Sommerurlaub

Um 4 Uhr aufstehen entspricht nicht gerade dem, was ich als angenehm empfinde, schon gar nicht, wenn ich aus unterschiedlichsten Gründen erst um 1 Uhr eingeschlafen bin. Und dennoch, wenn das Flugzeug um 6 Uhr in den Urlaub startet, dann muss man eben mal raus aus seiner Komfortzone. Glück sei Dank hatte der Schatz schon den Vorabend-Check-In gemacht, denn ansonsten wäre es für alle beteiligten noch stressiger gewesen. Und das nicht nur, weil das Gebäck dann auch noch hätte weggebracht werden müssen, sondern weil ich in Sachen Flugreisen ohnehin schon ein nervliches Wrack bin.

Immerzu habe ich Hummeln im Hintern und die Befürchtung, wir könnten nicht pünktlich an Board sein, uns fehlt eventuell irgendein wichtiges Dokument oder, oder, oder. Dementsprechend ist es der Familie am liebsten, wenn alles so früh wie möglich unter Dach und Fach ist und man mich nur noch ins Flugzeug setzen brauch. Dabei gilt es natürlich, mich so früh wie möglich zum Flughafen zu bekommen. Wäre es nach mir gegangen, wären wir schon um 4 Uhr zum Flughafen losgefahren, man weiß ja nicht, was für Widrigkeiten unterwegs auf uns warten. Zum Glück ist der Mann da eher der Entspannte und da er der Fahrer vom Flughafenshuttle ist, fährt die Familie erst los, wenn er das für richtig hält. Im Übrigen fällt jegliche Hektik und Panik von mir ab, wenn wir dann endlich im Abflugbereich sind.

Durch den frühen Abflug daheim und den späten Rückflug vor Ort hatten wir ganze 14 Tage Sonne, Pool und Meer.

Es war ein wunderschöner Familienurlaub in Bulgarien bei durchschnittlich 34°C (eigentlich schon fast zu viel für mich, aber dank Pool und Meer gerade noch erträglich). Wir hatten ein wirkliches tolles Familienapartment, mit allem was man zum schlafen,wach und sauber  werden so benötigt. Das Essen war immer lecker und Abwechslungsreich und auch für die Kinder war immer was passendes vorhanden (wenn auch unsere Kids sich vorlieblich von Pommes, Pizza und Eis an der Poolsnackbar ernährten). Das Animationsteam sowohl für die Erwachsenen, als auch für die Kinder, war immer lieb, freundlich und hilfsbereit. Unsere Kids haben den Kidsklub geliebt und so kamen der Schatz und ich in die Bredrouille, dass wir anfänglich so gar nicht wussten, was wir tun sollen, denn eigentlich war unser Tagesplan auf Kinderbespaßung ausgelegt. Naja, nach einem kleinen Spieleshopping war die Langeweile fix verschwunden und wir genossen die freien Stunden.
Natürlich mussten die Kinder dann aber doch das ein oder andere außerhalb des Hotels machen und hatten dann am Ende auch ihren Spaß, obwohl sie eigentlich keine Lust gehabt hatten. Auf dem Programm standen längere Spaziergänge, die man gut und gerne auch als kleine Naturwanderungen (immerhin immer gute 8km) bezeichnen könnte, Ausflüge in die nächste Stadt, eine Kinderpiratenbootsfahrt (mit Wasserschlacht, Schatzsuche und weiteren Minispielen), ein Delfinariumsbesuch (der erste und letzter dieser Art), Ponyreiten, Jahrmarkt, natürlich Strand, Wasserrutschenpark (mehrfach) und für die Mama eine kleine Shoppingtour, bei der die Kids dann doch wieder die Oberhand hatten

Und plötzlich war die Zeit um und während ich mich schon auf zu Hause freute, hätte meine Familie gut und gerne noch weitere zwei Wochen hinten dran hängen wollen.
Freitagnacht landeten wir wieder in Berlin- Schönefeld, und während meine Familie die sommerlichen Temperaturen noch für eine Woche auf dem Zeltplatz mit Kanufahrten und lieben Freunden genossen, unterschrieb ich am Montag meinen neuen Arbeitsvertrag und startete in einen neuen Arbeitsabschnitt. Diese Woche fuhr ich dann jeden Tag nach getaner Arbeit  noch für einige Stunden auf den Zeltplatz und genoss den Spaß der Kinder um dann alleine nach Hause zu fahren.

