitzt nun dieser kleine Mensch vor einem auf der Bank und fragt dich, ob du ihm helfen kannst.
dein Mutterherz schaltet den Kopf aus und sieht nur diesen kleinen Menschen, der doch nun wirklich noch nicht so groß ist. Was sind schon 5 Jahre?! Und nun war er ja auch den ganzen Tag im Kindergarten und wird müde sein. Der soll bald in die Schule?!? Muss das sein? Der ist doch noch so winzig!!! Gerade gestern ist er erst geschlüpft und heute soll er so schwierige Sachen bewerkstelligen?

Gemessen an der Lebenserwartung und dem (angemessenen!!! ) Alter zum Zeitpunkt der Geschlechtsreife in unserem Fall also so ca. 55, ist er ja auch noch ein kleines hilfloses Baby! Eigentlich war ich bisher immer unendlich glücklich über alle Entwicklungsschritte, die meine Kinder hinter sich gebracht haben. Bedeutet dies doch, dass sie endlich groß sind und eigenständiger werden, was im Umkehrschluß ja auf lange Sicht weniger Arbeit für mich bedeutet.

Nun sind es nur noch wenige Wochen und dann beginnt eine neue Phase im Leben meines großen Kindes. Es macht mir Angst, denn auch für mich beginnt ein neuer Abschnitt als Mutter. Als das Kind damals in die Kita kam, haderte ich sehr mit dieser Entscheidung: würde alles gut gehen? Was wenn er sich nicht wohl fühlt? Ich habe relativ schnell gelernt, dass wir wirklich gute Erzieherinnen für unsere Kinder gefunden haben und dass alle Befürchtungen umsonst waren.

Jetzt kommen wieder genau diese Zweifel und Befürchtungen in mir hoch. Hinzu kommen natürlich noch die Sorgen um das Schulische und wie es ihm dabei ergehen wird. Es ist doch so wichtig, dass die Zwerge gerade in der ersten Zeit Spaß an der Schule haben…
Mein Mutterherz verkrampft sich ganz arg bei dem Gedanken an September und versucht dennoch, sich nichts anmerken zu lassen. Tapferes Mutterherz!!!
Ich mag gar nicht an das denken, was sich schon ab der 5 Klasse anbahnen mag…

Und auch wenn ich mich jetzt entlarvt habe und ganz genau weiß, dass dieses Mutterherz mir in die Quere schießt, so wird es trotz größter Bemühungen wohl doch noch oft dazu kommen, dass mein Sohn mein Baby ist.
Immerhin bleibt mir die Prinzessin noch gute zwei Jahre im Schoße der sicheren Kitaumgebung erhalten, was im Grunde nur bedeutet, dass sich das ganze Theater in zwei Jahren beginnt zu wiederholen *seufz*

Anders, aber besser

Damals hatte ich die Hoffnung, dass meine Kinder einmal Großeltern haben werden, die sich förmlich um sie reißen werden. Voller Freude sollten diese uns darum bitten, sich die Kinder für einen Ausflug, einen Spaziergang oder dergleichen ausleihen zu dürfen. In meiner Phantasie hatte ich am Wochenende einige Stunden für mich, weil meine Kinder, wie in anderen Familien üblich, Zeit mit den Großeltern verbringen würden und Erfahrungen sammeln könnten, die nur diese ihnen vermitteln können. Meine Kinder sollten Unterschiedliche Lebensmodelle kennen und auf verschiedene Erfahrungs- und Wissensschätze zurück greifen können.

Ich weiß genau, dass es solche Großeltern gibt, denn ich sehe sie bei Ausflügen. Voller stolz schieben sie den Kinderwagen, haben ihre Enkel an den Händen und erklären ihnen die Welt, kaufen im Kino Popcorn, holen und bringen die Kinder in den Kindergarten. Früher stubste ich meinen Mann in die Seite und fragte ihn, warum unsere vorhandenen Großeltern nicht so sind, wenn ich auf Arbeit von den Kollegen hörte, dass sie so gerne Enkel hätten, bot ich ihnen meine Kinder als Ersatz an und wenn Freundschaften von ihren tollen und hilfsbereiten Großeltern berichteten, fragte ich, ob man die mieten könne.

