Wir schaffen das

Heute kam mein Großer nach der Schule zu mir und zeigte mir sein Elternheft. Mit gemischten Gefühlen nahm ich es entgegen, schaute mir meinen Sohn an und öffnete langsam das Heft. 

Im letzten Schuljahr bekamen wir jeden zweiten Tag  (gefühlt) das Elternheft und mussten Dinge lesen, die einen als normalen Mensch schon komisch gucken lässt, als liebende Mutter aber den blanken Hass hochsteigen lässt. Man(dy) war sich nicht sicher, ob die gute Frau, die da so negativ von diesem tollen Kind schreibt, überhaupt weiß, wessen Heft sie da beschriftet. Ich war irgendwann dann emotional schon so abgedrehten, dass ich nur schon beim aufklappen des Hefts  (wortwörtlich) rot sah und versprach, dass ich in gewissen Situationen nicht für die Funktionalität meiner Bremsen garantieren würde. 

Heute nahm ich also das neue Elternheft  (das alte habe ich voller Freude zerrissen und vor 3 Wochen entsorgt) in die Hand, auf das Schlimmste vorbereitet; schon tröstende Worte für meinen kleinen Schatz im Hinterkopf. 

Und dann sehe ich einen kleinen, einsamen Satz. Kurz und knapp, ein wenig unscheinbar zwischen den Mitteilungen über Hausaufgaben, die inzwischen recht ordentlich vom kleinen Mann eingetragen wurden und beginne zu weinen. 

Dieser Satz hat kein reißerisches Potential oder wird jemals in einem Geschichtsbuch erscheinen (naja, wer weiß was aus dem kleinen Mann mal wird 😉)  und doch… 

Dieser kleine Satz bezeugt den erfolgreichen Schulwechsel. Er beweist, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, dass wir richtig damit lagen nicht der Lehrerin zu glauben, sondern auf unser Gefühl und unserem Kind vertraut haben. 

An der an der alten Schule war er der Junge, der als LRS-Kind abgestempelt war und ständig aus dem Unterricht genommen wurde, weil er einfach nichts verstehen würde und deshalb der besonderen Aufmerksamkeit der Sonderpädagogin bedurfte. Heute war er der Junge, der von der strengsten Deutschlehrerin der Schule ein Lob ins Elternheft bekommen hat und sich inzwischen sehr gut in der Schule macht. 

Dieser kleine Kerl schaut mich stolz an, sieht meine Freudentränen, nimmt mich in den Arm, gibt mir einen Kuss auf den Hals und flüstert mir ins Ohr, dass ich nicht weinen muss, weil es ihm endlich gut in der Schule geht. 

Es gibt Lehrer die können Kindern das Leben zur Hölle machen, aber zum Glück gibt es auch die anderen und von denen gibt es zum Glück viel mehr, als es in Zeiten der Not scheinen mag. 

Der kleine, starke Mensch ist nun über den Berg und ich, ich bin langsam auf dem Weg zur Spitze. 

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Weihnachtsrückblick

Stellt euch vor, nein, ich habe nicht das Christkind gesehen. Aber ich habe eine EMail von unserem diesjährigen Weihnachtsmann bekommen.
Und das kam so:

In den vergangenen Jahren hatten wir so unsere liebe Not mit der Organisation eines Weihnachtsmannes. Mal machte es der Schwager, mal ein Kollege und ein anderes Mal dann der Mann von der lieben Dadedin, der für jemanden eingesprungen war, der kurzfristig absagte.
Das Problem an solchen Arrangements ist allerdings, dass diese auf Gegenseitigkeit beruhen und der Schatz zum einen für sowas nicht geschaffen ist zum anderen, dass man sich (und anderen) dadurch ein wenig den Tag zerreißt.