Honigsüß

honig Am Samstag sollte eigentlich der Honig geschleudert werden. Zum Glück weiß der „Bienenopa“, dass er sehr interessierte Enkelkinder hat und so verlegte er die Aktion kurzer Hand auf den Sonntag um.

Nach dem Frühstück und einem Spaziergang war es dann auch endlich so weit: die Rähmchen wurden fachmännisch aus dem Bienenstock geholt und zur Freude der Kinder in Richtung Honigschleuder gebracht. Voller Begeisterung und Neugierde beobachteten die Kinder ihren Opa dabei, wie er den Wachs von den Waben entfernte und durften die Rähmchen sogar in die Schleuder packen, wenden und herausholen. Dabei entstehen natürlich (gefühlte) 300 Kinderfragen, die aber geduldig und kindgerecht von der Lieblingsvera und dem Bienenopa beantwortet wurden.

Zum Glück war auf der Schleuder (Bild oben rechts) kein Deckel drauf, so dass die Zuschauer nicht nur dem gesprochenen Wort glauben mussten, sondern auch direkt sahen, wie die Fliehkraft den Honig aus den Waben direkt an die Trommelwände schleuderte (oder in Kindersprache: „Schau mal, jetzt regnet es Honig an die Wand, der rutscht dann nach unten auf den Boden.“). Noch toller als der Gewichtsvergleich von vollen und leeren Waben, war natürlich das Sieben im Anschluss an das Schleudern.

Die Mäuse durften, in Kooperation, den Eimer und das Sieb unter die Öffnung schieben, den Hahn öffnen und dann den Fluss (Bild unten rechts) bestaunen. Erstaunlich, welche Menge da aus den 6 Einheiten entstanden ist.

natürlich musste dann am Ende alles wieder gesäubert werden und so blieb es nicht aus, das die Kinder sich ganz selbstlos opferten um den Resthonig, der mit einem Löffel (in meiner Welt mehr eine Kelle) entnommen wurde, abzuschlecken. 😀
Wusstet ihr eigentlich, dass die männlichen Bienen, die man so gut wie nie zu Gesicht bekommt, weil sie hauptsächlich im Stock zu tun haben, gar keinen Stachel haben? Also ich wusste das bis gestern nicht, und ich weiß auch nicht, ob ich dem so bedenkenlos geglaubt hätte, wenn nicht die Kinder eine gute halbe Stunde das Tier in ihren Händen beobachtet hätten. Kinder haben es da meistens viel einfacher. *neid*

Nach dem selbstgemachten Eis und einem Besuch bei dem Hasennachbarn, haben wir uns dann noch einmal so ein Bienengewusel im Stock angeschaut. Die haben nämlich unter ihrem Deckel noch einmal so eine Plastikabdeckung und da kann man ganz fabelhaft das Gefläusche beobachten. Toll, wenn man dann noch einen Profi zur Seite hat, der einem erklären kann, wieso einige Bienen so groß (Drohnen) und andere so dunkel sind…

Mal davon abgesehen, dass die Kinder wieder in ihrem ökolgischem Gewissen gestärkt wurden, haben sie natürlich heute voller Stolz ihren selbstgemachten Honig zur Verkostung in die Kita mitgenommen. Und weil alles so schön einfach erklärt wurde, konnten sie sogar halbwegs genau (und mit einigen Fachwörtern gespickt) den anderen Kindern erklären, wo sie den nun ganz ohne Einkaufsladen herbekommen haben.