Es ist nicht so, dass unsere Großeltern gar kein Interesse an den Kids hätten. Aber man kann jetzt auch nicht behaupten, dass sie sich so verhalten, wie ich es mir irgendwann einmal ausgemalt habe. Die einen gehen (leider) noch voll arbeiten, haben also (noch *hüstel*) eine wirklich gute Ausrede, sind aber an Wochenenden und Feiertagen wirklich sehr vorbildlich 😉 Die anderen haben immer viel zu tun, springen auf Anfrage aber natürlich auch ein, wenn es sich einrichten lässt.

Dafür habe ich den Vorteil, dass ich mir meine Kinder allein verziehe und nicht ständig und immer zu konträr der Erziehung eines anderen arbeiten muss oder mich darüber gar ärgern muss, dass entgegen meiner Wünsche gehandelt wird. Das ist auch einiges Wert, wenn ich sehe, welchen Ärger da andere haben, weil sie beispielsweise etwas verbieten und dies dann trotzdem erlaubt wird.

Aber, und das ist fast das Wichtigste, wir haben Menschen um uns herum, die genau das tun, was ich mir für die Kids wünsche! Sie rufen an und fragen ob die Kleinen Lust auf nen Kinotag haben, gehen mit ihnen ins Kino, backen die tollsten Geburtstagstorten, erklären stundenlang die Natur oder Technik.
Ja, sie sind nicht unbedingt die Großeltern, aber in der Summe stellen sie ein riesiges Spektrum an Wissen, Interessen und Können zur Verfügung und mögen die Kinder.

Heute bin ich mir sicher: meine Kinder haben verdammtes Glück, dass sie nicht nur Großeltern haben!

♥Danke Leute♥

Fassungslos

Und da stehe ich nun , vollkommen vertieft in das Überangebot von Haarpflegemitteln und versuche mich daran zu erinnern, welches ich noch nicht versucht habe. Meine Haare bringen mich momentan um. Ständig sind sie verzottelt, der Spliss ist selbst für mich nicht mehr zu ignorieren, das ‚ach so tolle‘ Friseurmittelchen macht sie fettig und ein wenig hoffe ich, dass das alles miteinander zusammen hängt.

Ich beneide ja Frauen, die aufstehen, sich die Haare kämmen und dann toll aussehen. Das Haar fällt ihnen fluffig locker über die Schultern und ein kleiner Windhauch lässt für den Außenstehenden die Zeit gefrieren.
Ich hingegen darf noch nicht einmal daran denken meine Haare offen zu tragen, der Vergleich mit einem zu lang geratenen Borstenpinsel drängt sich auf. Mal davon abgesehen, dass ich im Sommer an Hitze sterben würde. So bleibt mir nur der Haargummi irgendwie wild ins Haar geknubbelt, denn für wunderschöne Frisuren wie Fischgrätenzopf oder sonstigem fehlt mir sowohl die Fingerfertigkeit, als auch die Armmuskulatur. Mal davon abgesehen, dass so eine Frisur auch nicht mehr aus dem machen kann, was ich eh schon bin.

Nun ja, zurück zum Thema.

Ich stehe also im Supermarkt, wo die Angestellten Lebensmittel lieben und grüble so vor mich hin, nehme mal dieses und mal jenes Mittel in Augenschein, als zwei Jungen den Laden betreten. Zuerst registriere ich sie nicht, doch sie legen einen grandiosen Auftritt hin. „Also wenn man bei Xy (wir denken uns den Namen des Ladens) arbeitet, dann hat man gesellschaftlich versagt!“ Der andere Bengel lacht gehässig und grunzt zustimmend.
Äh… Wie bitte?! Ich blicke um die Ecke und schaue mir die zwei Supercoolen an: Justin-Bieber-Gedächtnisfrisur, Waveboard unter dem Arm, Markenklamotten, maximal 13 Jahre alt. Boah ist mir schlecht!
Es überkommt mich und noch bevor ich mir auf die Zunge beißen kann, stelle ich mich den Beiden in den Weg, schaue sie direkt an und sage in einem Ton der keinen Widerspruch duldet: „Gesellschaftlich versagt haben Leute, die trotz voller Gesundheit Hartz IV beziehen weil es viel einfacher ist auf Kosten anderer zu leben. Man kann nicht von versagen sprechen, wenn Leute für ihr Geld arbeiten gehen. Vielleicht denkst du das nächste Mal nach, bevor du solch respektlosen Dinge laut von dir gibst“

