Hey

Ich liebe, liebe, liebe bunt. Je bunter desto toller und wenn es dann auch noch knallbunt ist, umso besser. ^.^
Da kommt mir der Momente Trend natürlich ganz gelegen und so kam ich nicht umhin, mich im Drogeriemarkt meines Vertrauens mit bunt einzudecken. Und was die nicht alles für tolle, knallige, bunte Farben hatten… *seufz*
Letzten Endes konnte ich mich dann (vorerst) für fünf Farben entscheiden, mit dem Wissen, dass der Schatz, welcher im Wartezimmer des Hausarztes dahin vegetierte, mir mit 99%iger Wahrscheinlichkeit einen Vogel attestieren würde. Doch das war mir egal und so landeten die kleinen Fläschenchen gute Laune im Einkaufswagen neben den Feuchttüchern und Kindershampoo.

Zu Hause angekommen verzog der Schatz sich zum Sterben ins Bett und ich verbrachte ganz leise Qualitätszeit mit meinen kleinen Lieblingen. Nach einer Stunde mit Mama spielen hatten die Beiden dann aber auch keine Lust mehr auf Qualitätszeit und spielten miteinander, wobei ich vollkommen unbeachtet blieb.

HURRA! Ich schnappte mir die Fläschchen und begann mit dem lackieren. Dies blieb wiederum nicht unbemerkt und meine Mäuse starrten ganz fasziniert auf meine Hände.  Am Ende leuchteten meine Nägel und die Augen der Kinder um die Wette. Und auch wenn ich nun weiß, dass Nägel lackieren mit kleinen Kindern echt anstrengend ist und nicht ohne übermalen von statten geht, so war es mir die Sache trotzdem wert.

Komisch angeschaut wurde ich untgerwegs dann auch von der ein oder anderen Dame mit professionellen Nagelstudiohänden. Aber was interessiert mich das? Meine Lieblingsfarbe ist knallbunt und ich bin stark genug um dazu zu stehen

Werbung

Erster Versuch

Damals, als ich in die 7. Klasse der Oberschule ging, hatte ich das erste Mal Kontakt mit einer Nähmaschine. Ein halbes Jahr lang versuchte eine Lehrerin unter Einsatz ihres Lebens uns pubertären Kids das Nähen auf steinzeitlichen Nähmaschinen bei zu bringen.

Zuerst sollten wir auf Papier “nähen” üben und irgendwelche aufgedruckten Spitzen, Zacken, Kreise und Kurven ausstechen. Ein bisschen wie bei den ersten Schreibübungen, nur eben mit der Nähmaschine. Total langweilig und eh man das mit dem Einfädeln und Unterfaden kapiert hatte, waren auch schon die ersten Nadeln abgebrochen und man musste wieder von vorne beginnen. Voll doof!

Dann durften wir eine kleine Kissenhülle (oder irgendwie so etwas in der Art) nähen und da war es dann auch um mich geschehen. Ich mochte alles. Schnittmuster und Stoffe vorbereiten, zuschneiden, abstecken, nähen… Herrlich. Es machte mir sogar so viel Spaß, dass ich am Ende des Kurses eine Nähmaschine von meiner Mutter geschenkt bekam.

Dann verlor sich diese Liebe irgendwo zwischen erstem Freund, Schule, ehrenamtlichen Tätigkeiten und Familienleben. Als ich ausgezogen war, stellte ich fest, dass die Maschine den Umzug nicht überstanden hatte und der damalige Partner hatte ohnehin nicht viel für meine “teuren” Hobbys übrig, musste mein hart verdientes Geld ja anderweitig (für sein Wohlergehen) eingesetzt werden.

Seit ich nun vor ein paar Jahren mein Leben noch einmal komplett neu gestartet hatte, hatte ich oft den Gedanken wieder einmal mit dem Nähen anzufangen, doch irgendwie kam immer irgend etwas dazwischen.

Dieses Jahr bekam ich dann von der lieben Sari zum Geburtstag einen niedlichen Schäfchenstoff, den ich nur noch mit meiner zwei Monate zuvor gekauften Nähmaschine bearbeiten musste. Tja, aber wie war das noch gleich mit Nahtzugabe, Unterfaden und überhaupt? Man will sich ja dann auch den Stoff nicht durch unqualifiziertes Handeln verhunsen, nicht wahr?! Aber vorerst rettete mcih ja noch die Ausrede, dass die Maschine bei einer Freundin zu Gast war.

Heute juckte es dann aber stärker denn je und ich traf mich mit der Freundin und sie führte mich zurück in die Welt der Nähte, Stoffe und Fäden. Etwas ganz einfaches sollte es für das erste Projekt sein und so entwarf sie mir einen Projektbeutel für meine Wollprojekte. Steckte mir den Stoff das erste Mal an, gab mir hilfreiche Tipps und dann war es wieder da, das alte Fieber.