Der Bienenopa möchte hiermit übrigens noch einmal darauf hinweisen, dass er noch leckerschmecker „Robinienhonig“ und „Raps- mit Frühjahrsblütenhonig“ hat. Dieser kann gerne erworben werden.  😉

Waha…

Hatte ich nicht gerade erst geheult und gejammert, dass es nun so langsam in den Endspurt geht und ich noch vollkommen unvorbereitet bin? Nachdem wir heute bei der Schultauglichkeitsuntersuchung gewesen sind, steht nun also offiziell fest, dass der Prinz am 5.9. eingeschult werden darf. Hurra, wenigstens die Unsicherheit ist nun weg.

Voller Tatendrang machte ich mich nun auf die Suche nach DER Vorlage vor die Schultüte und bin echt glücklich darüber, dass er sich für ein solch leichtes Motiv entschieden hat. Nun weiß ich noch nicht so ganz, wie ich es umsetzen werde (also aus Moosgummi, Stoff, Papier oder oder oder), doch ich habe Ideen und bin frohen Mutes.

Heute Morgen erinnerte mich dann der Schatz daran, dass heute Elternabend in der Kita ist und ich die Wahl zwischen Elternabend- oder Zahnarztbesuch hätte.  Naja, um es kurz zu machen entschied ich mich für den Elternabend und musste voller Entsetzen feststellen, dass die Kinder ja bereits diesen (!!!) Monat auf Gruppenreise fahren.

Ich komme nun ein bisschen in Zugzwang, denn die Koffer müssen vorbereitet werden, Dinge (z.B. Schlafsäcke) gekauft werden und zwei selbst gebastelte Postkarten werden natürlich auch erwartet. Wenn ich daran denke, dass ich letztes Jahr schon gefühlte 3 Stunden für eine Krisukarte für den Prinzen und nochmal die selbe Zeit für eine Eulenkarte für Prinzessin gebraucht habe, dann wird mir ganz mulmig und ich denke schon wieder über einen, schon fast lieblos zu nennenden, Kartenkauf nach *seufz*

Vier Tage werden die Kinder diesmal auf selbstgebauten Heubetten auf einem Bauernhof in Brandenburg verbringen und obwohl es nicht die erste Kitareise für beide ist, weiß ich jetzt schon, dass mir in dieser Zeit mein Handy viel zu leise vorkommen wird und ich nichts tun werde, bei dem die Gefahr besteht das Handy nicht am Mann haben zu können.

Helikoptermuttiängste, eigentlich will ich ja nicht so sein, aber einmal im Jahr, wenn die Kids auf Gruppenfahrt gehen und ich ganz hilflos darauf vertrauen muss, dass alles gut, da werde ich ja wohl mal dürfen.

Oder? ODER?? ODER??????

Sie entschuldigen mich, ich muss weg.

Es geht los…

Heute hat sie also angefangen, diese neue Ära in unserem Elternleben. Der Prinz hatte heute seinen Kennenlerntag in der Grundschule, was heißt, dass wir offiziell in den Hort eingeladen wurden. Glück sei Dank gab mir mein Chef so kurzfristig den Vormittag frei (durch den Streik des gelben Mannes erreichte uns die Einladung erst letzten Mittwoch), so dass ich nicht dem Schatz das Feld überlassen musste.
Wie schon damals zum Kitaeintritt brauchte eher ich diesen sanften Beginn, wo hingegen das Kind von 0 auf 100 in zwei Stunden eingewöhnt war. Während dessen saß ich im Kitaflur und dachte mir, dass er wenigstens ein bisschen länger hätte brauchen dürfen.
Wie dem auch sei, heute durften wir dann also im Elterncafè einen Kaffee schlürfen, Kekse knabbern und schon mal ein bisschen die neuen Eltern und Erzieher beschnuppern, mit denen wir es dann ab Sommer zu tun bekommen würden. Bedingt durch die verspätete Zustellung waren wir dann (leider?!?) nur insgesamt 6 Eltern, während unsere 4 Kinder vom pädagogischen Personal kennen gelernt wurde.