Dieses Jahr schaffte ich es dann doch tatsächlich fast rechtzeitig *räusper* (Ende November) in einer Agentur anzurufen (Angelas Engel- Agentur). Die Hoffnungen waren gering, dass wir so knapp vor kurz noch Glück haben würden einen Termin abzubekommen.
Am Telefon meldete sich eine Dame, ihre Stimme suggerierte mir sofort eine engelhafte Gestalt mit langem, blondem, lockigem Seidenhaar. Sie war (natürlich) super freundlich und so dermaßen in ihrer Rolle drin, dass ich einen Moment brauchte um zu verstehen, was sie mit der Frage „Wann und wo soll der Weihnachtmann denn mit seinen Rentieren landen?“ wissen wollte. Das ganze Gespräch über behielt sie diese Form der Gesprächsführung bei. Ich war am Ende so entspannt (die Dame kann bestimmt voll gut autogenes Training anleiten!) und begeistert, dass ich guter Dinge war.

Ein wenig  später kam dann die Buchungsbestätigung per Mail und auch diese war so süß… Ich glaube so oft und gerne habe ich noch nie irgendjemandem eine meiner Rechnungen gezeigt ^.^  Damit ihr auch mal hachzen könnt, hier ein kleiner Auszug: „… Sehr gerne bestätige ich Ihnen den Einflug der Weihnachtsmannes am… … der Preis für das Rentierfutter beträgt Xy Goldtaler…“ ist das nicht herzallerliebst?! ♥

Ein wenig hat man ja dann aber doch Angst, wenn man die Malheure anderer Familien mit gebuchten Weihnachtsmännern hört. Der eine spricht nur schlechtes „Türkendeutsch“, der nächste benutzt Schimpfwörter, ein anderer stinkt nach Alkohol und ist unmöglich gekleidet… Was würden wir bekommen? Wieso habe ich die erst beste Anzeige aus dem Kleinanzeigen-Ding genommen, ohne die Firma mal zu googeln? Mist, ich konnte nur abwarten und hoffen.

Dann kam der Anruf. Das Vorgespräch um genau Informationen zur Landung und über die Kinder auszutauschen. Er würde gerne mit der Familie ‚Oh Tannenbaum singen‘, wollte wissen, ob die Kids etwas vorbereitet hätten für ihn und ob wir Fotos machen wollen mit ihm zusammen.
Er hatte einen Akzent… „Ohoh…“ dachte ich im ersten Moment, immerhin muss man das ja den Kindern irgendwie verkaufen, wo die doch im TV und sonst überall nur die hochdeutsche Version zu sehen bekommen. Immerhin war er mega sympathisch, die Stimme wunderbar und irgendwie ist das ja schon mal die halbe Miete.

Den Kids erklärte ich dann, dass der Weihnachtsmann ja am liebsten auf englisch mit seinen Elfen und Wichteln spricht, weil die von überall herkommen und sich dann alle am besten verstehen. Das war vollkommen logisch für die Kids und die kleine nahm sich dann vor, während sie an der Weihnachtskarte für ihn bastelte, ihm ein Lied aus der Englisch-AG zu kredenzen.

Dann war es endlich so weit: Heiligabend und es klopfte an der Tür. Aufgeregt rannten die Kinder zur Tür Chrisrmasund kamen aufgedreht und -geregt zurück gerannt. Im Schlepptau einen wirklich prachtvollen Weihnachtsmann. Noch bevor er sich gesetzt hatte, hatten die Kinder ihm die Plätzchentüte mit der gebastelten Karte (und dem darin verbastelten Geld)  überreicht und lauschten dann ganz andächtig, was er zu sagen hatte. Es wurde gesungen, gelacht, gereimt und nach einer knappen halben Stunde war er dann wieder weg.

