Alles wird gut

Ich bin gestresst. Sehr.
Die letzten zwei Wochen haben mir ein wenig den Boden unter den Füßen genommen. Vielleicht lag es an dem Hundesitting und der damit verbundenen Mehrarbeit. Vielleicht aber auch, weil sich der Tagesablauf so radikal geändert hat und ich voller Angst und Anspannung dessen verharre, was da noch kommen möge.

Ich hasse es gestresst zu sein. Ich wäre lieber einer jener Mütter/ Frauen, die immer so ruhig und ausgeglichen wirken. Bei denen man immer das Gefühl hat, bei ihnen läuft alles von selbst und nichts kann sie aus der Ruhe bringen.

Wenn abends meine Mäuse im Bett sind und ich für mich den Tag reflektiere, habe ich das Gefühl den gesamten Tag permanent im Meckerton mit meinen Kindern kommuniziert habe. Ich versuche es ja wirklich, nicht ständig zu schimpfen, aber irgendwie… Vielleicht ist es ja auch nur eine Phase?!

Ich werde mir jetzt mal für die Woche vornehmen, alle Unklarheiten aus dem Weg zu schaffen und damit den Stresspegel auf ein Minimum zu reduzieren.
Schwierig wird es, die eine oder andere Sache zu klären, weil sie in den Händen andere liegen und von deren Wohlwollen abhängig sind.

Aber wisst ihr was tröstet? Die Gewissheit, dass auch jene Mütter/Frauen nicht immer ganz so gelassen und stressfrei sind, wie es scheint. Das weiß ich genau, denn ich beobachte sie in Krabbelgruppen oder privat im Café, wie sie versuchen ihren Stress zu vertuschen. Und ganz selten, wenn man genau hinsieht, dann kann man sie auch beim aus der Rolle fallen beobachten

Nu denn, dann werde ich mich jetzt mal an mein Diätessen machen und versuchen meine Stresskilos (andere rauchen, ich verfalle der Schokisucht) wieder in den Griff zu bekommen. 4 Wochen harte Arbeit in 2 Wochen vernichtet *krank*  Ist das nicht schrecklich?!

Logopädie? Nicht in Sicht…

Noch immer keine Logopädieverordnung für unseren Großen. Ich könnte im Kreis keutzen und bin mehr als abgefressen. Einfach auch, weil ich das Gefühl habe von der Arztpraxis veräppelt zu werden.

Nun schrieb ich dann am Freitag eine Mail in die Praxis mit der Bitte um Stellungnahme. Und weil ich in der Mail den ganzen Fall recht detailliert geschildert habe, habe ich heute einfach mal die Mail genommen, Namen geschwärzt und sie gepostet. Ich persönlich bin nämlich noch immer ganz schön sauer und enttäuscht…

