Entwarnung, oder so

Gestern waren wir nun endlich den Termin beim HNO-Arzt, um die Nulllinie von der letzten Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt abklären zu lassen.
Hat eigentlich ganz gut geklappt, denn nachdem der Arzt sich nach dem weiteren Verlauf der Sprache und dem sonstigen Befinden des Kindes erkundigt hatte (“Wow, er hat sich vorher die Akte angeschaut!” Dachte ich noch und war beeindruckt), schaute er sich die Prinzenohren genau an und gab Entwarnung. Alles in bester Ordnung und keine Probleme mit keinem seiner Ohren.
Da springt das Mutterherz vor Freude und kann wieder beruhigt schlafen.

Dann fiel mir ein, dass eine Bekannte letztens meinte, dass man mal die Polypen untersuchen lassen sollte, wenn das Kind oft krank wird, vor allem, wenn die Krankheiten über die Lunge bzw. Bronchien gehen.

Am Freitag waren wir eben wegen seiner anfälligen Lunge bei einem Kinderspezialisten. Dieser sagte uns, dass er eben sehr anfällig sei und sich dies verwachsen würde. Nichts desto trotz muss der kleine Mann nun mit einem Asthmaspray täglich inhalieren.

Der Arzt heute schaute sich die Polypen an und riet zu einer Entfernung dieser mit Terminvorschlag am 23. “Nein, nein!” schreit da das besorgte Mutterherz und bittet um Bedenkzeit. Und obwohl es offenbar kein großer Eingriff ist, zumindest hörte es sich so an, als der Doc mich über den Eingriff und die Risiken informierte, ist es doch immer noch ein Eingriff und der sollte wohl bedacht sein.

Nach dem HNO-Besuch fuhr ich also zum Kinderarzt, gab den Arztbrief ab und holte mir gleich einen Termin um mir eine zweit Meinung zu holen. Sollte der Kinderarzt auch sein Okay für den Eingriff geben, dürft ihr mich am Tag der OP nervlich irgendwo aufsammeln und zusammenpuzzeln

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Da machste was mit

Gestern war noch alles in bester Ordnung und heute morgen wurde der kleine Prinz heulend und schluchzend wach. Er kuschelte sich dann ein wenig mit seiner Schwester in die noch warme Decke auf der Couch und weinte leise vor sich hin. Um den Schmerz zu lokalisieren zeigte er immer in Richtung Ohr (allerdings das, was bei der Untersuchung gut abgeschnitten hatte) und ich kontaktierte sofort den Kinderarzt.Erst danach bemerkte ich, dass die Wange stark angeschwollen und sehr warm geworden war.

Binnen 10 Minuten waren beide Kinder inklusive Mama angezogen und saßen im Auto in Richtung Kinderarzt. Als wir die Praxis betraten, wurden wir gleich in das Behandlungszimmer weiter geleitet und hatten noch nicht einmal Gelegenheit, uns die Jacken aus zu ziehen. Lieber so, als müsste man ne Stunde lang warten…

Festgestellt wurde eine Sialadenitis, auf Deutsch eine Entzündung der Speicheldrüsen im Mund. Ganz toll… Zum Glück ist es nicht ansteckend, dafür aber sehr schmerzhaft. Deshalb hatte der kleine Mensch im Vorfeld auch schon mal einen Schmerzsaft bekommen. Das heißt im Klartext jetzt, dass er bis zum Verschwinden der Schwellung nicht in die Kita darf und ich hier ein kleines Energiebündel zu bändigen habe, denn bis auf die Schmerzen geht es ihm blendend…

Das absolute Highlight allerdings, ist die vom Arzt verordnete Behandlungsmethode: Bonbons lutschen. Dadurch wird die Speichelproduktion angeregt und die Entzündung sollte fix verschwinden… Dem kleinen Prinzen jedenfalls gefällt seine Medizin
Beweisen tut das Ganze mal wieder, dass er der Sohn seiner Mutter ist: Wenn es was besonderes zum krank werden gibt, dann bekommen wir es meistens

Arrogant?

Heute haben wir den dritten Geburtstag des kleinen Prinzen gefeiert. Da man im Regelfall so ungefähr weiß, wann das eigene Kind so ungefähr Geburtstag hat, kann man sogar schon super Vorsorgen und Geschenke kaufen, wenn es sie gerade im Angebot gibt. So haben wir das auch gemacht.

Vorhin durfte er dann seine Geschenke öffnen und freute sich tierisch über die vielen schönen Sachen. Natürlich musste alles ausprobiert und mit dem Großcousin bespielt werden. Auch das Ferngesteuerte Auto, logisch. Nachdem das in der Wohnung aber nicht so gut, weil die spießigen Eltern sich alles voller Möbel gestellt haben, gingen die Kinder auf den Spielplatz.
Nach noch nicht einmal 10 Minuten klingelte es an der Tür und vor mir stand ein weinendes Geburtstagskind und betröppelt dreinschauende Gäste. In der Hand hielt eines der Kinder das Auto und in der anderen einen Reifen. Mit Bruchstelle an der Achse.

So war das aber nicht gedacht, immerhin sollte der kleine Prinz ja Spaß haben mit seinem ersten ferngesteuerten Auto. Also packte ich Auto und Zubehör in den Karton und stiefelt in das Spielzeuggeschäft. Natürlich ohne Kassenbeleg, denn wie bereits erwähnt, hatten wir schon vor Ewigkeiten das Geschenk besorgt.