Die Eltern wurden durch den gesamten Hortbereich geführt und durften den Erzieherinnen Löcher in die Bäuche fragen zu Räumlichkeiten, Personal, Konzept, Küche und eben alles, was einem als Eltern so wichtig erscheint, wenn man sein Kind notgedrungen fremden Institutionen überlässt.

„Ach ihre Frau ist Erzieherin!?“ ein Satz, denn man eigentlich nicht so weit am Anfang hören möchte, wenn es um die eigenen Kinder geht. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich habe immer das Gefühl, dass sich irgendwas sofort verändert in der Art, wie man mit umgeht. Entweder sollte ich dann schon alles wissen, oder ich werde kritisch beäugt als dürfe man nun nichts falsches mehr sagen. Nicht selten kommt auch dieser verschwörerische Blick, für was der sein soll, weiß ich allerdings nicht, immerhin bin ich eine jener Mütter, die ich nicht leiden kann, aber das weiß ja meist niemand 😉  Zum Glück kam diesmal nur kurzweiliges höfliches Interesse und dann war ich wieder einfach nur Mutter.

Alles in allem muss ich sagen, bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich heute erfahren haben. Die Schule hatte sich damals schon beim Tag der offenen Tür wunderbar präsentiert und auch heute haben wir den Eindruck gewonnen, dass unser Kind in besten Händen sein wird. Natürlich muss man nun die Zeit abwarten und sehen, was ich in einem Jahr zu motzen habe, doch irgendwas gibt es ja immer, was aus Elternsicht für das eigene Kind optimierbar wäre. *seufz*

Übermorgen geht es dann endlich zu dem lang erwarteten Schularzttermin, auf den sich Kind und Mutter (dank des Chefs darf ich auch an diesem Tag erst später auf Arbeit sein) schon seit November letzten Jahres freuen. Und auch nach dem dritten Anruf beim KJGD wurde die Dame nicht müde mich die aufgeregte Mutter am anderen Ende der Leitung zu beruhigen, dass mein ihr Kind nicht vergessen wurde und sicher im Mai eine Einladung postalisch eintrudeln würde. Nun also Mittwoch *mit dem Kind herumzappel*

Am 16.6. sehe ich mich dann mit dem ersten Grundschulelternabend konfrontiert, zu dem ich vollkommen unvorbereitet aufbrechen werde. Nichts werde ich wissen von all dem, was die/der zukünftige Klassenlehrer/in zu sagen haben wird. Naja, zumindest werde ich den Vortrag nicht halten und das Konzept der Schule ist ja eh ein ganz anderes und ich sollte mir auf meinen Notizblock Fragen notieren, die vollkommen unnötig und ätzend sind, damit ich nicht vergesse, dass ich NICHT  eine dieser Mütter sein möchte!

Ihr seht also, es geht genau heute los, der Übergang vom Kita- zum Schulkind, zumindest bei uns. Und nun, wo ich den Termin und die Uhrzeit für die Einschulung habe, muss ich auch langsam beginnen mit den Vorbereitungen der Schultüte, Planung der Feierlichkeit, Gästeliste, Kuchen…

Waha, ich habe absolut keine Zeit!!!

Ich muss weg!

*wild mit den Armen herum fuchtel und panisch durch die Bude renn*

Mein Mutterherz

Damals, als ich noch in einem Kindergarten gearbeitet habe, konnte ich absolut nicht verstehen, wieso die Mütter immer solch einen Wirbel um ihre Kids gemacht haben. Nein, warte mal, so ist das jetzt nicht richtig…
Ich habe nie verstehen können, wieso die Mütter ihre Kinder so betüdelten. Bis vor kurzem dachte ich, es läge daran, dass sie einfach zu bequem wären oder faul oder zu gestresst. Anders ist es nicht zu erklären, dass eine Mutter ihrem Kind in der Kita die Schuhe anzieht und die Schnürsenkel verschließt, obwohl ich ganz genau weiß, dass das Kind es schon ganz allein kann. Und natürlich kann sich eben dieses Kind auch im Kitaalltag ganz alleine die Jacke anziehen, den Rucksack anhängen und noch vieles, vieles mehr, was urplötzlich vergessen scheint, so bald die Mama (meist tauchte dieses Phänomen hauptsächlich in Verbindung mit den Müttern auf) durch die Eingangstür tritt um ihr Kind abzuholen.