“Sehr geehrtes Praxisteam,
eigentlich bin ich immer sehr zufrieden mit der Praxis gewesen und habe sie weiterempfohlen, wann immer ich mit anderen Eltern (Kita, Krabbelgruppen, Musikgruppen etc.) über dieses Thema gesprochen habe.
Seit ich in Ihrer Praxis bin, hat mein Sohn weitestgehend seine Angst vor Ärzten verloren und meine Tochter hat erst gar keine aufgebaut, was dem wunderbaren Ärzten und dem super Umgang, des gesamten Teams, mit meinen Kindern zu verdanken ist. Darüber freut man sich als Eltern sehr. Auch kann ich nicht behaupten, dass ich jemals lange auf einen Termin warten musste und in der Praxis selber musste ich selten länger als 15min warten (was ich als sehr positiv bewerte) bis ich ins Behandlungszimmer durfte.
Umso trauriger bin ich über die Situation, die sich in den letzten drei Wochen aufgebaut hat:
Meinem Sohn wurde von Frau Xy, aus der Sprachberatung XX, eine logopädische Therapie mit 30 Stunden angeraten, da er sehr schlecht spricht und inzwischen auch ein Störungsempfinden entwickelt hat. Zu dem ist es inzwischen schon so weit, dass er teilweise die Sprache ganz verweigert aus Angst und/oder Frustration. Das ist nicht besonders schön mit anzusehen und macht einen als Erwachsenen traurig beobachten zu müssen.
Die Verordnungsempfehlung der Frau Xy liegt Ihrer Praxis nun schon ewig vor. In der ersten Woche wurden mal locker 3 meiner SMSen an die Terminhandynummer ignoriert, als man mich dann doch zurück rief, bekam ich die Aussage, man würde den Doktor fragen und mich am selben Tag noch einmal anrufen. Das in der Praxis viel zu tun ist und man so etwas dann schon einmal vergisst kann ich verstehen, wenn man dann aber auch die nächsten Tage nicht angerufen wird und zwei weitere SMSen unbeantwortet bleiben, wird man langsam ungeduldig.
In der darauf folgenden Woche bekam ich nach zwei SMSen am Montag dann endlich einen Rückruf mit der Anweisung, wir müssten am Donnerstag noch einmal zu einem Hörtest in die Praxis, da angeblich keine aktuellen Tests vorliegen würden. Okay, immerhin eine Reaktion. Der Test verlief wohl nicht so, wie er sollte und man bat uns, zu einem HNO zu gehen und das Kind dort noch einmal testen zu lassen. Dies taten wir und bekamen als Diagnose: organisch sei alles in Ordnung. Zum bereits zweiten Mal, da wir das Kind im letzten November ja bereits schon einmal haben testen lassen!
Die dritte Woche begann und bei jeder Nachfrage, sei es persönlich bei Abgabe des Arztberichts vom HNO, sowie telefonisch, wurden wir hingehalten mit den Worten “Der Doktor schaut drauf und wir melden uns heute noch bei Ihnen!” NICHTS! Kein Anruf kein gar nichts.
Gestern, als ich dann vormittags wieder einmal eine SMS schickte, bekam ich wieder dieses Versprechen, morgens um 10h. Nachmittags um 17:30h hatte noch immer keiner angerufen und so packte mein Mann das Kind und fuhr bei Ihnen vorbei.
Der Doktor sei auf einer Fortbildung und niemand anders sei in der Praxis (einer Praxis mit DREI Kinderärzten!!!) fähig, mal eben in die Akte, auf die Arztberichte und die Verordnungsempfehlung zu gucken und diese auszustellen… Mein Mann hätte ja durchaus auch noch eine Stunde oder wie lange es eben gedauert hätte, gewartet. Statt dessen bekam er die Unterlagen mit nach Hause.
Nun MÜSSEN wir einen Praxiswechsel anstreben und uns eine neue Kinderarztpraxis suchen, damit mein Sohn eine Verordnung zur Logopädie bekommt?
Ich verstehe die Sache mit dem neuen Gesetz durchaus, auch, dass solche Verordnungen nicht wie Bonbons verteilt werden sollen und erst alles geprüft werden muss etc. Aber ganz im Ernst: wir fühlen uns einfach nur hingehalten und verarscht, denn seit mindestens anderthalb Wochen passiert gar nichts. Oder ist der einzige Herr Doktor, der über Logopädie entscheiden kann nun schon seit zwei Wochen auf Fortbildung? Und wenn ja: wieso wird uns das nicht so gesagt, sondern mit einer Hinhaltestrategie gearbeitet?!
Müssen wir jetzt warten, bis mein Sohn 16 Jahre alt ist, stottert und ein total eingeigeltes Leben führt, in der Hoffnung, dass wir DANN Logopädie bekommen?! Dazu bin ich nicht bereit!!!
Enttäuschte Grüße,
Mamaschaf”

Ärzte

Ich könnte schon wieder einmal im Kreis keutzen…

Morgen soll der Große seinen ersten Termin in der logopädischen Praxis haben, theoretisch. Praktisch gesehen ist es so, dass wir die Verordnung heute, nach dem Hörtest beim Kinderarzt, mitnehmen sollten. Der Hörtest verlief jedoch nicht wie erwartet. Leider. Vielmehr war es so wie bei der U7a, dass der Hörtest auf dem rechten Ohr nicht ganz so gut ausfiel. “Mit links kann er das Gras wachsen und die Schneeflocken fallen hören, mit dem rechten dann eher nicht!”

Ganz toll. Und so bekam ich statt der Verordnung für den Logopäden dann eine Überweisung für den HNO-Arzt. Darüber ärgerte ich mich nun doch, denn immerhin waren wir damals ja direkt zum HNO gegangen, nachdem man uns sagte, dass das rechte Ohr so schlechte Werte hat. Nun bin ich davon ausgegangen, dass der Arzt alles abgecheckt hat, so wie es in der Überweisung gestanden hat.  Deshalb fragte ich auch nicht weiter nach, als er uns die Entwarnung gab.