Mir liegt noch ein bisschen mehr auf der Zunge. Von verwöhnten Bonzenkindern (ich hoffe es lag mir wirklich nur auf der Zunge und ich habe es nicht laut ausgesprochen) und deren ungesunder Ansicht vom Leben. Doch ich lasse es, denn sie sind noch jung, plappern oft nur das nach, was sie irgendwo gehört haben und denken nicht darüber nach, was es bedeutet. Cool sein ist angesagt.
Die Kunden im Laden applaudieren und erst jetzt wird mir bewusst, dass ich relativ laut gesprochen haben muss.  Na super, die Hälfte der Leute hier kennt mich nur als ruhige Mutti von zwei Kleinkindern. Naja…

Ich verlasse schnell den Laden, vergesse vor lauter Ärger fast noch den Hund (wieso meldet der sich denn auch nicht, wenn ich an ihm vorbei laufe?!) und gehe nach Hause, wo meine Familie vorbildlich am Abendbrottisch sitzt. Langsam verebbt der Ärger und ich schaue mir meine Kinder an.
Werden sie irgendwann mal so einen Müll von sich geben? Bei uns in der Gegend ist die Sozialstruktur recht gut und auch wenn wir in unmittelbarer Nähe eines Jobcenters leben, gibt es hier so gut wie keinen, der von dort Leistungen bezieht. Wir gehen selber beide Arbeiten und haben dadurch ein gewisses Maß an ‚Luxus‘ wie zum Beispiel die häufigen Ausflüge mit den Kiddies. Werden unsere Kinder dadurch intolerant?
Ich setzte mir einen weiteren Punkt auf meine imaginäre Erziehungsliste, auf der alles aufgeführt ist, was ich für meine Kinder erreichen möchte. Langsam muss ich die Rückseite benutzen, so denn es eine gäbe, aber das ist ok. Alles ist besser als eines Tages in den Supermarkt zu  kommen und von der Verkäuferin angesprochen zu werden, was mein Kind am Tag zuvor von sich gelassen hat.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Danke für den Rat, behalt ihn!

Ich bin eine stolze Mutter und finde meine Kinder einfach phänomenal. Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht am liebsten laut losheulen möchte, weil sie mir mit irgendeiner Kleinigkeit den Tag versüßen. Nicht ein Tag vergeht, an dem ich versuche konsequent zu sein und es dann doch nicht 100% schaffe, weil sie einfach zu putzig sind. Und es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht doch die ein oder andere Kleinigkeit zu bemängeln habe.

Meine Kinder sind weit ab von „perfekt“ aber genau das macht sie für mich PERFEKT.

Wenn ich so zurück denke an die Anfänge meines Mutterdaseins, oh weh, was habe ich es mir zu Herzen genommen, wenn mir jemand sagte, dass meine Kinder verwöhnt wären. Ich müsse konsequenter sein, nicht so nachgiebig, mehr Härte an den Tag legen… Blablabla… Ich will nicht sagen, dass alle Ratschläge schlecht gewesen wären, oder sie aus Boshaftigkeit gemacht wurden (zumindest nicht alle), aber man hätte durchaus an der Präsentation etwas arbeiten können. Letztlich habe ich gut 98% ignoriert und jetzt haben wir den Salat.

Verwöhnt sind meine Kinder… Nichts werden sie mir danken… Noch kann ich alles retten… Also bei uns war das ja damals…
PAH! In letzter Zeit rege ich mich ständig über solche Sprüche auf, beiße mir auf die Zunge und mein einziges Statement dazu lautet „Wir versauen unsere Kinder so gut es geht allein und schieben es dann später auf die unfähigen Pädagogen!“.

