Weg, einfach so…

Ich muss so irgendwas zwischen 8 Jahre und 10 Jahre gewesen sein, da habe ich dich kennen gelernt. Ich verbinde viele schöne Kindheitserinnerungen mit dir, denn an unterschiedlichen Orten meiner Kindheit habe ich dich zu unterschiedlichen Zeiten wieder getroffen und wir sind eine kleine Strecke gemeinsam gegangen. Damals warst du für mich die Erzieherin in unterschiedlichen Jugendeinrichtungen, mit der ich töpferte, batikte, Drachen baute, etwas spielte oder einfach nur quatschte.
Jahre sind ins Land gegangen und wir haben uns lange nicht mehr gesehen gehabt, als wir uns plötzlich wieder gegenüber standen. Ganz schnell hatte sich unser Verhältnis in ein freundschaftliches gewandelt.  Du hast meine Kinder kennen gelernt und warst eine Art Tante für sie. Mit dem kleinen Mann hast du dich hinter die Büsche gesetzt, ihm etwas von magischen Wesen erzählt und mit ihm zusammen einen verzauberten Traumfänger gebastelt, natürlich erst, nachdem ihr den Ast gefunden habt, der mit dem Kind sprach. Die Prinzessin trieb mich in den Wahnsinn, wenn sie ein Aua hatte und ich nicht in der Lage war, ihr deine Häschenpflaster zu machen. Du hast es geschafft, dass die Kinder sich fast gewünscht haben in eine Biene zu fassen, denn niemand konnte so schön trösten und Mäusepfötchen binden wie du. Du hast dich noch Jahre später über die Sprüche der Prinzessin amüsiert und uns eine spaßige Pubertät prophezeit, was wir dir mit einem „Wenn es so weit ist, zieht sie zu dir!“ quittierten. Und immer wenn der Prinz di etwas flüstern wollte, hast du ihn gefragt, ob er dir wieder ein Stück Wiener in den Gehörgang prusten will. Meine Kinder wussten genau, wie sie dich um den Finger wickeln konnten und du wusstest auch, dass sie es taten, aber ich durfte da nicht eingreifen in eure Nummer. Du hast nicht nur die Schultüten der Kinder gebastelt, nein du bist Wochen lang umher gerannt um die richtigen Materialien zu besorgen. An jeden einzelnen Geburtstag hast du gedacht und immer das richtige Geschenk für jeden von uns gefunden. Die gruseligsten Lagerfeuerlieder hast du gekannt und mit den  schönsten Geschichten aus längst vergangenen Tagen konntest du Groß und Klein alle fesseln.
Im strömenden Regen bei Blitz und Donner gab es fast nichts Schöneres, als mit dir auf dem Zeltplatz zu sitzen und Armbänder zu knüpfen, außer vielleicht bis spät in die Nacht Dippeltrippel zu spielen, bis wir alle Rußgeschwärzt um den Campingtisch saßen und selbst die Kinder wie besoffen lallten. Bis die Sonne wieder auf ging haben wir manchmal gesessen und mir tat so oft der Bauch weh vor lachen.
Ich dachte wir hätten noch so viel Zeit und es würde reichen, wenn ich mir alles später aufschreiben würde.

Und dann kam Corona und du riefst mich an, um mir zu sagen, dass die Ärzte etwas gefunden hätten. Allerdings kein Covid, sondern Krebs. Aber es sei wohl früh genug und die Behandlung würde sehr gut anschlagen. Viel zu selten kam ich dich in der Zeit besuchen, doch ich wollte dich nicht gefährden, hatte Angst, dass ich dich noch kränker machen könnte ohne es zu wollen. Auf Kur solltest du noch einmal fahren und dann dürftest du ins Hamburger Modell. Das hätte am 15.07. beginnen sollen. Doch auf Kur stellten die Ärzte einen dreifachen Bandscheibenvorfall fest und plötzlich ging es dir viel schlechter als vor der Chemo. Du konntest dich kaum noch bewegen, brauchtest einen Rolllator und irgendwie war alles blöd. An Arbeit war für dich erst einmal gar nicht mehr zu denken und obwohl du eigentlich genug mit dir zu tun gehabt hättest machtest du dir Sorgen um deine Schützlinge.
Vor zwei Wochen schrieb ich dir eine Nachricht, dass wir dich gerne mal wieder alle zusammen sehen wollen, einfach eine Tasse Tee trinken und quatschen, vielleicht zusammen etwas spielen? Wir vermissten dich so und die Kinder hatten dich seit Beginn deiner Krankheit nicht mehr gesehen. Am nächsten Tag riefst du mich an, ganz schwach und auch ein wenig undeutlich. Sagtest, dass du gestern ins Krankenhaus gekommen seist, wegen der Schmerzen und nun Morphium bekommen würdest. Alles sei doof und du hast Angst. Wir würden morgen sprechen. Oder Übermorgen. Du warst so müde…
Zehn Minuten, die jetzt in der Rückschau schon dein Abschied waren?! Dir war es wichtig, dass wir nochmal telefonieren.
Du wusstest es, oder?!