Heute erfuhr ich dann, dass er lediglich kontrolliert hat, ob sich Wasser hinter dem Trommelfell befunden hat. Woher sollte ich denn wissen, wie er welche Tests zu machen hat um die Dezibel zu ermitteln, die mein Sohn wahrnehmen kann?! Also sind wir morgen dann mal wieder bei einem HNO-Arzt und hoffen auf das Beste.

So lange die Sache mit der Hörfähigkeit nicht geklärt ist, bekommen wir nämlich auch nicht die Verordnung für die Logopädie, weil es ausgeschlossen ist, beides parallel laufen zu lassen… Und nun sitze ich hier, schon wieder, und darf mir Sorgen um die Prinzenohren machen.

Vorsichtshalber habe ich mich von der Schwester einweisen lassen, was für Tests gemacht werden müssen, um das zu erfahren, was wir wissen wollen/müssen.
Immer mal was Neues…

Feedback ist Feedback

Erinnert ihr euch noch an mein erstes Montags- Ufo? Es waren so ne Hauspuschen, die sich mein Wichtelkind gewünscht hat. Heute kam dann endlich das Päckchen bei ihr an und durch Zufall ging ich in das Forum, in dem das Wichtel stattgefunden hat und muss folgendes lesen:

“leider ist das süße nicht mein fall–ich mag kein aftereight–keine printen und auch kein schokolierten fondant–oder so ähnlich–und leider muss ich dazu sagen das die puschen unterschiedlich groß sind und auch viiiiiiiel zu klein–
trozdem vielen dank das du–mandy–eingesprungen bist
ach –und der aftereight-nikolaus sieht aus als wenn der mit der hand zerquetscht wurde–den geb ich gleich meinen Sohn–der mag aftereight–und mit den anderen sachen weiss ich nicht was ich damit machen soll–in unserer familie – mag keiner solche sachen–ich hatte zwar mal was in wichteldokument angegeben –aber is schon ok was ich bekommen hab auch wenn ich es nicht nutzen kann–danke nochmal an Mandy
ich möchte aber jetzt nicht als undankbar betitelt werden–aber das ersatz-Päck wurde –von meiner seite aus– nicht mit bedacht und liebe ausgewählt–sorry”

Okay. Es ist ein Statement, nicht wahr? Zwar kein positives, aber immerhin ist es eins. Ich gebe zu, ich musste kurz nach Luft schnappen und bin auch ein wenig enttäuscht, immerhin habe ich viel Zeit und Arbeit in die Häkelarbeit gesteckt. Und das die nicht passen, find ich sehr spannend, da die gute Frau Größe 37 angegeben hat und die fertigen Puschen sowohl meiner Nachbarin mit Größe 37, als auch ich mit Größe 42 hin eingepasst haben. Gehäkelte Sachen dehnen sich nämlich im Regelfall.

Das ihr die Süßigkeiten nicht zu sagen, naja, kann ja nicht den gesamten Geschmack der Weltbevölkerung kennen, dass ist okay, ich bekomm auch manchmal Sachen, die ich nicht mag (zum Beispiel Pralinen mit Alkoholfüllung *schüttel*). Trotzdem bedanke ich mich höflich und guck, dann später, ob jemand anders sie haben mag oder im äußerten Notfall fliegen sie dann auch mal in den Müll. Aber so öffentlich jemanden runter zu machen, weil es mir nicht gefällt, was ich von einem fremden Menschen geschenkt bekommen habe… Sehr unhöflich.

Nun wollte ich wenigstens etwas dazu gesagt haben und gab ihr folgende öffentliche Antwort:

“Liebe XYZ:Also: Als erstes tut es mir leid, dass dir das Päckchen nicht zugesagt hat. Ist ja nun einmal immer Geschmackssache, nicht wahr?! Das hat aber so gar nichts damit zu tun, dass ich lieblos zusammen geworfen habe, das möchte ich hier einmal ganz klar gesagt haben! Zu den Puschen: Ich habe sie in deiner angegebenen Größe gefertigt und sie haben sogar MIR gepasst, ich habe im übrigen 4 Nummern größer.
Ein Ersatzpäckchen war es auch nicht, denn du warst mir zugeteilt von Anfang an.
Und sowohl der Zustand, als auch die Verzögerte Zustellung liegt meines Erachtens bei der Post…
Entschuldigen tu ich mich dafür, das es nicht gefällt und ich es ein wenig zu knapp zur Post gebracht habe. Vielleicht auch noch, dass die Handarbeit nicht so perfekt geworden ist.
Versprechen tue ich, dass es meine letzte Teilnahme an einem Wichteln war.
Schöne Weihnachtszeit noch und einen guten Rutsch ins neue Jahr!”

