SheepyWeekly [09/2014]

SheepyWeek: Nachdem die Woche ja ganz „wunderbar“ ausgeklungen war, hatte ich ein wenig die Hoffnung, dass es nun besser werden würde, immerhin stirbt die Hoffnung zuletzt (ich kann euch veraten, dass sie heute Mausetot ist). Am Montag wurde die Prinzessin von sehr hohem Fieber heimgesucht, was meinem Arbeitgeber eine Person weniger brachte, denn der Schatz befand sich zu dem Zeitpunkt bereits auf Arbeit (der Glückliche). Natürlich hatte die Kleine sich mit dem KoKa-Virus (Im Fachjargon KotzundKack- Virus) im Krannkenhaus angesteckt, dementsprechend war dann auch ihre Laune. Immerhin war mir am Abend ein wenig Entspannung vergönnt und ich konnte mein Ufo weiter bearbeiten, respektive den ersten Teil beenden.
Am Dienstag kam der Schatz mit einem vollbeladenen Auto von den Schwiegereltern zurück. Im Kofferraum befand sich ein Schwingstuhl für meine Handarbeitsecke mit Fußablage, den hatte Schwiegermuttern so arbeitsarm herumstehen und dachte sich, dass er hier mehr zu tun bekommen würde. Ein Lichtblick…
Der Mittwoch wurde von meinem Sohn mit den Worten „Mama es tut mir leid, ich hab in mein Bett gebrochen…“ und ganz weinerlichem Blick eingeläutet. Währnd ich dem Kind liebevoll die Bröckchen aus dem Haar wusch und der Schatz mit Teppichreiniger und anderen Mitteln versuchte die Matratze zu retten, war ich wirklich dankbar, dass ich zur Arbeit durfte. Hätte ich im Ansatz geahnt, was für  unnötige Dummheiten mich dort erwarten, ich wäre zu Hause geblieben und hätte den Prinzen mit Tee und Zwieback versorgt… Oder auch die ganze Wäsche plus Matratze gereingt… Mit der Hand, oder so…
Der Freitag war in so fern ganz witzig, als dass ich die Faschingseinkäufe für die Arbeit erledigen durfte und Massen an Schlabbergedöns im Auto herumfuhr. Am Abend hingegen, als ich bei den Kindern (der Große kampierte bei seiner Schwester im Besucherbett) das Nachtlicht ausmachen wollte, stieg mir ein scharfer Geruch in die Nase. Nun hatte die ganze Sache also den Darm erreicht und der Prinz durfte Nachts um 1:30h unter die Dusche, um die säuerliche Substanz vom Körper zu bekommen. Keine 4 Studen später dann noch einmal das selbe Spiel. Armes Kind… Wobei, ich glaube so viel Schoki und Zwieback hat er die letzten Jahre nicht bekommen 😉
Der Samstag war dann geprägt von Zwieback und TV gucken bei den Großeltern und Grillen in den ersten warmen Sonnenstrahlen für die gesunden Leute. Wobei ich die meiste Zeit mehr dahin döste und den meisten Gesprächen vor lauter Müdigkeit kaum folgen konnte.
Am Sonntag blieben wir dann alle zu Hause und entspannten. Vor allem, weil die Kinder Besuch hatten, über den sie sich so sehr freuten, dass Mama und Papa sehr uninteressant waren.
SheepyTop: Man muss sich ja immer vor Augen führen, dass es nicht 168 Stunden durchgängig nur schrecklich war, auch wenn sich die Wochen manchmal so anfühlen. Dennoch fällt es mir echt schwer, dem Ganzen etwas postives abzugewinnen. Mal sehen: Am Freitag ein klärender Kaffe… Ich glaube das war ein echtes Top… Ach und mal so nebenbei: Ich lieg heute in der Zeit ^.^
SheepyFlop: Arbeit, Gesundheit… *seufz* Hatte ich von meinem Beinahe-Unfall mit evt. Todesfolgen erzählt? Der Typ lebt nur noch, weil ich geistesgegenwärtig auf den begrünten Mittelstreifen gefahren bin…
Mäh der Woche: „Das ist doch noch viel zu groß!!!“ sagte ich und bekam Pippi in den Augen, als der Pullover dann wie angegossen am Kind saß. 