Gestern haben sie mich angerufen und gesagt, dass du am Samstag für immer  die Augen zu gemacht hast. Irgendwas von Trauerfeier und Beerdigung haben sie gesagt. Ich konnte nicht erfassen, was gemeint war, nur dass es dich hier nicht mehr gibt.
Ich bin gedanklich überfüllt mit Erinnerungen an dich, die mich alle weinen lassen. Ich bin dankbar, dass ich  dich kennen lernen durfte. Dass meine Kinder so eine tolle Frau kennen durften. Das du zeitweise ein Teil unseres Lebens warst. Ich bin dankbar für alles, was du mit uns geteilt hast.

Jedes Mal, wenn ich Lindgrün sehen werde, werde ich an dich denken. Vielleicht auch wieder schmunzeln, wenn ich die Zauberstöcke sehe. Aber gerade bin ich einfach traurig darüber, dass du viel zu früh gegangen bist.Du hast uns bereichert und tiefe Spuren hinterlassen. Danke!

Urlaub 2021 Part II – Der Aufenthalt

Nach unserer Ankunft entschieden wir uns dazu, als erstes die Nähere Umgebung kennen zu lernen, denn gesessen hatten wir nun in den letzten Stunden mehr als genug. Keine fünf Minuten zu Fuß war der erste von vielen Stränden. dieser war ein schmaler aber ausreichender Kiesstrand und da dieser direkt an einen Campingplatz anschloss, gab es eine kleine, aber sehr nützliche Infrastruktur mit Bäcker, Minimarkt, Gemüsehändler, Restaurant, Eisdiele, Tretbootverleih und Toiletten. Zusätzlich gab es im Wasser eine Art aufblasbarer Nina-Warrier-Parcours mit unterschiedlichen Hindernissen. Zwar musste man die Nutzung bezahlen, aber nun gut. Insgesamt entdeckten wir während unseres Aufenthalts drei dieser Wasserburgen und haben so um die 100€ – 120€ dort gelassen. *hust*

Unsere Ferienwohnung war wirklich niedlich und vollkommen ausreichend. Wir haben jeden Morgen auf dem Balkon gefrühstückt und dabei den Blick aufs Meer genossen. Der Prinz sagte am zweiten Morgen „Hach, immer noch schön!“ und schaute dabei aufs Meer. Dem kann ich nur zustimmen. Da mich der Mann ja irgendwie locken musste, hatte er mir im Vorfeld versprochen, dass wir jeden Tag essen gehen würden, damit man nicht den Ärger mit dem Abwasch und Einkauf immer hat (eines meiner Argumente, welches gegen Ferienwohnung sprach *lach*). Daran hat er sich auch wirklich gehalten. Jeden Tag haben wir uns ein anderes Restaurant gesucht und waren (bis auf einmal) auch immer sehr glücklich und satt. Und wer jetzt denkt, dass das bestimmt sehr teuer gewesen sein muss, dem kann ich nur sagen, dass wir bei den Lebensmittelpreisen vor Ort nicht erheblich günstiger weg gekommen wären.

Tatsächlich mussten wir natürlich doch insgesamt 3x einkaufen gehen, denn der mitgebrachte Belag fürs Frühstück konnte ja nicht ewig halten 😉 Und ehrlich gesagt war ich ein wenig geschockt. Ich hatte erwartet, dass wir einiges an regionalen Produkten kaufen würden, doch das meiste was ich sah waren importierte Markenprodukte mit wesentlich kleineren Füllmengen zu höheren Preisen als zu Hause. Naja, zumindest musste ich mir keine Gedanken darüber machen, dass ich eventuell ahnungslos irgend ein Produkt einpacke, was am Ende vielleicht nicht schmeckt (das meiste war sogar mit original deutscher Beschriftung). Da wir auf einer Insel gewesen sind, weiß ich natürlich nicht, ob es überall in Kroatien so ist, dort wo wir waren, war es eben so (in allen drei Supermarktketten, die wir ausprobierten).