Zwischendurch sitze ich dann Abends auf der Couch und denke über unsere Kinder nach. Über die ‚Hilfestellungen‘ der anderen und ob sie vielleicht doch recht haben mit dem, was sie sagen. Es nagt eben doch irgendwo. Heißt es nicht auch, Erzieherkinder wären die Schlimmsten? Habe ich das nicht auch oft genug selber festgestellt?!

Und dann fallen mir die Leute um uns herum ein, die uns fragen, ob sie die Kinder mal abholen können, weil sie einen neuen Kinderfilm haben und der mit Kindern viel netter anzusehen ist. Ob wir nicht über das Wochenende vorbei kommen wollen, man baut auch extra das Planschbecken auf. Die Eltern aus der Kita  nehmen unsere Kinder gerne mit zu Spielenachmittagen und Ausflüge  und im Elterncafè (ich möchte ja nicht angeben, aber so ist es nun mal) sind unsere Zwei die Stars.
Ein Satz reißt es aber jedes Mal sofort raus und zwar ist der von einer Freundin vor längerer Zeit gesagt worden und bedeutet mir heute, nach etwas über zwei Jahren noch immer sehr viel „Wir müssen uns Mandy warm halten, ich möchte, dass unsere Kinder mal genauso toll werden wie ihre!“ ♥

So schlimm können sie dann also doch nicht sein.
Es macht keinen Sinn sich den Kopf über die Erziehung anderer Kinder zu zerbrechen (es sei denn, man ist Erziehungswissenschaftler 😉 ), jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Eltern sind die Experten ihrer Kinder, ein schöner Satz aus meiner Ausbildung.  Und statt ungefragt blöde Ratschläge abzugeben, sollten einige Leute vielleicht lieber den Eltern zuhören, ihre Ideale ergründen, die Prioritäten erkennen, denn aus irgend einem Grund haben eben diese Leute mit den Eltern zu tun und sollten Unterstützung sein und nicht noch zusätzlicher Seelenbalast.

Danke fürs zuhören, nun ist auch mein Ärger wieder weg! ^.^

Groß

Eine neue und aufregende Zeit bricht an. Vor allem für den kleinen Prinzen, der eigentlich gar nicht mehr so klein ist, aber auch für mich, als absolutes Mutterschaf.

Gestern feierte er seinen 5ten Geburtstag. Naja, mag manch kinderloser Mensch jetzt denken, was ist daran schon besonders?! Doch wir Eltern wissen um die magische Kraft, die dieses Alter zu haben scheint.

Plötzlich sind aus den kleinen Kindergartenkindern richtig große Menschlein geworden, die plötzlich soviel können und noch viel mehr zu lernen bereit sind. Ach was sage ich bereit… BEGIERIG ist das viel treffendere Wort! Plötzlich vergeht kein Tag, an dem man sich nicht fragt, woher der Knirps das nun schon wieder weiß oder sich erstaunt die Frage stellt, wie das Kind auf diesen Gedanken kommt.

Wehmütig schaue ich auf mein großeskleines Kind, während er mir erklärt, dass nun schon bald seine ersten Milchzähne ausfallen werden. Einen Tag vor seinem Geburtstag musste ich in die zukünftige Grundschule, seine Geburtsurkunde vorlegen und Unterlagen ausfüllen, womit ich ganz offiziell den Countdown einschaltete. Nun sind es quasi nur noch Wochen, bis die Kindheit sich anfängt schleichend zu verabschieden, um mir dann so einen aufmüpfigen, anstrengenden, von Hormonen durcheinander gebrachten Teeny auf die Couch zu setzen.

Bis dahin sind es ja noch gefühlte Jahrhunderte, würde jetzt ein Nichteltern denken wollen, doch wir Mütter wissen es besser: War es nicht grad erst gestern, dass wir genau dieses tolle Kind im Krankenhaus das erste Mal im Arm hatten? War es nicht gerade gestern erst, dass wir stolz und übernächtigt den kleinen schlafenden Schatz im Kinderwagen vor uns herschoben? Und war es nicht auch erst gestern, dass man den ersten Brei von der Zimmertapete putzte?