Wie es sein sollte und wie es war

Weihnachten steht vor der Tür und man arbeitet voller Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub hin. Alles soll gemütlich und besinnlich sein. Man möchte sich erholen, die Zeit mit den Kindern genießen und in einer perfekten Welt läuft irgendwie alles wie von selbst…
Direkt nach Weihnachten war uns dieses Jahr aber leider nicht, muss ich an dieser Stelle gestehen. Denn durch den bevorstehenden Umzug und die damit verbundenen Arbeiten, waren wir Erwachsene mit doofen Erwachsenendingen beschäftigt und haben vor lauter Arbeit und Bauarbeiten es nicht geschafft ein wenig Weihnachtsstimmung zu kreieren. Da waren die Adventskalender und der Kranz vermutlich nur ein schwacher Trost.
Zum Glück gibt es aber liebe Menschen, die unsere Kinder zum Plätzchen  backen einladen (dank an dieser Stelle an die Fischgroßeltern und Frau Dadedin).
Zwei Tage vor offiziellem Urlaubsbeginn musste ich dann schon zu Hause bleiben, da der  Prinz sich eine Mittelohrentzündung angelacht hatte. Alles Negative hat ja aber irgendwo auch seine guten Seiten und so packte ich dann einen Teil der Weinachtsdeko immerhin noch 5 Tage vor Heiligabend aus. Der Schatz lief dann auch sogleich in den Garten, wo er unter Einsatz seines Lebens das gefährliche Nadelgehölz ausbuddelte und in die Wohnung trug. Den spitzen Nadeln zum Trotz  schmückten wir es und so kam dann doch noch ein wenig Weihnachtsstimmung im Hause Schokoschaf auf.
Den Heiligabend genossen wir gemeinsam mit unseren Kindern bei den Schwiegereltern und ließen und am ersten Feiertag dann lecker im eigenen Ställchen vom schokoschafschen Papa mit Weihnachtsgans, Klößen und selbstgemachtem Rotkohl verwöhnen. Während der Prinz die Feiertage bereits wieder genesen war, fing, nun wie bereits berichtet, die Prinzessin zu kränkeln an.
Und kaum dass die Feiertage rum waren, hieß es wieder Baustelle, Umzugsvorbereitungen und (natürlich) Krankenpflege.
Nein, nein, so stellt man sich das nicht vor, wenn man an Weihnachtsurlaub denkt… Und während ich mich auf Arbeit ein klein wenig erholen darf, behütet der Schatz das noch immer kranke Kind (und den Bruder, da die Kita erst am Montag wieder öffnet) auf der Baustelle, da wir nun im Endspurt liegen und die Sache noch diesen Monat abgeschlossen sein soll. Lange genug haben wir ja jetzt auch warten müssen, doch dazu ein anderes Mal mehr…
Die Pause ist jetzt auch zu Ende und ich geh dann mal zurück zu den Kollegen, die sich mit unseren 7 Ferienkindern „rumärgern“.