Insgesamt muss ich sagen, war es der ruhigste Urlaub, den wir in den letzten 10 Jahren gemacht haben. Wir sind ein paar Mal in die Stadt geradelt, haben einen Bootsausflug rund um die Insel gemacht und ansonsten ein paar Strände ausprobiert. Nach einer Woche hatte der Prinz dann auch genug und sagte, dass wir jetzt ruhig wieder fahren könnten. So etwas ist bisher noch nie passiert. Selbst den verregneten Urlaub an der Ostsee im letzten Jahr wollten sie noch weiter und weiter verlängern. Wir haben die Vermutung, dass es daran gelegen haben könnte, dass es diesmal ein reiner Badeurlaub gewesen ist, was unsere Kids so nicht kennen. Normalerweise machen wir einige Ausflüge, haben ein Hotel mit Animation und Wasserrutschen, eine bunte Unterwasserwelt…
Um ehrlich zu sein war uns bei der Buchung nicht klar, dass es so ziemlich keine Freizeitmöglichkeiten geben würde. Unser großes Problem war, dass wir immer auf das Festland gemusst hätten, was alleine schon jedes Mal 40 Euro (Hin- und Rücktour mit der Fähre) plus dann, je nach Ziel, noch zwischen 4 und 6 Stunden Fahrzeit pro Richtung bedeutet hätte. Dazu wären dann noch die jeweiligen Eintrittsgelder und die Maut gekommen. Abgehalten hatte uns dann tatsächlich die zu befürchteten Fahrzeiten.

Unser Fazit: Wenn wir irgendwann mal so weit sind, dass wir ohne Kinder in den Urlaub fahren werden, dann können wir uns durchaus vorstellen, dass wir in einem muckeligen Wohnmobil für ein paar Wochen quer durch Kroatien tingeln, uns von Strand zu Strand chillen und die atemberaubende Natur, die niedlichen Ortschaften und das gute Essen genießen.
Mit den Kindern werden wir aber keinen reinen Strandurlaub mehr machen, geschweige denn auf einer Insel landen.

Und dann kam die Rückfahrt…

Selbstständigkeit ist näher als man denkt

Und plötzlich verabschiedete sich mein Knie von mir, genau einen Tag, nachdem ich wegen sporadischen Schmerzen im anderen Knie beim Arzt war. Naja, der Orthopäde diagnostizieret eine „Bursitis infrapatellaris“ und schrieb mich krank. Mal davon abgesehen, dass das echt fiese Schmerzen sind, war es mehr als lästig, dass ich weder besonders gut laufen, geschweige denn Auto fahren konnte. In den ersten zwei Tagen meiner Krankschrift war das auch kein großes Drama, denn mein Mann hatte frei und konnte das Elterntaxi spielen. Das ist nämlich der Nachteil, wenn deine Kinder nicht die Schule aus dem Einzugsgebiet besuchen: bis zu einem gewissen Grad muss das Bringen und Abholen durch einen Erwachsenen erfolgen und sei es nur, weil Mama es so will.

Am Abend saßen wir dann beim Abendbrot und ich überlegte mit meiner Familie, wie wir das am nächsten Tag machen würden, da der Mann Spätdienst hatte und die Kinder demnach nicht von ihm aus der Schule geholt werden konnten. Ich überlegte hin und her, wie ich den Arztbesuch um 11 Uhr und die unterschiedlichen Schulendzeiten der Kinder am besten verbinden könnte. Natürlich nicht besonders gekonnt, da die Zeiten wirklich weit auseinander lagen.
Mein Großer schaute mich an und schlug vor, dass er mit seiner kleinen Schwester nach dem Gitarrenunterricht mit dem Bus kommen könnte. Dann könnte ich mein Bein ausruhen und müsste nicht hin und her fahren. Keine ganz so schlechte Idee, wie wir zugeben mussten.
Gemeinsam besprachen wir, wo die Bushaltestelle ist, welcher Bus der Richtige ist, an was die Beiden alles denken müssten und wo sie aussteigen würden. Vollkommen selbstbewusst gaben die Beiden Antwort auf jede Frage und wirkten dabei so überzeugend, dass wir uns auf das Experiment einließen.