Die Dame an der Info wollte mir ohne Beleg nicht helfen und so ließ ich mir den Geschäftsführer kommen. Diesem erklärte ich, dass das Auto nachweislich (der Name des Geschäfts stand auf der Verpackung gedruckt) bei der Firma gekauft worden war und augenscheinlich noch nicht länger als 10 Minuten aus der Packung heraus ist. Überheblich schaute er mich an und fragte, was ich jetzt von ihm wolle. “Na ein neues Auto, was dachten Sie denn jetzt?” Selbstsicher auftreten, sonst klappt so etwas gar nicht, dass weiß ich aus Erfahrung.

Ich durfte durch den Laden gehen und mir ein Ersatzauto nehmen, während er schon mal alles fertig machte. Klappt doch, freute ich mich, schnappte mir einen Karton und ging zurück zur Information. Dort wurde ich noch einmal nach Hause geschickt, um meinen Personalausweis zu holen, dies sei Pflicht bei einem Umtausch ohne Beleg. Na wenn das alles ist, dachte ich, tänzelte nach Hause, schnappte mir den Perso und ging zurück.

Eine Angestellte nahm den Perso entgegen und richtete mir eine Nachricht ihres Chefs aus “Ich soll Ihnen von meinem Chef ausrichten, dass Ihre an den Tag gelegte Arroganz vollkommen deplaziert ist und es reine Kullanz meines Chefs ist, dass Sie sich ein neues Spielzeug nehmen durften. Normalerweise hätte er das gar nicht zu machen brauchen!”  Mir egal, ich nahm den neuen Karton und präsentierte ihn stolz dem kleinen Prinzen, der sich tierisch darüber freute. ♥

Vermutlich werde ich beim nächsten Vorfall Hausverbot bekommen, aber es gibt noch andere Möglichkeiten, um an Spielzeug zu kommen (und das sogar wesentlich günstiger als dort!). Und ich würde auch nicht behaupten, dass ich arrogant, sonder sehr selbstsicher aufgetreten bin. Höflich bin ich im großen und ganzen auch geblieben und bedankt habe ich mich am Ende auch. Also bitte…
Und wieso ist man gleich arrogant, wenn man weiß, was man möchte? Ich würde mich nicht als arroganten Menschen bezeichnen.Eher fand ich die Ansprache der Angestellten sehr unhöflich, auch wenn sie sie nur weitergeleitet hat.

Klar ist es nicht selbst verständlich, dass das Geschäft die beschädigte Ware zurück nimmt, trotzdem finde ich, dass es das bei so klaren Fällen sein sollte.

Vorsorgeuntersuchung

Sobald man Kinder hat, verbringt man ständig wertvolle Zeit bei irgendwelchen Ärzten und selbst wenn die Kinder gesund sind, ist man verpflichtet regelmäßig im Wartezimmer Platz zu nehmen. Ich kann von Glück reden, dass meine Kinderarztpraxis über ein tolles Team und einen wunderbaren Wartebereich verfügt. Meine Kinder sind eigentlich gerne dort und schon fast ein bisschen traurig, wenn wir wieder einmal nur 5 Minuten warten mussten.

Heute waren wir wieder dort gewesen. Der kleine Prinz hatte seine U7a und hatte sich wunderbar geschlagen. Er konnte die Farben richtig zuordnen, die Tiere richtig benennen, groß und klein sowie Junge und Mädchen unterscheiden. Das Türmchen hat er wunderbar gebaut und auch als er zwei Klötzchen abheben sollte, war das kein Problem. Emotionen von Bildern ablesen und benennen klappte toll und alles in allem war ich der Stolz in Person.

Das der kleine Prinz sprachlich noch nicht so der große Redner ist, dass wissen wir selber und sind deshalb auch schon in professionellen Händen. Aber alles noch nicht besorgniserregend, laut der Profis. Körperlich ist alles okay und so geht eben alles seine Wege.

Heute machte mir der Kinderarzt dann aber doch ein bisschen Angst, als er mir erklärte, dass mit dem linken Ohr alles Tippitoppi sei, ihm aber das rechte Ohr ein bisschen Sorgen bereiten würde.
Vor noch nicht einmal einem halben Jahr waren wir mit dem kleinen Mann bei einem HNO-Arzt gewesen, der sich auf Kinder spezialisiert hatte um Probleme mit dem Gehör ausschließen zu lassen. Und heute dann das.
Um mir ein bisschen die Angst zu nehmen, stellte der Kinderarzt die Möglichkeit in Aussicht, dass die momentane Erkältung ein Grund für die Nulllinie sein könnte.

Und nun sitze ich hier, einen Abend vor dem 3. Geburtstag meines Kindes, alles riecht hier nach Kuchen und ich kann nichts anderes, als mir Sorgen zu machen.
Vielleicht… Nein hoffentlich… Nein… Aber wenn…
Positiv denken: Die Ergebnisse waren nur wegen dem Schnupfen so schlecht und sollte es anders sein, kann ich mir immer noch den Kopf zerbrechen…

Gar nicht so einfach, so ein Mutterherz unter Kontrolle zu halten, wenn die Wörtchen “aber es könnte…” in Bezug auf das eigene Kind fallen.