Einsam…

… fühlt man sich, wenn der Gatte ab 19:30h auf der Arbeit ist und die Kinder ab 20:00h friedlich in ihren Betten schlummern.
Zumindest an einem Tag wie heute: Silvester.
Das der Mann heute arbeiten würde stand schon lange fest und war nicht sonderlich überraschend. Eher waren wir froh, dass der kleine Prinz seine Mittelohrentzündung bis Heiligabend in den Griff bekommen hatte. Als die Prinzessin dann allerdings am 25.12. gegen 17h einschlief und dan erst am nächsten Morgen um 9h wach wurde, da schwankte mir nichts Gutes. Und richtig, die darauf folgende Nacht verbrachte ich gemeinsam mit meiner rückwärts essenden Tochter, mit der ich dann am Sonntag im Krankenhaus saß, weil zum Fieber dann endlich auch noch ein Ausschlag hinzu kam.
Diagnose: Virus, aber keine klassische Kinderkrankheit. Immerhin, dachte ich. Gestern saßen wir dann beim Kinderarzt und sagten danach die Silvesterfeier bei einer Freundin ab. Die Prinzessin hat einen Virus (dessen Namen ich bereits wieder vergessen habe), der für Kleinkinder ansteckend ist. Ganz toll… Zum Glück besteht unser Freundeskreis zu 98% aus Kleinkindeltern…
Die Alternative sagte dann auch vorsichtshalber ab, wegen ihrem Schulkind und so Sitze ich jetzt hier. Wir haben mit Kindersekt so gegen 18h alle zusammen angestoßen, sind dann zu viert vor die Tür und haben das alte Jahr laut und bunt verabschiedet. Dann gab es klassische Pfannkuchen, wir haben den Schatz zur Arbeit geschickt und dann noch frisches Popcorn und warme Marshmellows mit Schokoüberzug genascht.
Tja und nun ist hier still…
Es war ein gutes Jahr, in dem wir viel erreicht haben, Hürden genommen und Gräben übersprungen haben. Es ist grandios, was sich alles verändert hat.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei all den tollen Menschen, die mich, und inzwischen uns, schon so lange unterstützten. Die immer für uns da sind und das einfach nur, weil sie uns mögen. Ohana... Eine ganz besondere Freundin hat mich mal darauf gebracht und ja, ich gebe ihr recht, es ist besser.

In diesem Sinne: Kommt gut rüber und genießt die Zeit in eurer Ohana. Ich tu das und wisst ihr was? So schlimm ist dieses Jahr das Silvester auch gar nicht mehr 😉

Bis nächstes Jahr ❤

Wenn…

… du morgens deine Kinder in die Kita bringst und bei der Verabschiedung einen dicken Kloß in deinem Hals hast, dann kann das zwei Ursachen haben: entweder dein Kind ist ganz neu in der Kita und weint Niagarafälle oder dein Kind fährt auf Gruppen Reise. Bei mir war es heute Letzteres. Der kleine Prinz seines Zeichens erst eine einzige Nacht von Mama getrennt in seinen 3,5 Lebensjahren, fährt heute mit der Kita fünf Gruppenfahrt.

Am Freitag werden wir ihn erst wiedersehen und mir blutet das Mutterherz. Viele Sorgen und Gedanken formieren sich in meinem Kopf zu einem riesigen Knäuel geballter Muttergefühle und lassen mich an der Idee ihn gegen zu lassen zweifeln. Nicht an den Erziehern, dem Konzept der Reise oder sonstigem zweifle ich ich, sondern an meinem Kind. Hatte ich schon erwähnt, dass er noch nie so lange ohne Mama war? Und wer soll ihn morgens wach und abends müde kuscheln? Das fordert er sich doch jeden Tag bei MIR ein…

Ihr seht schon, vermutlich wird das Kind massig Spaß haben, während Mama sich den Kopf zerbricht und vor schlechtem Gewissen nicht schlafen kann. Es wird schon alles gut gehen und wenn nicht, dann werden sich die Betreffenden schon bei mir melden. Deshalb erde ich allen, Sorgen zum Trotz, nicht die Handynummer anrufen und fragen, ob alles okay ist…

Wünscht mir Glück *schluchz*

SheepyWeekly [16/2013]