Und die Eltern waren begeistert und froh über einen solchen Glücksgriff! Das Kostüm war, wie man es wünscht, sehr plüschig und offensichtlich auch gut warm (naja, bei 15 Grad Außentemperatur wäre wohl auch so ein olles billig-Filzkostüm zu warm gewesen). Die Schuhe ordentlich weihnachtsmannstiefelig. Das goldene Buch richtig schön angealtert und sehr schlau. Aber am meisten hat uns der Mann selber begeistert. Er war so richtig schön herzlich im Umgang mit den Kindern, hat an der richtigen Stelle DAS perfekte Weihnachtsmannlachen gelacht und strahlte alles das aus, was man sich an Weihnachten so wünscht. Noch heute sprechen die Kinder davon, dass er sie in den Arm genommen hat zur Verabschiedung, dass sagt ja wohl alles, oder?!

Wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich mich gerne beschwere. Also an den richtigen Stellen. Aber ich kann auch loben (wobei ich da nicht weiß, ob ich das gut oder eher schlecht kann, aber ich versuche es 😉 Und genau das tat ich dann nach den Feiertagen auch per Mail an die Agentur. Ich bedankte mich und lobte alles, was uns gefallen hatte und der Bitte, genau diesen Mann nächstes Jahr wieder buchen zu können.

Und dann bekomme ich von unserem Weihnachtsmann eine Mail zurück, dass er sich sehr über das Lob gefreut hat. Und ein wenig erzählte er dann auch von sich:
Professioneller Schauspieler/Sänger aus NewYork, seit 2013 in Deutschland, mit einigen Drehs auch hier.
Aha, dass erklärt dann ja so einiges, und auch seine Vita (natürlich gleich im Netz gefunden) ist sehr interessant. ^.^ Hoffentlich entscheidet er sich auch in diesem Jahr wieder dazu, die Rolle des Weihnachtsmannes zu spielen, das Casting bei uns hätte er zumindest gleich schon mal im Sack! 😉

(Anfrage ob eine Verlinkung der Agentur erwünscht ist, ist raus und wird gegebenenfalls nachgelinkt ^^
EDIT: Die Agentur hat grünes Licht gegeben, der Link zur Agentur ist www.engel-in-berlin.de)

Honigsüß

honig Am Samstag sollte eigentlich der Honig geschleudert werden. Zum Glück weiß der „Bienenopa“, dass er sehr interessierte Enkelkinder hat und so verlegte er die Aktion kurzer Hand auf den Sonntag um.

Nach dem Frühstück und einem Spaziergang war es dann auch endlich so weit: die Rähmchen wurden fachmännisch aus dem Bienenstock geholt und zur Freude der Kinder in Richtung Honigschleuder gebracht. Voller Begeisterung und Neugierde beobachteten die Kinder ihren Opa dabei, wie er den Wachs von den Waben entfernte und durften die Rähmchen sogar in die Schleuder packen, wenden und herausholen. Dabei entstehen natürlich (gefühlte) 300 Kinderfragen, die aber geduldig und kindgerecht von der Lieblingsvera und dem Bienenopa beantwortet wurden.

Zum Glück war auf der Schleuder (Bild oben rechts) kein Deckel drauf, so dass die Zuschauer nicht nur dem gesprochenen Wort glauben mussten, sondern auch direkt sahen, wie die Fliehkraft den Honig aus den Waben direkt an die Trommelwände schleuderte (oder in Kindersprache: „Schau mal, jetzt regnet es Honig an die Wand, der rutscht dann nach unten auf den Boden.“). Noch toller als der Gewichtsvergleich von vollen und leeren Waben, war natürlich das Sieben im Anschluss an das Schleudern.