Letzte Woche habe ich mich dann selber dabei ertappt, wie ich meinem großen Kind in der Kita ganz tuddelig die Schuhe anzog und seinen Rucksack vom Haken nahm. „Achso!“ dachte ich nur bei mir und musste lächeln.

Nein, ich bin nicht zu bequem, stehe unter Zeitdruck oder sonstiges. Und ja, THEORETISCH weiß ich, dass mein kleiner Prinz das sehr wohl auch alles alleine kann. Doch wie so oft im Leben ist es nicht ganz einfach Theorie und Praxis in Einklang miteinander zu bringen. Da sitzt nun dieser kleine Mensch vor einem auf der Bank und fragt dich, ob du ihm helfen kannst.
dein Mutterherz schaltet den Kopf aus und sieht nur diesen kleinen Menschen, der doch nun wirklich noch nicht so groß ist. Was sind schon 5 Jahre?! Und nun war er ja auch den ganzen Tag im Kindergarten und wird müde sein. Der soll bald in die Schule?!? Muss das sein? Der ist doch noch so winzig!!! Gerade gestern ist er erst geschlüpft und heute soll er so schwierige Sachen bewerkstelligen?

Gemessen an der Lebenserwartung und dem (angemessenen!!! ) Alter zum Zeitpunkt der Geschlechtsreife in unserem Fall also so ca. 55, ist er ja auch noch ein kleines hilfloses Baby! Eigentlich war ich bisher immer unendlich glücklich über alle Entwicklungsschritte, die meine Kinder hinter sich gebracht haben. Bedeutet dies doch, dass sie endlich groß sind und eigenständiger werden, was im Umkehrschluß ja auf lange Sicht weniger Arbeit für mich bedeutet.

Nun sind es nur noch wenige Wochen und dann beginnt eine neue Phase im Leben meines großen Kindes. Es macht mir Angst, denn auch für mich beginnt ein neuer Abschnitt als Mutter. Als das Kind damals in die Kita kam, haderte ich sehr mit dieser Entscheidung: würde alles gut gehen? Was wenn er sich nicht wohl fühlt? Ich habe relativ schnell gelernt, dass wir wirklich gute Erzieherinnen für unsere Kinder gefunden haben und dass alle Befürchtungen umsonst waren.

Jetzt kommen wieder genau diese Zweifel und Befürchtungen in mir hoch. Hinzu kommen natürlich noch die Sorgen um das Schulische und wie es ihm dabei ergehen wird. Es ist doch so wichtig, dass die Zwerge gerade in der ersten Zeit Spaß an der Schule haben…
Mein Mutterherz verkrampft sich ganz arg bei dem Gedanken an September und versucht dennoch, sich nichts anmerken zu lassen. Tapferes Mutterherz!!!
Ich mag gar nicht an das denken, was sich schon ab der 5 Klasse anbahnen mag…

Und auch wenn ich mich jetzt entlarvt habe und ganz genau weiß, dass dieses Mutterherz mir in die Quere schießt, so wird es trotz größter Bemühungen wohl doch noch oft dazu kommen, dass mein Sohn mein Baby ist.
Immerhin bleibt mir die Prinzessin noch gute zwei Jahre im Schoße der sicheren Kitaumgebung erhalten, was im Grunde nur bedeutet, dass sich das ganze Theater in zwei Jahren beginnt zu wiederholen *seufz*

Anders, aber besser

Damals hatte ich die Hoffnung, dass meine Kinder einmal Großeltern haben werden, die sich förmlich um sie reißen werden. Voller Freude sollten diese uns darum bitten, sich die Kinder für einen Ausflug, einen Spaziergang oder dergleichen ausleihen zu dürfen. In meiner Phantasie hatte ich am Wochenende einige Stunden für mich, weil meine Kinder, wie in anderen Familien üblich, Zeit mit den Großeltern verbringen würden und Erfahrungen sammeln könnten, die nur diese ihnen vermitteln können. Meine Kinder sollten Unterschiedliche Lebensmodelle kennen und auf verschiedene Erfahrungs- und Wissensschätze zurück greifen können.