WeeklyMäh: Die Woche war ganz schrecklich grausam gewesen, zumindest habe ich sie so empfunden. Und das, obwohl ich mehr Freizeit hatte als in den vergangenen 6 Wochen zusammen.
Ich hatte Spätdienst, was im Klartext bedeutete, dass ich um 9:30h in der Schule sein musste und somit relativ viel Zeit zum Frühstücken mit den Kindern hatte ♥  Das war dann aber auch das letzte Mal, dass ich die Kinder an diesem Tag gesehen hatte, denn als ich nach Hause kam, lagen sie bereits schlummernd im Bett, ebenso der Vater, der am nächsten Tag um 5h das Haus verlassen musste.
Noch Fragen?! Dafür kamen mir zwei Frühstücksessions mit einer lieben Freundin und ein Shoppingerlebnis ohne Gleichen zu Gute.
Gestern war ich dann mit meiner Familie in der Berliner Philharmonie, wo wir bei einem Familienkonzert waren. Sehr zu empfehlen, auch für jüngere Kinder!
Heute warte ich noch den Mittagsschlaf der Kids ab und dann geht es auf zum Mittelalterspektakel (meinem zweiten in diesem Jahr 😉 ).
Top: Frühstück mit der lieben Freundin, Kaffee bei der Tante, Shopping, Zeit um den Kopf frei zu bekommen, kurzes Wiedersehen mit der Musikgruppe ^^
Flop: mangelnder Kontakt zu den Kindern, einige viele Menschen
Mäh der Woche: „Aaaaaaaaaaaaaaaaaah…es leeeeeeeeeeeebt *liebliebeliebe*“ Der erste Satz aus einer Antwortmail, das vertreibt die dunklen Wolken. ♥

 

Ende einer Ära

So ziemlich genau vor vier Jahren eröffnete ich meinem damaligen Chef die Schwangerschaft mit dem Prinzen und bekam sofort, nach einer amtsärztlichen Untersuchung, ein Arbeitsverbot.

Die erste Woche war es noch ganz nett, nicht arbeiten müssen und trotzdem wissen, dass man sein Gehalt weiter bekommt. Doch schon in der zweiten Woche wurde es langweilig und ich wünschte mir, wie andere auch, bis zum Mutterschutz arbeiten zu dürfen.

Nach der Geburt nahm ich mir zwei Jahre Elternzeit für meinen Prinzen, einfach, weil ich der Meinung bin, dass die ersten Jahre überaus wichtig sind und ich nicht zu jenen Müttern gehören wollte, die ihr Kind aus der Kita abholen und dann von der Erzieherin zu hören bekommen, was der kleine Mensch denn heute zum ersten Mal gemacht hat.

Ich wollte die Person sein, die seinen ersten Schritt sieht, das erste Wort hört, das erste Aua weg pustet… Außerdem kenne ich die ein oder andere Einrichtung und deren Arbeit und wollte einfach, dass mein Kind sich mir verständlich machen kann, wenn in der Kita etwas nicht so läuft.

Und als ich dann dachte, die Elternzeit sei so gut wie geschafft, kündigte sich auch schon die Prinzessin an. Und auch wenn ich mir von den ein oder anderen Leuten Namen wie “Glucke”, “Muttertier” und sonstiges anhören durfte, bekam auch die Kleine ihre zwei Jahre Qualitätszeit. Mal davon abgesehen, dass sie sich diese ohnehin zum Teil mit ihrem Bruder teilen musste, denke ich dennoch, dass sie es genossen hat. Gerade die Zeit mit ihrem Bruder genießt sie ohnehin viel mehr, als Mama und Papa

Trotzdem bin ich froh, meinen Kindern die Zeit gegeben zu haben. Ich werde nie erfahren, wie sie geworden wären, wenn ich jeweils “nur” ein Jahr Elternzeit genommen hätte und doch denke ich, dass sie eben wegen dieser Zeit (in unseren Augen) so grandiose Persönlichkeiten sind…

Yeah

Die Kinder husten und schnaufen nun schon seit mehreren Tagen, gefühlten Monaten, um die Wette. Nun macht mich so etwas inzwischen noch nicht einmal mehr besorgt, denn ich kenne meinen Medizinschrank. Von Schnupfen bis Atemausetzer, ich bin auf wirklich alles, zumindest was die Atmung betrifft, vorbereitet.

Doch wenn die Symptome nicht binnen einer gewissen Zeit verschwinden, oder zumindest merklich besser werden, setze ich mich ins Behandlungszimmer. Ohne wenn und aber, denn sicher ist sicher.