Tja, so kann man es in einem öffentlichen Forum schreiben. Hier kann schreiben, dass ich ihr am liebsten geschrieben hätte, dass sie bei einem Betrag von max. 10€ (Porto inklusive!) präziser angeben hätte müssen, was sie gerne hätte, was auch in das finanzielle Fenster passt. Da nutzt es einem als Wichtelmama  nicht viel, wenn sie als Wunsch entweder Puschen oder eine Stricknadel in der  und der Stärke von der und der Firma für 9,80€ angibt. Und sorry, dass ich mich erdreistet habe auch noch Weihnachtsleckereien von Namenhaften Firmen mit rein zu packen. SORRY! Sie soll den Krempel zusammen packen und zurück schicken. Ich behalte die Puschen und den Süßkram teilen wir in der Familie auf. Dann freut sich zumindest jemand drüber und sie muss sich nicht mehr über das Geschenk einer Fremden ärgern…

*schimpfkreischkotzmeckeraufregheulfluch*

Feedback ist Feedback und ich kann daraus nur lernen. Nämlich: Keine Wichteleien mehr für Menschen, die ich nicht kenne…

Eingesperrt

Wenn ich die finanziellen Mittel hätte, ich würde unser derzeitiges Auto sofort veräußern und mir ein anderes kaufen Leider habe ich die Mittel nicht und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verkauf dies großartig ändern würde besteht zu… na sagen wir mal 0,5%

Eigentlich ist der Wagen okay, immerhin haben wir inzwischen auch schon so viel daran machen lassen, dass nur noch wenige Teile in Frage kommen, die sich die Werkstatt noch einmal von innen ansehen könnten. Aber gut, bei unserem Glück… Man möchte den Teufel ja nicht an die Wand malen.

Nun zu dem eigentlich Frustauslöser: Die Zentralverriegelung. Den Wagen selber hatten wir mit funktionierender ZV und Alarmanlage gekauft. Vom Vorbesitzer installiert, weil irgendeine Tür sich nicht abschließen ließ. Dann kam der Schatz mit seinem Bruder auf die “tolle” Idee, die Scheiben mit Tönungsfolie zu bearbeiten und dabei ist dann irgendwie, man weiß nicht genau wie, die ZV beschädigt worden.

Diese wurde dann irgendwann einmal repariert, jedoch nicht zu 100%, denn an der hinteren Tür hatte nur sporadisch Lust zum Arbeiten. Ja, Luxus, mag der ein oder andere sagen und ja, ich stimme zu, aber ganz ehrlich: wenn man zwei kleine Kinder hat, ist man froh, wenn man nur aufs Knöpfchen drücken muss und die Kinder ins Auto setzen kann.

Gestern hatte ich dann das große Glück einen kinderfreien Vormittag zu haben. Ich hatte mich mit zwei anderen Damen verabredet und wir wollten die Spandauer Stofflager unsicher machen. Also beschloss ich das große Kind mit dem Auto in die Kita zu fahren und dann direkt die erste Dame abzuholen.

Mit Müh und Not kamen der kleine Prinz und ich ins Auto, dann ging die Beifahrertür nicht mehr zu und nachdem ich dann die Scheiben frei hatte und die blöde Beifahrertür endlich wieder schloss, fuhr ich mit 10 Minuten hinter meinem Zeitplan los.

An der Kita angekommen wollte ich, wer hätte es erraten, aussteigen. Doch nichts da, denn die Tür verweigerte mir ihren Dienst. Okay, nicht besonders schön, aber es gibt so Dinge, an die gewöhnt man sich eben. Also krabbelte ich hinüber auf den Beifahrersitz und musste feststellen, dass auch diese Tür mich nicht freigeben wollte. Okaaaaaaaay… Nicht panisch werden, wir fahren ja einen 5türer, dachte ich mir und kletterte auf die Rückbank.