Die Mäuse durften, in Kooperation, den Eimer und das Sieb unter die Öffnung schieben, den Hahn öffnen und dann den Fluss (Bild unten rechts) bestaunen. Erstaunlich, welche Menge da aus den 6 Einheiten entstanden ist.

natürlich musste dann am Ende alles wieder gesäubert werden und so blieb es nicht aus, das die Kinder sich ganz selbstlos opferten um den Resthonig, der mit einem Löffel (in meiner Welt mehr eine Kelle) entnommen wurde, abzuschlecken. 😀
Wusstet ihr eigentlich, dass die männlichen Bienen, die man so gut wie nie zu Gesicht bekommt, weil sie hauptsächlich im Stock zu tun haben, gar keinen Stachel haben? Also ich wusste das bis gestern nicht, und ich weiß auch nicht, ob ich dem so bedenkenlos geglaubt hätte, wenn nicht die Kinder eine gute halbe Stunde das Tier in ihren Händen beobachtet hätten. Kinder haben es da meistens viel einfacher. *neid*

Nach dem selbstgemachten Eis und einem Besuch bei dem Hasennachbarn, haben wir uns dann noch einmal so ein Bienengewusel im Stock angeschaut. Die haben nämlich unter ihrem Deckel noch einmal so eine Plastikabdeckung und da kann man ganz fabelhaft das Gefläusche beobachten. Toll, wenn man dann noch einen Profi zur Seite hat, der einem erklären kann, wieso einige Bienen so groß (Drohnen) und andere so dunkel sind…

Mal davon abgesehen, dass die Kinder wieder in ihrem ökolgischem Gewissen gestärkt wurden, haben sie natürlich heute voller Stolz ihren selbstgemachten Honig zur Verkostung in die Kita mitgenommen. Und weil alles so schön einfach erklärt wurde, konnten sie sogar halbwegs genau (und mit einigen Fachwörtern gespickt) den anderen Kindern erklären, wo sie den nun ganz ohne Einkaufsladen herbekommen haben.

Der Bienenopa möchte hiermit übrigens noch einmal darauf hinweisen, dass er noch leckerschmecker „Robinienhonig“ und „Raps- mit Frühjahrsblütenhonig“ hat. Dieser kann gerne erworben werden.  😉

Namaste

Ich hatte ja schon davon erzählt, dass ich diese Woche an einer Fortbildung teilnehmen werde.
Heute hatte ich meine Prüfung und darf mich ganz offiziell nun „Entspannungspädagogin für Kinder“ nennen. Mal davon abgesehen, dass ich am Ende des Tages immer alles andere als entspannt war (kein Mensch möchte um diese Uhrzeit meine Strecke fahren müssen), wurde ich sehr positiv überrascht.

Wer mich kennt, weiß meine sportlichen Attribute mit 6 Worten zu beschreiben : Sportlich wie ein Kachelofen im Sommer!  Und damit komme ich mal mehr mal weniger gut klar. Ausrutscher in die Welt der Sportstudios oder gut gemeinte Animationsversuche von Freunden wurden nach wenigen Malen schnell vergessen. Sportsachen, die eventuell mahnend im Schrank liegen könnten wurden rituell verbrannt mit der Sporttasche in die dunkelste Kellerecke verbannt.

Und nun kam ich da am Montag also an. Eine Stunde Schritttempo (auf dem Motorrad) auf der Stadtautobahn lag hinter mir und dann eröffnete uns die Dozentin, dass wir uns an diesem und dem folgenden Tag mit Yoga befassen würden. Mein Schmerzgedächtnis sprang sofort an und schrie „Verschwinde, das wird wieder so eine TotAufMatteKurs!“ doch ich blieb tapfer dort.
Gelenkig wie ein Kleiderbügel (die aus Holz, nicht die Drahtdinger aus der Reinigung) machte ich die Übungen mit und versuchte nicht allzu viel zu gackern. Ich würde mich so gerne selber bei solchen Sachen sehen, aber die wissen bestimmt schon, warum die ohne Spiegelwand arbeiten.