Gestern war mal wieder so ein Tag. Keine 15 Minuten nach meiner SMS kam der Rückruf mit dem Termin für den selben Tag. Wunderbar, zumindest scheint das wieder zu klappen (wir erinnern uns).

Nach einer Untersuchung wie wir es gewohnt sind, nämlich Kind bezogen, professionell und liebevoll, besprach Herr Doktor die zu treffenden Maßnahmen und war quasi schon beim Verabschieden, als ich ihn mit den Worten “Ich wollte da noch einmal das leidige Thema Logopädie für meinen Sohn ansprechen?!” aufhielt. Ich war auf alles vorbereitet.

“Ach, Sie hatten die  Email geschrieben!?!” und dann ging es los.
Keine Ausrede, keine Schönungen, alles direkt und offen. Auf so etwas stehe ich.
Er entschuldigte sich aufrichtig bei uns, erklärte die Lage und wieso das alles so doof gelaufen war. Es klang alles plausibel, vollkommen nachvollziehbar und nicht nach “Das erzähle ich mal, um meine Ruhe zu haben” oder so.

Dann verabschiedete er sich und ließ uns mit unserer persönlichen Ansprechpartnerin zurück, die uns das weitere Vorgehen erklärte und die restlichen Details abklärte.
Diese da wären, das wir uns morgen Vormittag eine Verordnung abholen können, diese jedoch erst durch die Krankenkasse zugelassen werden muss. HURRA!

Diese wiederum ist ein wenig erstaunt gewesen, als ich da vorhin mit der Verordnung auftauchte. Die Krankenkassen halten sich aus solchen Dingen nämlich eigentlich ganz gerne raus, denn sie kennen den Patienten nicht und können demnach eigentlich nicht entscheiden, wem welche Verordnung zusteht und wem nicht.
Die nette Dame war auch sehr erstaunt darüber, dass die Krankenkasse komischerweise nichts von diesem Gesetz weiß. Als ich dann mein Halbwissen vortrug, nickte sie mit dem Kopf und sagte, dass es ein Unding sei, dass Kinder nun nicht richtig sprechen lernen dürfen, weil die Kinderärzte sich Gedanken um ihr Budget machen.
Ende vom Lied ist, dass sie die Verordnung in die Leistungsabteilung gefaxt hat und wir nun deren Entscheid abwarten müssen.

Und dann, als zweites kleines Highlight gestern, habe ich den Kitavertrag für die Prinzessin unterschrieben. Mitte nächsten Monat geht es mit der Eingewöhnung los.

Fazit: Ein bisschen suhlen und dann streitsüchtig sein bringt Erfolge (Auch ein Teilerfolg ist ein Erfolg ).

Nur eine Phase

Kinder sind etwas schönes. Keine Frage. Aber diese Phasen!!!

Zickig, trotzig, anhänglich… Jede Mutti die ich kenne, kennt diese Momente, in denen es nicht ganz so leicht ist, für das Verhalten seines Kindes Verständnis aufzubringen.

Nun bin ich in der glücklichen Situation, dass meine Kinder gerade einmal anderthalb Jahre auseinander sind und sich das Verhalten im groben und ganzen doch ähnelt. Dies hat nicht unbedingt etwas mit Erziehung zu tun, denn die Kinder meiner Freunde erziehe ich ja nun nicht mit So habe ich den Luxus, dass ich jeweilige Phase vor knappen 18 Monaten schon einmal durchlebt und vor allem überlebt habe.

Als Strategie habe ich mir ein Mantra zugelegt, was ich mir (und verzweifelnden Eltern) immer wieder vor sage “Es ist nur ein Phase. Es geht wieder vorbei. Denk an die schönen Momente.” Die ein oder andere verdreht schon ein wenig genervt die Augen und äfft mich sogar ein bisschen nach. Aber meistens hilft es doch.