Und somit präsentiere ich euch mein erstes Projekt für meine Projekte:

Wow…

Also eigentlich war ich heute ja “nur” beim Zahnarzt, während der Schatz sich mit der Prinzessin die Teddybärenausstellung anschaute. Als ich die beiden dann im Einkaufscenter abholen wollte, wurde ich erst ganz geschickt zum Elktrofachmarkt gelotst, wo ich mir unbedingt den vielleicht zukünftigen schafschen Wäschetrockner anschauen sollte und dann beim raus gehen bemerkte der Schatz, natürlich ganz zufällig, ein Frauenfitnesstudio. Mit Kinderbetreuung, wie er aus gefühlten 100 Metern Entfernung feststellte.

Nach dem das andere Studio, welches ich mir vor einiger Zeit angeschaut hatte, aus Kostengründen ausgeschieden war (ey sorry, aber so schön wie es da auch war, ich zahle keine 70€ im Monat, nur um mich zu quälen), hatte ich die Sache erst einmal vertagt. Bzw. wirklich vertagt ja auch nicht, vielmehr hatte ich beschlossen, die Sache durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung selber irgendwie in den Griff zu bekommen.

Aber gucken kostet ja erst einmal nichts und so lange ich meine Telefonnummer nicht hinterlasse, laufe ich auch nicht Gefahr noch nach zwei Wochen mit Anrufen drangsaliert zu werden. Also ging der Schatz wieder zu den Bären und ich in das Studio, wo man, oh welch Wunder, bereits auf mich wartete. Von wegen Zufällig im vorbei gehen entdeckt und so…
Eine sehr freundliche und höfliche Trainerin begrüßte mich, bot mir etwas zu trinken an und besprach mit mir erst einmal meine Wünsche, Vorstellungen und  bisherigen Erfahrungen. Dann zeigte sie mir das sehr, sehr, sehr schöne Studio, erklärte mir alles ganz genau und begeisterte mich von Minute zu Minute mehr.

Nachdem Rundgang und den Informationen, wie ich meine Wünsche (immerhin 30kg schwer) am effektivsten aber auch schonend erreichen könnte, ging es nun an den finanziellen Part. Wie ich so etwas hasse. Erst ist man total begeistert, hoch motiviert und muss dann “Nein, danke!” sagen… Aber, ich konnte es kaum glauben, ich war in einem erschwinglichen Studio gelandet. Und das trotz der Ausstattung, dem Angebot und dem Service.

Motiviert? Blödsinn… Vollkommen hin und weg bin ich und kann es kaum erwarten den Vertrag zu unterschreiben. Das muss dann aber doch noch bis morgen Mittag warten, wenn die Prinzessin und ich von unserem Meeting mit Sari zurückkommen und die Kleine ihren Mittagsschlaf hinter sich gebracht hat
Warum ich nicht gleich dort vor Ort unterschrieben habe? Ich bin kein Freund von überstürzten Verträgen und mag es absolut nicht, wenn mir etwas aufgeschwatzt wird, ohne dass ich darüber noch einmal in Ruhe nachdenken konnte. Und deshalb sind wir erst einmal nach Hause, haben darüber gesprochen und gemeinsam entschieden…

Aufgeregt…

… bin ich. Wegen dem neuen Blog.

Ist eben noch alles über die direkt WordPress-Seite gelaufen, lest ihr hier nun auf einer installierten Version. Der Unterschied ist einfach, dass der installierte Blog viel individueller gestaltet werden kann, als der vorgegebene. Wie habe ich es gerade dem Schatz erklärt? Würde man beides an Hand von einem Mittagessen vergleichen, so wäre der vorherige ein Fertiggericht, wo man nach belieben noch ein paar Zutaten hinzugibt und der jetzige wäre ein frisch zubereitetes Gericht.

Natürlich habe ich nciht alles selber gemacht, denn ich bin ja doch eher unbeholfen, was solche Dinge anbelangt. Deshalb hatte ich beim installieren Hilfe von einem lieben Freund (den ich auch verlinken würde, würde er nicht schon seit Jahren all seine Internetpräsenzen geheim halten ) und bei der Gestaltung und dem Suchen von “wichtigen” Plugins half mir die liebe Sari, die ich dieses Mal eigentlich raus lassen wollte, damit sie sich nciht wieder so viel Arbeit aufhalst…

Tja und nun seht her, dass ist daraus geworden. Meinen lieben Helfern aber verspreche ich hoch und heilig, dass ich mir ganz viel Mühe geben werde alles ganz schnell zu verstehen und selber zu bewältigen!

Wirklich… Versprochen! ♥