Natürlich sind dort die Kindersicherungen drin, so dass man von innen die Tür nicht öffnen kann. Macht ja theoretisch auch Sinn, zumindest wenn man zwei Kleinkinder auf der Rückbank sitzen hat. Also kurbelte ich das Fenster runter und griff nach draußen um die Tür so zu öffnen. Weder Beifahrer, noch hintere Tür ließ sich von außen öffnen. Ein klein wenig Panik stieg in mir auf, während ich ruhig und besonnen das Fenster hochkurbelte, zurück auf den Fahrersitz krabbelte und versuchte den Schatz anzurufen. Keiner zu Hause, Handy aus. Wunderbar, wie passend!

Ich ließ den Motor an, erklärte dem Kind, dass wir die Türen erst warm fahren mussten und drehte eine Runde durch den Kiez, bis der Wagen warm war. Erneuerter Versuch an den vorderen und hinteren Türen, kein Erfolg. Inzwischen saßen wir nun schon geschlagene 10 Minuten in diesem verdammten drecksscheißpisskack Auto. Und wie es dann natürlich auch immer so ist, es kam keine Sau vorbei. Einparken und noch einmal versuchen telefonisch Hilfe zu erlangen, so der Plan. Gelang, zumindest das einparken.

Dann endlich, nach 15 Minuten kam ein Herr an das benachbarte Auto fing an, es gemächlich frei zu fegen. Ich also zurück auf den Rücksitz (die elektrischen Fensterheber für vorne funktionierten noch immer nicht wieder) und bat lautstark quer durch die halbe Straße  den Herren um Hilfe.

Dieser kam und nach weiteren 5 Minuten mit hin und her, drücken, klopfen und rütteln, konnte ich die Füße auf die Straße setzen. Meine Hoffnung, dass die Kälte einfach nur die Gummies an das Auto gefroren haben könnte, machte er mir gleich zu madig. Toll…

Nachdem die Tür dann erst einmal offen war, ging sie erstaunlich gut auf und zu und so konnte ich den kleinen Mann zur Kita fahren und weiter zu meiner Verabredung. Die musste dann über den Fahrersitz einsteigen, da die anderen Türen partout nicht auf gehen wollten. Naja, zumindest bis wir am ersten Ziel waren, dann konnte sie auch wieder normal aussteigen.

Inzwischen funktionieren 4 von 5 Türen. Einzig die hintere Beifahrertür scheint nun gänzlich hinüber zu sein. Nicht schön, aber es könnte schlimmer sein ;;)

Und wartete…

Wer kennt das nicht: Der Handwerker oder Möbelbote meldet sich an und kann keine genaue Uhrzeit nennen. Irgendwann zwischen 14h und 18h ist da noch ein recht humaner Zeitraum. Ich hatte damals nach meinem Wasserschaden auch Wartezeiten zwischen 8h und 20h. Ausgesprochen unangenehm, aber nicht zu ändern im Regelfall. Man ist ja dann auch froh, wenn die Sache erledigt ist und nimmt die Wartezeit dann eben murrend in kauf.

Wir hatten letztens einen Termin mit einem Heizungsmonteur. Eine genaue Zeit konnte er uns nicht nennen, wollte den Termin aber lieber Mittwoch als Donnerstag. Ging bei uns zeitlich gar nicht und so eignete man sich auf Donnerstag zwischen 14h und 18h.

Als der Schatz von der Arbeit kam, packte ihn mal wieder die Unternehmungslust und so wollte er mit mir und den Kindern für ein paar Stunden raus. Ging ja aber nicht, wegen dem Termin und so ging der Schatz mit den Kindern allein an die frische Luft und ich wartete.

Und wartete. Und wartete. Und wartete. Und während der Schatz Spaß hatte, saß ich zu Hause und kam ein wenig meinen hausfraulichen Pflichten nach. Und wartete.
Um 19:30h lagen die Kinder im Bett und schliefen bereits, der Schatz hatte sich gerade an den Rechner gesetzt und ich wollte die Nadeln schwingen, als es an der Tür klopfte, der Hund vollkommen außer sich war und dadurch die Kinder weckte.

Es war der Handwerker, der folgerichtig feststellte, dass es nun schon ein wenig zu spät sei, um die Heizung zu demontieren. Zumindest anschauen wollte er sich den Ort des Geschehens schon einmal und machte dann einen Termin zum nächsten Morgen zwischen 8:30h und 9h aus. Im Hintergrund hörte man die aufgeschreckten Kinder weinen. Ganz toll!