Nun kann ich ja von Glück reden, dass ich zwei Kinder habe und mir die Prinzessin ja noch für ein Jahr länger im Kindergarten erhalten bleibt… Doch wenn ich sie mir so ansehe, frage ich mich, ob der Prinz auch schon so schnell so groß war. Und da haben wir den Nachteil, wenn die Kinder zu nah bei einander liegen, vom Alter her: Während man sich gestern noch gefreut hat, dass man so vieles in einem Schwupp durch hatte (Windeln, Brei…), so hat man heute das Gefühl, dass alles viel zu schnell geht.

Und da komme ich dann an den Punkt, wo ich beginne zu verstehen, warum viele Mütter sich noch ein weiteres Kind wünschen, wenn das erste/zweite/dritte… aus den Windeln ist/sind. Nicht das ich mir jetzt ein weiteres wünschen würde, dass auf gar keinen Fall, aber es keimt ein Funken Verständnis in mir auf.

Vielleicht verstehen Nichteltern ja was ich gerade durch mache, wenn sie an Tierbabys denken:
Man holt sie sich ins Haus, wenn sie noch ganz klein und tapsig sind und dann wird man eines Morgens wach und muss feststellen, dass das kleine Fellbündel plötzlich 30kg wiegt und einem den ganzen Platz im Bett wegnimmt und das, obwohl es gestern noch gar nicht groß genug war, um überhaupt allein bis aufs Bett zu kommen 😉

Mutter ohne Kinder

Die Taschen waren gepackt und die Prinzessin löcherte mich Fragen zum Inhalt der Tasche. Immerhin ist das ihre erste Reise ohne Eltern und da möchte sie sichergehen, dass Mama trotz der Kofferliste auch ja nichts vergisst. Ist ja auch irgendwie verständlich. Zur Ablenkung waren wir noch mit einer Freundschaft im Tierpark gewesen und kaum das wir Abends zu sind, bekommt die Kleine hohes Fieber mit Schüttelfrost und allem, was dazu gehört.
Vor meinem inneren Auge sehe ich es schon kommen, dass der Prinz alleine auf Kitareise fahren muss und bin gar nicht so traurig darüber, wie man vielleicht vermuten mag. Das liegt zum einen daran, dass er im letzten Jahr schon einmal dabei war und zum anderen, weil ich noch immer Bedenken wegen der Anhänglichkeit der Kleinen habe. Macht sie doch schon einen Aufstand, wenn ich mich unerlaubt aus ihrem Sichtfeld bewege.
Vor zwei Wochen hatten wir Elternabend in der Kita und es wurde versprochen, dass man Kinder, welche Probleme mit der Übernachtung haben, abends abholen und morgens hinbringen kann (das Reiseziel befindet sich immerhin in heimatlichen Gefilden). Zuerst habe ich fest damit gerechnet, dass die Kleine abgeholt werden muss, dann habe ich gedacht sie könne gar nicht erst teilnehmen und nun ist schon Mittwoch und es hat sich noch immer keiner gemeldet. Als der Montag kam und das Kind bis 9h noch immer keine Anzeichen von Fieber oder krank aufzuweisen hatte, brachte der Schatz beide Kinder  inklusive Reisetaschen in die Kita. Seit dem habe ich keinen Mucks mehr von ihnen gehört oder gesehen.

Es geht mir schlecht. Ganz schlecht. Ich bin eine Mutter ohne Kinder. Des Nachts schrecke ich auf, weil ich Kinder weinen höre, die gar nicht da sind (und nein, bei uns im Haus, noch nicht einmal in der näheren Nachbarschaft, wohnen keine Kinder) oder träume schreckliche Dinge, die mich weinend aufwachen lassen. Ich schrecke pünktlich um 5:30h aus dem Schlaf und warte auf des Füßchengetrappel meiner Kinder, die sich noch einmal bei mir einkuscheln wollen. Es ist schrecklich still hier zu Hause, die Kinderzimmer sind leer und der ganze Wochenablauf ist völlig gestört. Mit einer Hand immer auf dem Handy, es könnte ja klingeln, ständig nachschauen, vielleicht hat man ja den Anruf verpasst!? Schrecklich!