Dann war es also so weit. Der Große wurde mit einem Handy, den Fahrkarten, einem Notfall-Spickzettel und ganz viel Vertrauen ausgestattet und der GöGa fuhr sie zur Schule. Dabei interviewte er die Kids nochmal unauffällig und stellte ihre Fahrtauglichkeit fest.

„15:30 Uhr, der Gitarrenunterricht müsste zu Ende sein und wenn alles gut geht und die Kids nicht bummeln, könnten sie schon im nächsten Bus sitzen.“ So saß ich da, in Schuhen und mit dem Handy in der Hand, bereit mich in ein Taxi zu schwingen und meine verlorenen Kinder irgendwo einzusammeln, wo sie nicht hingehören. Es ist nicht so, dass man quasi darauf lauert, dass sie es nicht schaffen, eher ist es die Angst vor all den schlimmen Dingen, die passieren KÖNNTEN, die einen in die Klamotten zwingt.

Um 16:04 Uhr klingelte es dann an meiner Haustür und voll beladen mit Gitarre, Sportbeutel, Mappe und seiner Schwester (inklusive ihres Zubehörs) stand da mein Sohn. Beide stolz wie Bolle mindestens 10cm gewachsen und aufgeregt schnatternd. Alles war super gelaufen: sie hatten auf der Mittelinsel der großen Kreuzung auf die grüne Ampel gewartet, auf die Busnummer geachtet, ihre Fahrkarten abgestempelt, sich hingesetzt und ihre Sachen beisammen gehalten, damit nichts verloren geht.

Puh… Wie aufregend, vor allem als besorgte Mutter. Umso stolzer war ich natürlich auf meine beiden Superkids, und konnte es ihnen gar nicht oft genug sagen. Der Mann rollte nur mit den Augen (ja, sowas kann man am Telefon hören… als Frau!) und sagte, ich solle es nicht übertreiben. Als ich ihm dann allerdings noch einmal die Tatsachen vor Augen führte (unter anderem, dass die Kids die Strecke zuvor noch nicht einmal in Begleitung gefahren waren, geschweige denn schon jemals allein auch nur eine Station mit irgendeinem Bus allein gefahren sind) musste auch er zugeben, dass die Beiden das mehr als souverän gemeistert hatten.

Und *BÄHM* sind meine kleinen Menschen groß. Sie fuhren auch die darauf folgende Woche allein mit dem Bus nach Hause (die Mama war inzwischen recht relaxt). Sie bewegen sich seit dem auch sehr viel freier hier in der Gegend, gehen allein zu  unterschiedliche Geschäfte, auf den Spielplatz, zum Sport…
Und ich betrachte das Ganze vollkommen zerrissen: auf der einen Seite froh und glücklich über jeden neuen Schritt, den sie in ihrer Entwicklung hin zur Selbstständigkeit machen, auf der anderen Seiten immer wieder besorgt und „übermüttert“.

Hört das jemals auf?! *seufz*

Unser Weihnachten 2017

Vielleicht bin ich ja auch ein wenig festgefahren in meiner Vorstellung der Feierlichkeit und des Ablaufs, das gebe ich ja gerne zu. Zum Glück sind dem Schatz solche Dinge in der Regel egal und ich habe diesbezüglich freie Hand, so dass wir uns in den letzten 9 Jahren unsere eigenen Traditionen erschaffen haben.
Stressig und nervig wird es erst, wenn man aus dem kleinen Kreis der Familie hinaus tritt und ein bisschen größer denkt. Denn nicht jeder hat die selbe Vorstellung, geschweige denn Traditionen wie ich. Tendenziell finde ich das okay, allerdings bin ich der Meinung, dass man sich dem Gastgeber unterzuordnen hat. Will dieser also an Heiligabend beispielsweise eine Kürbissuppe (nicht das dem bei uns so wäre), so muss ich als Gast das hinnehmen. In der Regel taten unsere Lieblingsmenschen das bisher auch ohne Probleme. Bis zu dem einen Weihnachten, was zwar in meinen vier Wänden statt fand, aber dann so verschandelt wurde, dass von der Bescherung bis zum Essen gar nichts so war, wie ich es gewünscht habe und die Kinder es lieben. Es ging sogar so weit, dass die Gäste das eigene Traditionsessen mitbrachten (*schüttel*) und ich nach über 12 Stunden wirklich froh war, als diese das Haus verließen.
Klar hätte ich aufbegehren und mich wehren können. Natürlich hätte ich einen riesigen Streit provozieren können und einen Vortrag über Respekt und auch Anstand (*pff*) halten können. Doch wer tut das am Heiligabend schon gerne?!