Ich weiß genau, dass es solche Großeltern gibt, denn ich sehe sie bei Ausflügen. Voller stolz schieben sie den Kinderwagen, haben ihre Enkel an den Händen und erklären ihnen die Welt, kaufen im Kino Popcorn, holen und bringen die Kinder in den Kindergarten. Früher stubste ich meinen Mann in die Seite und fragte ihn, warum unsere vorhandenen Großeltern nicht so sind, wenn ich auf Arbeit von den Kollegen hörte, dass sie so gerne Enkel hätten, bot ich ihnen meine Kinder als Ersatz an und wenn Freundschaften von ihren tollen und hilfsbereiten Großeltern berichteten, fragte ich, ob man die mieten könne.

Es ist nicht so, dass unsere Großeltern gar kein Interesse an den Kids hätten. Aber man kann jetzt auch nicht behaupten, dass sie sich so verhalten, wie ich es mir irgendwann einmal ausgemalt habe. Die einen gehen (leider) noch voll arbeiten, haben also (noch *hüstel*) eine wirklich gute Ausrede, sind aber an Wochenenden und Feiertagen wirklich sehr vorbildlich 😉 Die anderen haben immer viel zu tun, springen auf Anfrage aber natürlich auch ein, wenn es sich einrichten lässt.

Dafür habe ich den Vorteil, dass ich mir meine Kinder allein verziehe und nicht ständig und immer zu konträr der Erziehung eines anderen arbeiten muss oder mich darüber gar ärgern muss, dass entgegen meiner Wünsche gehandelt wird. Das ist auch einiges Wert, wenn ich sehe, welchen Ärger da andere haben, weil sie beispielsweise etwas verbieten und dies dann trotzdem erlaubt wird.

Aber, und das ist fast das Wichtigste, wir haben Menschen um uns herum, die genau das tun, was ich mir für die Kids wünsche! Sie rufen an und fragen ob die Kleinen Lust auf nen Kinotag haben, gehen mit ihnen ins Kino, backen die tollsten Geburtstagstorten, erklären stundenlang die Natur oder Technik.
Ja, sie sind nicht unbedingt die Großeltern, aber in der Summe stellen sie ein riesiges Spektrum an Wissen, Interessen und Können zur Verfügung und mögen die Kinder.

Heute bin ich mir sicher: meine Kinder haben verdammtes Glück, dass sie nicht nur Großeltern haben!

♥Danke Leute♥

Danke für den Rat, behalt ihn!

Ich bin eine stolze Mutter und finde meine Kinder einfach phänomenal. Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht am liebsten laut losheulen möchte, weil sie mir mit irgendeiner Kleinigkeit den Tag versüßen. Nicht ein Tag vergeht, an dem ich versuche konsequent zu sein und es dann doch nicht 100% schaffe, weil sie einfach zu putzig sind. Und es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht doch die ein oder andere Kleinigkeit zu bemängeln habe.

Meine Kinder sind weit ab von „perfekt“ aber genau das macht sie für mich PERFEKT.

Wenn ich so zurück denke an die Anfänge meines Mutterdaseins, oh weh, was habe ich es mir zu Herzen genommen, wenn mir jemand sagte, dass meine Kinder verwöhnt wären. Ich müsse konsequenter sein, nicht so nachgiebig, mehr Härte an den Tag legen… Blablabla… Ich will nicht sagen, dass alle Ratschläge schlecht gewesen wären, oder sie aus Boshaftigkeit gemacht wurden (zumindest nicht alle), aber man hätte durchaus an der Präsentation etwas arbeiten können. Letztlich habe ich gut 98% ignoriert und jetzt haben wir den Salat.