Heute ist Bergfest, sprich die Hälfte der Zeit ist geschafft und ich weiß, dass es beiden Kindern gut geht, denn sonst hätte man uns schon kontaktiert. Sie werden viel Spaß haben im Wald mit der Waldpädagogin, beim Eisessen, beim Planschen mit den Freunden, die Umgebung erkunden… Es ist eine tolle Erfahrung für die Kinder.
Eigentlich sollte man die Zeit genießen, doch das fällt so unendlich schwer. Die ganze Zeit fragt man sich, ob sie dolles Heimweh haben, ob sie gut einschlafen, ob man etwas wichtiges (wichtig für die kleine Kinderseele) vergessen hat. Und muss sich immer wieder beherrschen, zusammenreißen und sich sagen, dass es einen Anruf gäbe, wenn etwas nicht so gut wäre.
Ich könnte die Kontaktmutter anrufen und sie bitten mal kurz bei den Begleiterziehern anzurufen um nachzufragen, ob alles okay ist, doch das tue ich nicht. Ich habe noch nicht einmal die Nummer aufgeschrieben. Selbstbeherrschung meiner Seits und Vertrauen in die Erzieherinnen, dass ist wichtig und richtig.

Und obwohl ich das alles weiß, oft genug schon selber Kinderreisen begleitet habe und als Kind selber gefahren bin, Beherrscht nur ein Gedanke meinen Tag:

Meine Babys!!!

Ein bisschen beneide ich den Schatz darum, dass es ihn nicht so sehr mitnimmt wie mich. Und das nicht aus mangelnder Liebe oder Desinteresse, sondern einfach, weil er diesbezüglich ein Mann ist, und keine Mutter. Das ist so unfair!

Folgeberichte nicht ausgeschlossen…

Bei uns piept’s…

Eigentlich bin ich nicht für Werbung, dochdie Prinzessin ist ein großer Fan… Und ich möchte mehr solcher Menschen… Und ist das nicht eigentlich auch Handmade?… Und überhaupt…

Ich kann euch gar nicht genau sagen, wie es eigentlich dazu kam, aber auf einmal war ich 2010 auf Facebook mit einer Person befreundet, die ich eigentlich gar nicht kannte. Sehr ungewöhnlich für mich. Noch ungewöhnlicher war eigentlich, dass diese Person im Grunde gar keine Person war, sondern eine Kinderbuchhauptfigur namens Piepvögelchen. Ein kleiner gezeichneter, blauer Vogel, runder Kopf, Kullerbauch, dreieckige Flügelchen und unglaublich niedliche Posts. Nun bin ich ja nicht ganz dumm und weiß durchaus, dass es sich nicht tatsächlich um einen Vogel handelt und doch… Man könnte es meinen, wenn man sich die Posts durchliest, so ist es immer aus der Sicht eines Berliner Stadtvögelchens geschrieben.
Ich mochte das und es brachte mich regelmäßig zum grinsen und so blieb dieser Kontakt in meiner Freundesliste, während viele andere, über die Zeit gesehen, von mir gelöscht wurden.
Immer mal wieder wollte ich für meine Kinder ein Buch dieses niedlichen Gesellen erstehen, musste es bei so einem sympathischen Facebookacc doch ein wunderbares Schriftstück sein.
Mitte letzten Jahres kaufte ich dann das erste Buch, ein wenig später noch eines und noch eines. Inzwischen haben wir hier zu Hause 4 Bücher, 3 Ansteckpins (einer davon war ein Gewinn für den Prinzen 2010) und eine Billion Sticker 😉
Die Prinzessin liebt den kleinen Vogel noch und nöcher. Die Mama auch.
Der kleine Vogel aus dem Park hat schon viel erlebt und lässt die Kinder eintauchen in seine zuckersüße Welt, in der er Schmeterlingsraupen bei der Verwandlung begleitet, von der klugen Eule wieder gesund gepflegt wird, sich autodidaktisch Ballett aneignet und einen Marienkäfer als Freund gewinnt. Die Bilder sind einfach nur niedlich, die Sprache so gewählt, dass Kleine sie gut verstehen und Leseanfänger nicht nur vorlesen, sondern auch inhaltlich aufnehmen (meine Schulkinder habens getestet 😉 )
Am letzten Dienstag kam wieder ein Bücherumschlag noch nciht einmal 2 Sekunden hat die Prinzessin gebraucht, um den Absender auszumachen und in Freudenjubel auszubrechen. Natürlich mussten wir das Buch direkt lesen. Die „hinterhältig“ zwischen den Seiten versteckten Aufkleber wurden natürlich direkt zur Wandverschönerung verwendet.
Jeden Abend muss es bei der Prinzessin der kleine blaue Vogel sein, jedoch nicht nur als Geschichte, sondern als Bettgefährte. Da wird dann das kleine handliche Buch auf das Kissen gebettet und zugedeckt und wenn wir das nächste Mal ins Zimmer kommen, liegt sie damit im Arm da.
Ich jedenfalls wünsche mir mehr solcher Kinderbücher aus der Region. Von Leuten, die wirkliches Interesse am Leser haben, denn das ist hier auf jeden Fall gegeben Nicht nur einmal habe ich gelesen, dass das das Piepvögelchen fragt, wer Interesse an Ausmalbildern oder Sticker für die Privat-  oder Arbeitskinder hat. Natürlich ist so etwas nicht ganz uneigennützig, aber seien wir mal ehrlich, wann hat eine euch bekannte Kinderbuchautoren eine Lesung gehalten und danach ganz hinreißend mit den Kindern Bildern ausgemalt?!
Wer jetzt neugierig geworden ist und vielleicht auch selber ein Exemplar haben möchte, der kann dies unter www.Schlehdorn-Verlag.de ordern oder den Osterknaller via pv[ät]schlehdorn-verlag.de bestellen (Übrigens ein wundersüßes Ostergeschenk).
Und auch wenn ich immer noch auf eine wollige Schafsfreundin fürs Vögelchen hoffe, so weiß ich jetzt schon, dass es noch einige Piepvögelchen-Bücher ins schafsche zu Haus schaffen werden 😉