Da sitzt man den ganzen Tag und wartet vergebens und dann kommt der Typ die Kinder wecken. Das wir im Zeitalter des Handys leben und wenigstens ein kurzer Anruf bei dem Kunden (also UNS) eigentlich zu erwarten gewesen wäre, erklärte ich ihm dann aber trotzdem noch einmal recht zickig. Und da war es mir auch sehr egal, dass er mir als Ausrede den vorherigen Kunden vorschob, der irgendwo im Nirgendwo wohnt und man ewig bis zum Auto brauch, wo das Telefon mit unserer Nummer lag. o.Ô

Sorry, aber was ist denn das bitte? Er war zu faul um zum Auto zu gehen um uns zu benachrichtigen und erwartet dafür noch Verständnis?  Eigentlich hätte ich ihm am liebsten in dem Moment gesagt, dass er den Termin vergessen soll. Es gibt genug andere Firmen… *seufz*  Aber gut, der Schatz wollte dieses regionale Einmannunternehmen unterstützen, dann möchte ich ihm da nicht zwischen funken… Trotzdem *grml*

Grr…

Worin ich ganz groß bin? Im Meinung vertreten, finde ich. Das war schon damals im Kleinkindalter so (Man erzählt sich, ich sei sehr bockig gewesen und wollte immer mit dem Kopf durch die Wand. Ich würde eher sagen, dass ich damals schon wusste was ich wollte und habe es einfach nur durchgesetzt ) und hat sich über die Jahre hin einfach nur ein wenig kultiviert.

Manchmal kann ich sogar recht professionell meinen Standpunkt vertreten, meist platzt es aber einfach aus mir heraus und ich nehm jede Debatte mit Feuereifer an. Feuereifer beinhaltet meist auch hitzig

Aus der Kindergruppe der Prinzessin habe ich mir dann heute nicht nur ein müde gespieltes Kind mit nach Hause genommen, sondern einen Namen mehr auf der Liste derer, die mich nicht ausstehen können.

Nun muss ich zu meiner Verteidigung sagen, betrifft das ganze eine Mutter, bei der es mir ohnehin schon immer recht schwer fällt, nicht permanent zu berichtigen oder zu belehren. Aber heute… Ich weiß nicht woran es gelegen hat, aber ich schieb es jetzt einfach mal auf meine unausgeglichene Persönlichkeit, resultierend aus dem Stress der letzten Woche.

Angefangen hatte alles mit einer Debatte darüber, ob ich mein Kind zurück haue, wenn es nach mir haut (bzw. beißen/kneifen etc) oder nicht. Hierbei vertrete ich ganz klar den Standpunkt, dass so etwas für mich  nicht in frage kommt, ganz einfach weil ich der Meinung bin, dass man Falsches nicht mit Falschem korrigieren kann und es Paradox ist zu sagen “Ich haue dich, weil man nicht hauen darf und du es getan hast!” Ich meine, ganz ehrlich, in welcher Welt macht denn das einen Sinn? In meiner jedenfalls nicht… Diesen Standpunkt teilten auch die anderen Anwesenden und nachdem ich dann auch noch ihre “tolle” Argumentation niedergewalzt hatte, war sie erst einmal still gewesen und schaute mcih böse an.

Es blieb eine Viertelstunde alles nett, bis dann die eine Mutter erzählte, dass sie eine Bekannte hätte, die vollkommen fertig und überfordert mit ihrem auffälligen Kind sei, sich aber aus Angst vor dem Jugendamt bzw. davor, dass die ihr die Kinder sofort wegnehmen würden, keine Hilfe suchen täte. Man sprach darüber, dass das ja gar nicht das Interesse des Jugendamtes sei und diese eher Hilfen für die Familien bereitstellen würden als die Kinder weg zu nehmen, schon alleine, weil so eine Pflegeunterkunft viel teurer ist, als eine Familienhilfe etc. Da kam dann wieder Mrs. IchweißallesundkennejedeLebenssituation ins Spiel mit einer Horrorgeschichte vom Jugendamt, die sich kein Drehbuchautor hätte schöner ausdenken können. Denn nur weil ihre Schwester wieder Arbeit hatte, kam das Jugendamt und wollte ihr die Kinder wegnehmen.

Tja, dann schaute ich sie böse an, erklärte ihr, dass da definitiv noch andere Aspekte vorhanden gewesen sein mussten, weil sonst alle Alleinerziehenden Mütter entweder Arbeits- oder Kinderlos wären und dass genau diese unqualifizierten Halbwahrheiten unsicheren Müttern Angst machen, sich Hilfe zu holen. Unterstützt wurde ich dabei von der Gruppenleiterin, welche schon des öfteren mit Familien und dem Jugendamt zusammen gearbeitet hat, sowie von einer Mutter, die ebenfalls nur gute Erfahrungen mit dem “bösen” Jugendamt gemacht hat.