Verwöhnt sind meine Kinder… Nichts werden sie mir danken… Noch kann ich alles retten… Also bei uns war das ja damals…
PAH! In letzter Zeit rege ich mich ständig über solche Sprüche auf, beiße mir auf die Zunge und mein einziges Statement dazu lautet „Wir versauen unsere Kinder so gut es geht allein und schieben es dann später auf die unfähigen Pädagogen!“.

Zwischendurch sitze ich dann Abends auf der Couch und denke über unsere Kinder nach. Über die ‚Hilfestellungen‘ der anderen und ob sie vielleicht doch recht haben mit dem, was sie sagen. Es nagt eben doch irgendwo. Heißt es nicht auch, Erzieherkinder wären die Schlimmsten? Habe ich das nicht auch oft genug selber festgestellt?!

Und dann fallen mir die Leute um uns herum ein, die uns fragen, ob sie die Kinder mal abholen können, weil sie einen neuen Kinderfilm haben und der mit Kindern viel netter anzusehen ist. Ob wir nicht über das Wochenende vorbei kommen wollen, man baut auch extra das Planschbecken auf. Die Eltern aus der Kita  nehmen unsere Kinder gerne mit zu Spielenachmittagen und Ausflüge  und im Elterncafè (ich möchte ja nicht angeben, aber so ist es nun mal) sind unsere Zwei die Stars.
Ein Satz reißt es aber jedes Mal sofort raus und zwar ist der von einer Freundin vor längerer Zeit gesagt worden und bedeutet mir heute, nach etwas über zwei Jahren noch immer sehr viel „Wir müssen uns Mandy warm halten, ich möchte, dass unsere Kinder mal genauso toll werden wie ihre!“ ♥

So schlimm können sie dann also doch nicht sein.
Es macht keinen Sinn sich den Kopf über die Erziehung anderer Kinder zu zerbrechen (es sei denn, man ist Erziehungswissenschaftler 😉 ), jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Eltern sind die Experten ihrer Kinder, ein schöner Satz aus meiner Ausbildung.  Und statt ungefragt blöde Ratschläge abzugeben, sollten einige Leute vielleicht lieber den Eltern zuhören, ihre Ideale ergründen, die Prioritäten erkennen, denn aus irgend einem Grund haben eben diese Leute mit den Eltern zu tun und sollten Unterstützung sein und nicht noch zusätzlicher Seelenbalast.

Danke fürs zuhören, nun ist auch mein Ärger wieder weg! ^.^

Groß

Eine neue und aufregende Zeit bricht an. Vor allem für den kleinen Prinzen, der eigentlich gar nicht mehr so klein ist, aber auch für mich, als absolutes Mutterschaf.

Gestern feierte er seinen 5ten Geburtstag. Naja, mag manch kinderloser Mensch jetzt denken, was ist daran schon besonders?! Doch wir Eltern wissen um die magische Kraft, die dieses Alter zu haben scheint.

Plötzlich sind aus den kleinen Kindergartenkindern richtig große Menschlein geworden, die plötzlich soviel können und noch viel mehr zu lernen bereit sind. Ach was sage ich bereit… BEGIERIG ist das viel treffendere Wort! Plötzlich vergeht kein Tag, an dem man sich nicht fragt, woher der Knirps das nun schon wieder weiß oder sich erstaunt die Frage stellt, wie das Kind auf diesen Gedanken kommt.

Wehmütig schaue ich auf mein großeskleines Kind, während er mir erklärt, dass nun schon bald seine ersten Milchzähne ausfallen werden. Einen Tag vor seinem Geburtstag musste ich in die zukünftige Grundschule, seine Geburtsurkunde vorlegen und Unterlagen ausfüllen, womit ich ganz offiziell den Countdown einschaltete. Nun sind es quasi nur noch Wochen, bis die Kindheit sich anfängt schleichend zu verabschieden, um mir dann so einen aufmüpfigen, anstrengenden, von Hormonen durcheinander gebrachten Teeny auf die Couch zu setzen.