Wann???

Wann ist denn das passiert?! Das fragen wir uns in letzter Zeit immer öfter. Zum Beispiel letztens, als der Schatz vom einkaufen wieder kommt und neben dem Einkauf einen Kuschelpullover für den Prinzen im Beutel hat. Voller Stolz präsentiert er seine Beute und ein wenig tut er mir schon leid, als ich ihm nach einem Blick auf die Größe eröffne, dass das gute Stück viel zu groß ist. Inzwischen kann man aber solche Dinge nicht mehr ohne das Kind klären und so brauchten wir nicht lange zu warten, bis der Prinz beschließt, dass er den Pullover anprobieren möchte.
Die Eltern lassen sich breitschlagen und staunen nicht schlecht, als das Kind wie aus dem Ei gepellt dasteht. Wann, bitte sehr, ist der kleine Mann denn bitte so groß geworden? Der Schatz und ich sahen uns an und nachdem dann auch noch ein schlauer Spruch vom Kind kam, war die elterliche Rührung quasi perfekt.
Wenn es denn nur der Prinz wäre, aber nein, auch die Prinzessin ist diesbezüglich. Keinen Deut besser.
Madame steht nun kurz vor ihrem dritten Geburtstag und ohne unser zutun steht sie letztens mit einem Karton vor uns, dem man nur anhand des Schriftzuges entnehmen kann, was darin ist und verkündet selbstbewusst „Zu meinem Genurtstag wünsche ich mir auch eine Barbie“. Und während die Kundin neben uns fast umkommt vor lachen, fragen wir geplagten Eltern uns einfach nur, wer in drei Teufels Namen dem Kind erlaubt hat, jetzt schon so groß zu sein…
Den einen Tag scheint alles wie immer und auf einmal muss man sich mit volkommen neuen Dingen, Themen und Marotten arrangieren und möchte fast los flennen vor lauter Liebe, Gerührtheit und ein wenig auch vor Verzweiflung. Man ist doch eigentlich immer glücklich, oder auch stolz, über das, was der Nachwuchs schon kann. Doch muss ich ganz ehrlich sein, manchmal geht es sogar mir zu schnell…