Also manchmal würde ich gerne aus der Haut fahren.

Jetzt ist Schluß…

Also eigentlich bin ich ja doch  ein recht netter Mensch. Ich bin hilfsbereit, höflich, zuvorkommend… Ja doch, viele Menschen mögen mich. Aber ich bin auch recht ehrlich, stur, laut und direkt.

So wird mir nun schon seit ein paar Jahren vorgehalten, dass ich meine Meinung einer Verkäuferin kund getan habe und wenn ich unhöflich, dumme Menschen unterwegs auf ihr Fehlverhalten hinweise, darf ich mir anhören, dass man ein bisschen Angst vor mir hat, oder dass man nicht so gerne im Auto neben mir sitzen mag (weder als Fahrer, noch als Beifahrer). Wie oft wird sich aber daran erinnert, wie ich der älteren Dame geholfen habe, wildfremden Menschen Gefallen tue oder ähnliche Dinge? Nun ja, egal. Das ist der Preis, wenn man sagt was man denkt, sich für andere einsetzt oder der Gerechtigkeit ein wenig auf die Füße steigt Ich kann damit umgehen.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte, betrifft in diesem Fall meine von Anfang an ungeliebten Nachbarn von gegenüber. Schon als ich den ersten Tag hier in der Wohnung verbrachte, durfte ich feststellen, dass vom Balkon nebenan eine grüne Rauchwolke zu uns in die Wohnung schwabberte. Ganz toll, besonders wenn es Sommer ist und man mit seinem kleinen Kind im Planschbecken auf dem Balkon sitzt. Aber auch die normalen Rauchwolken, die mir permanent in die frische Wäsche geblasen werden, sind mir von Anbeginn an ein Dorn im Auge. Trotzdem war ich immer nett, habe mich nachbarschaftlich verhalten und mich nicht beschwert.

Dann fing mich der gekläffe des Köters (so ein Teppichfloh) zu nerven und noch dies und das.Trotzdem blieb ich höflich und beschwerte mich nicht, immerhin kann ich mir gut vorstellen, dass es nicht besonders fein ist, wenn zwei trotzige Kinder in der Wohnung nebenan leben und die Mutter nicht permanent daran ist, sie zum schweigen zu bringen.

Man kann ja nicht sagen, dass sie nur schlecht sind, immerhin leihen sie uns ab und an mal ein Ei oder Zucker, haben zur Geburt der Kleinen sogar eine kleine, niedliche Aufmerksamkeit vorbei gebracht und ja, eigentlich machen sie ja auch gar nichts schlimmes außer eben da zu sein…

Dann gab es einen ganz großen Knacks, als sie sich einmal in einen Streit vom Schatz und mir einmischten, indem sie klingelten und auf die Kinder hinwiesen. Ein anderes Mal bockte die Kleine im Hausflur, als ich sie in den Wagen setzte, wo dann die Tür aufgerissen wurde und man mich fragte, ob das sein müsse und ob das Kind nicht die Schnauze halten könne.

Als nun am Wochenende zum zweiten Mal etwas verschwand, was wir vor unserer Wohnungstür zwischengeparkt hatten, war mir klar, dass es nur einen Täter geben kann. Immerhin wohnte beim ersten Mal niemand anderes hier im Haus und der Briefträger wird Nachmittags nicht in allen Häusern seiner Route gucken gehen, ob da jemand was vor der Tür stehen hat, was er brauchen könnte.

Und nun ist meine Rachezeit gekommen, da ich nun die Informationen, die ich in den letzten 2,5 Jahren gesammelt habe, ausführlich den Behörden mitteilen werde. Das gibt Ärger, das kannste aber wissen…
Und zusätzlich hatte ich einen Zettel im Flur hängen, auf dem Stand “Wenn du Arschloch endlich arbeiten gehen würdest, bräuchteste du unsere Sachen nicht zu klauen. Die Sache liegt bei der Polizei.” Nach 10 Minuten war der Zettel weg und ich bilde mir ein, niemanden die Treppe hoch oder runter gehen gehört zu haben…

Ich bin gespannt, was die Behörden sagen/tun werden…