Bis dahin sind es ja noch gefühlte Jahrhunderte, würde jetzt ein Nichteltern denken wollen, doch wir Mütter wissen es besser: War es nicht grad erst gestern, dass wir genau dieses tolle Kind im Krankenhaus das erste Mal im Arm hatten? War es nicht gerade gestern erst, dass wir stolz und übernächtigt den kleinen schlafenden Schatz im Kinderwagen vor uns herschoben? Und war es nicht auch erst gestern, dass man den ersten Brei von der Zimmertapete putzte?

Nun kann ich ja von Glück reden, dass ich zwei Kinder habe und mir die Prinzessin ja noch für ein Jahr länger im Kindergarten erhalten bleibt… Doch wenn ich sie mir so ansehe, frage ich mich, ob der Prinz auch schon so schnell so groß war. Und da haben wir den Nachteil, wenn die Kinder zu nah bei einander liegen, vom Alter her: Während man sich gestern noch gefreut hat, dass man so vieles in einem Schwupp durch hatte (Windeln, Brei…), so hat man heute das Gefühl, dass alles viel zu schnell geht.

Und da komme ich dann an den Punkt, wo ich beginne zu verstehen, warum viele Mütter sich noch ein weiteres Kind wünschen, wenn das erste/zweite/dritte… aus den Windeln ist/sind. Nicht das ich mir jetzt ein weiteres wünschen würde, dass auf gar keinen Fall, aber es keimt ein Funken Verständnis in mir auf.

Vielleicht verstehen Nichteltern ja was ich gerade durch mache, wenn sie an Tierbabys denken:
Man holt sie sich ins Haus, wenn sie noch ganz klein und tapsig sind und dann wird man eines Morgens wach und muss feststellen, dass das kleine Fellbündel plötzlich 30kg wiegt und einem den ganzen Platz im Bett wegnimmt und das, obwohl es gestern noch gar nicht groß genug war, um überhaupt allein bis aufs Bett zu kommen 😉

SheepyWeekly [23/2014]

SheepyWeek: Ich hatte es ja bereits „angedeutet“: es war eine schreckliche Woche für mich. Ich sehnte den Freitag so stark herbei, dass es ewig dauerte,  bis es tatsächlich so weit war. Wie damals, wenn man als Kind auf Weihnachten gewartet hat. Am schlimmsten war dann der Freitag selbst, an dem sich die Stunden wie Kaugummi zogen, bis ich endlich Feierabend machen konnte. 
Die Begrüßung fiel dann sehr… na sagen wir mal „ernüchternd“. Während die Prinzessin durchaus Freude zeigte und auf uns zustürmte, beschwerte sie sich im nächste Augenblick, dass sie keinen Snack für die Teeparty im Rucksack hatte. Der Prinz hingegen war sogar ein wenig enttäuscht,  dass wir schon so früh in der Kita waren und er keine Zeit mehr zum spielen mit seinen Kumpels hatte. Im nächsten Moment sprang er dann aber doch auf uns zu.
Wir warfen die Taschen ins Auto und fuhren direkt weiter nach Polen an die Ostsee. Qualitätswochenende mit der Familie 💕 Herrlich!!! So kann ich glücklich in die nächste Woche starten, die trotz der Kürze anstrengend zu werden verspricht (Sportfest, Hitze… ).
SheepyTop: Das ist ja diese Woche ohne Fragen der Freitag gewesen, an dem ich meine schmutzigen und durchaus wohlbehaltenen Kinder zurück bekommen habe.
SheepyFlop: Umbaustress auf Arbeit und im Prinzenzimmer.
Mäh der Woche: „Ich navigiere uns schon…“ und dann fuhren wir 50km Landstraße in die falsche Richtung. 😉   
Wollmasse: Hmm… Ich habe mich schon länger nicht mehr gewogen, aber den Gürtel musste ich um ein Loch weiter nach hinten verstellen.