Ich wollte das alles nicht mehr. Ewige Diskussionen um den Ort des Geschehens, das Weihnachtsmenü, geliebte Traditionen… Und dann dieser Stress, von dem man sich nur allzu leicht anstecken lässt. Überfüllte Geschäfte mit gereizten Kunden, verstopfte Straßen, aufgesetzte und künstliche Weihnachtsstimmung.  Ich hatte es sowas von satt. Erst recht nach eben diesem Weihnachten.

Also beschlossen wir nach besagten Weihnachten, dass wir im nächsten Jahr GANZ weit weg sein würden. Der Schatz setzte sich sogleich an den Rechner und suchte uns ein Urlaubsziel heraus.
Ägypten. Abflug am 24.12. um 6:10 Uhr Landung wieder in der Heimat am 31.12. um 18 Uhr.

Nun ist Ägypten nicht unbedingt das erste Land, an das man in Verbindung mit Weihnachten denkt. Wahrscheinlich eher das Letzte und genau deshalb erschien es mir perfekt.
So standen wir dann also morgens in unangemessener Frühe am Weihnachtsmorgen am Flughafen und checkten mit zwei weiteren meiner Herzmenschen nach Hurghada ein.
Während der Prinz seit Weihnachten 2016 des Geheimnis des Weihnachtsmannes kennt („Mama, ich weiß, dass ihr das immer alles besorgt, aber davon sagen wir der Prinzessin nichts, die darf weiter an den Weihnachtsmann glauben.“ *Herzschmelz*), glaubt die Prinzessin tatsächlich noch ganz fest an ihn und war schon ein bisschen sehr  ängstlich und fragte mit weinerlicher Stimme und Tränchen in den Augen, wie der Weihnachtsmann sie denn in Ägypten finden soll.
Kurz darauf kam ein Kollege vom Schatz um die Ecke und erklärte ihr, während er den Kids die Geschenke übergab, dass der Weihnachtsmann gerade gelandet wäre und ihm die Geschenke gegeben hat, da er schnell weiter musste. War das also auch abgehakt.

20171229_183352.jpgDie Ägypter hatten sich wirklich viel Mühe gegeben und wirklich so gut wie alles sehr 17-12-25-20-55-53-478_deco.jpgweihnachtlich dekoriert: Geschäfte, Autos, Hotels von innen und drum herum, sogar die Dromedare. Es dudelten immer leise im Hintergrund weihnachtliche Songs, wie man sie auch daheim hören würde und das Essen war fabelhaft. So kamen zwar bei knappen 25 Grad  unter Palmen, am Meer, keine Weihnachtsgefühle auf, aber wir kamen zur Ruhe, genossen die Gegend und vor allem die liebenswürdigen Menschen um uns herum und ließen es uns bei All- Inclusive so richtig gut gehen. Wir lernten die Ägypter ein wenig kennen und zumindest ich, verliebte mich in Land und Leute.

Eine Woche war ein bisschen kurz, wir und unsere Herzmenschen wären gerne noch ein bisschen länger geblieben, obwohl unser Hotel nicht gerade das modernste und chicste gewesen war. Da wir unsere Herzmenschen aber noch immer mögen und sie uns offenbar auch (dachte man noch im Flieger über den nächsten gemeinsamen Urlaub nach), bin ich fest der Überzeugung, dass das eine Liebe für immer ist.
Wir landeten pünktlich und ohne Probleme wieder in der Heimat, daheim bekamen die Kinder den Rest ihrer Geschenke (man kann ja nun nicht 6 Pakete mit in den Urlaub nehmen) und wir packten flux die paar Sachen aus, machten uns frisch und traffen uns dann mit anderen Herzmenschen um mit ihnen in das neue Jahr zu starten. Den Hund durften wir noch beim besten Papa der Welt lassen. Klasse. Wann hat man schon mal so ein entspanntes Jahresende?!

Und obwohl es alles so toll, erholsam, stressfrei und nett war, möchten die Kinder das  nächste Weihnachten wieder nach Schokoschafmanier feiern. Widerspruch zwecklos, schade.