“Ja, ja… Eine Phase… Ist die vorbei, folgt die nächste auf dem Fuße. Welche kommt als nächstes?!” frustrierend, aber wahr. Haben wir die Trotzphase (die erste) überwunden, hängen sich die kleinen Menschen an einen dran und akzeptieren nur schwer die Existenz anderer Menschen, wollen von denen nichts wissen. Ist das überstanden, kommt die nächste und die nächste und die nächste…

Der ganz normale Lauf der Dinge. Und irgendwie überstehen wir sie, nicht zu Letzt, weil die schönen Momente überwiegen, nicht wahr?!

Logopädie? Nicht in Sicht…

Noch immer keine Logopädieverordnung für unseren Großen. Ich könnte im Kreis keutzen und bin mehr als abgefressen. Einfach auch, weil ich das Gefühl habe von der Arztpraxis veräppelt zu werden.

Nun schrieb ich dann am Freitag eine Mail in die Praxis mit der Bitte um Stellungnahme. Und weil ich in der Mail den ganzen Fall recht detailliert geschildert habe, habe ich heute einfach mal die Mail genommen, Namen geschwärzt und sie gepostet. Ich persönlich bin nämlich noch immer ganz schön sauer und enttäuscht…

“Sehr geehrtes Praxisteam,
eigentlich bin ich immer sehr zufrieden mit der Praxis gewesen und habe sie weiterempfohlen, wann immer ich mit anderen Eltern (Kita, Krabbelgruppen, Musikgruppen etc.) über dieses Thema gesprochen habe.
Seit ich in Ihrer Praxis bin, hat mein Sohn weitestgehend seine Angst vor Ärzten verloren und meine Tochter hat erst gar keine aufgebaut, was dem wunderbaren Ärzten und dem super Umgang, des gesamten Teams, mit meinen Kindern zu verdanken ist. Darüber freut man sich als Eltern sehr. Auch kann ich nicht behaupten, dass ich jemals lange auf einen Termin warten musste und in der Praxis selber musste ich selten länger als 15min warten (was ich als sehr positiv bewerte) bis ich ins Behandlungszimmer durfte.
Umso trauriger bin ich über die Situation, die sich in den letzten drei Wochen aufgebaut hat:
Meinem Sohn wurde von Frau Xy, aus der Sprachberatung XX, eine logopädische Therapie mit 30 Stunden angeraten, da er sehr schlecht spricht und inzwischen auch ein Störungsempfinden entwickelt hat. Zu dem ist es inzwischen schon so weit, dass er teilweise die Sprache ganz verweigert aus Angst und/oder Frustration. Das ist nicht besonders schön mit anzusehen und macht einen als Erwachsenen traurig beobachten zu müssen.
Die Verordnungsempfehlung der Frau Xy liegt Ihrer Praxis nun schon ewig vor. In der ersten Woche wurden mal locker 3 meiner SMSen an die Terminhandynummer ignoriert, als man mich dann doch zurück rief, bekam ich die Aussage, man würde den Doktor fragen und mich am selben Tag noch einmal anrufen. Das in der Praxis viel zu tun ist und man so etwas dann schon einmal vergisst kann ich verstehen, wenn man dann aber auch die nächsten Tage nicht angerufen wird und zwei weitere SMSen unbeantwortet bleiben, wird man langsam ungeduldig.
In der darauf folgenden Woche bekam ich nach zwei SMSen am Montag dann endlich einen Rückruf mit der Anweisung, wir müssten am Donnerstag noch einmal zu einem Hörtest in die Praxis, da angeblich keine aktuellen Tests vorliegen würden. Okay, immerhin eine Reaktion. Der Test verlief wohl nicht so, wie er sollte und man bat uns, zu einem HNO zu gehen und das Kind dort noch einmal testen zu lassen. Dies taten wir und bekamen als Diagnose: organisch sei alles in Ordnung. Zum bereits zweiten Mal, da wir das Kind im letzten November ja bereits schon einmal haben testen lassen!
Die dritte Woche begann und bei jeder Nachfrage, sei es persönlich bei Abgabe des Arztberichts vom HNO, sowie telefonisch, wurden wir hingehalten mit den Worten “Der Doktor schaut drauf und wir melden uns heute noch bei Ihnen!” NICHTS! Kein Anruf kein gar nichts.
Gestern, als ich dann vormittags wieder einmal eine SMS schickte, bekam ich wieder dieses Versprechen, morgens um 10h. Nachmittags um 17:30h hatte noch immer keiner angerufen und so packte mein Mann das Kind und fuhr bei Ihnen vorbei.
Der Doktor sei auf einer Fortbildung und niemand anders sei in der Praxis (einer Praxis mit DREI Kinderärzten!!!) fähig, mal eben in die Akte, auf die Arztberichte und die Verordnungsempfehlung zu gucken und diese auszustellen… Mein Mann hätte ja durchaus auch noch eine Stunde oder wie lange es eben gedauert hätte, gewartet. Statt dessen bekam er die Unterlagen mit nach Hause.
Nun MÜSSEN wir einen Praxiswechsel anstreben und uns eine neue Kinderarztpraxis suchen, damit mein Sohn eine Verordnung zur Logopädie bekommt?
Ich verstehe die Sache mit dem neuen Gesetz durchaus, auch, dass solche Verordnungen nicht wie Bonbons verteilt werden sollen und erst alles geprüft werden muss etc. Aber ganz im Ernst: wir fühlen uns einfach nur hingehalten und verarscht, denn seit mindestens anderthalb Wochen passiert gar nichts. Oder ist der einzige Herr Doktor, der über Logopädie entscheiden kann nun schon seit zwei Wochen auf Fortbildung? Und wenn ja: wieso wird uns das nicht so gesagt, sondern mit einer Hinhaltestrategie gearbeitet?!
Müssen wir jetzt warten, bis mein Sohn 16 Jahre alt ist, stottert und ein total eingeigeltes Leben führt, in der Hoffnung, dass wir DANN Logopädie bekommen?! Dazu bin ich nicht bereit!!!
Enttäuschte Grüße,
Mamaschaf”

Ärzte

Ich könnte schon wieder einmal im Kreis keutzen…

Morgen soll der Große seinen ersten Termin in der logopädischen Praxis haben, theoretisch. Praktisch gesehen ist es so, dass wir die Verordnung heute, nach dem Hörtest beim Kinderarzt, mitnehmen sollten. Der Hörtest verlief jedoch nicht wie erwartet. Leider. Vielmehr war es so wie bei der U7a, dass der Hörtest auf dem rechten Ohr nicht ganz so gut ausfiel. “Mit links kann er das Gras wachsen und die Schneeflocken fallen hören, mit dem rechten dann eher nicht!”

Ganz toll. Und so bekam ich statt der Verordnung für den Logopäden dann eine Überweisung für den HNO-Arzt. Darüber ärgerte ich mich nun doch, denn immerhin waren wir damals ja direkt zum HNO gegangen, nachdem man uns sagte, dass das rechte Ohr so schlechte Werte hat. Nun bin ich davon ausgegangen, dass der Arzt alles abgecheckt hat, so wie es in der Überweisung gestanden hat.  Deshalb fragte ich auch nicht weiter nach, als er uns die Entwarnung gab.

Heute erfuhr ich dann, dass er lediglich kontrolliert hat, ob sich Wasser hinter dem Trommelfell befunden hat. Woher sollte ich denn wissen, wie er welche Tests zu machen hat um die Dezibel zu ermitteln, die mein Sohn wahrnehmen kann?! Also sind wir morgen dann mal wieder bei einem HNO-Arzt und hoffen auf das Beste.

So lange die Sache mit der Hörfähigkeit nicht geklärt ist, bekommen wir nämlich auch nicht die Verordnung für die Logopädie, weil es ausgeschlossen ist, beides parallel laufen zu lassen… Und nun sitze ich hier, schon wieder, und darf mir Sorgen um die Prinzenohren machen.

Vorsichtshalber habe ich mich von der Schwester einweisen lassen, was für Tests gemacht werden müssen, um das zu erfahren, was wir wissen wollen/müssen.
Immer mal was Neues…