Ach der zweite Tag stand unter dem Motto Yoga. Und was soll ich euch sagen? Es hat Spaß gemacht! Vielleicht, weil wir Kinderyoga gelernt haben und das voll meine Sportlerseele an gestupst hat. Ja, es scheint sie zu geben, aber sie ist ganz klein, wirkt zerbrechlich  und schüchtern. Man möchte sie am liebsten in den Arm nehmen und ihr versprechen, dass ihr nichts geschieht, wenn sie sich öfter blicken lässt. Nun ja, wie dem auch sei, ich bin nach diesen Erfahrungen durchaus bereit Kinderyoga mit Freude, Spaß und viel Selbstironie, anzuleiten.

Der dritte Tag befasste sich dann mit dem Autogenen Training bei Kindern. Fluchtreflex? Keine Spur. War ja klar, auf der Matte liegen, Augen schließen und wirres Zeug träumen… Nichts anderes als das, was ich ohnehin ständig tue 😉 und dennoch, Menschen dahin führen, dass sie das selbe wirre Zeug wahrnahmen ist zwar nicht ganz einfach, aber voll mein Ding.

Der vierte und quasi letzte Lehrtag, befasste sich mit der progressiven Muskelentspannung und die war dann schon wieder voll anstrengend. Man soll sich entspannen und dann auf Kommando anspannen und abspannen. *Kopf schüttel* Muss man nicht mögen, kann aber ganz hilfreich sein. Ich habe mich noch nicht ganz mit mir selber einigen können, wie ich das finde.

Tja und dann heute die Prüfung war ein Klacks. Natürlich gab es keine Noten, aber wenn man meine Beurteilung so betrachtet, dann war es sehr gute 2 oder eine „schlechte“ 1.  Gekonnt ist eben gekonnt  😉

Heute bin ich ein wenig traurig darüber, dass der Kurs vorbei ist, denn ich hätte noch viel mehr mitnehmen wollen. Ich habe mir schon die Preise für den nächsten, weiterführenden, Kurs angesehen und muss sagen: Japp, der steht als nächstes auf meiner Liste.

Und nun noch etwas zum Lachen: Stellt euch gerade hin und versucht mit durchgedrückten Knien eure Zehen mit den Fingern zu berühren. Das könnt ihr sicher alle. Ich kam am Montag bis zu den Knien mit den Fingerspitzen und dann zog es schon tierisch in den Ober- und Unterschenkeln. Heute musste ich noch einmal in die Übung UND ich habe sie gespürt!!! Meine Fingerspitzen an meinen Zehen! Yeah! 😀

Die Fachliteratur liegt bereit und ich freue mich auf nächste Woche, mit meinen Arbeitskindern die Yogafiguren zusammen zu erlernen und ihnen zu zeigen, wie entspannend eine Hofpause sein kann!

In diesem Sinne:

♥ Namaste! ♥

Sommerloch closed

Der Sommer ist hiermit offiziell beendet. Zumindest für mich. Heiße Tage, Sommerferien und meinen Sommerurlaub habe ich hinter mich gebracht und endlich weicht auch die Schreibblockade, oder nennen wir es lieber fehlende Motivation.

Wir, also die Familie Schokoschaf, hatten wunderbare Tage. Viele haben es ja entweder miterlebt, oder doch zumindest auf Facebook gelesen, wie wir die Zeit genutzt haben. Weil es aber doch schon so war und ich noch an den Ferienportfolios der Kinder arbeite, erzähle ich euch hier einfach noch einmal, was so los war, damit ich später nicht gar die Hälfte vergesse 😉 :

Mehrere Male besuchten wir  den T.U.R.M. und genossen das wetterfreie Nass, einmal sogar in Begleitung lieber Menschen. Aufgrund der Ferien war es beim letzten Mal leider ein bisschen zu voll für meinen Geschmack, so dass wir einstimmig entschieden, demnächst nur wieder außerhalb, und am besten unter der Woche zu gehen.
Die Kinder hatten sich etwas mit Tieren gewünscht und da wir im Zoo schon so gut wie jeden Schleichweg kennen (hatten ja schließlich zwei Jahre hinter einander die Jahreskarte und haben die voll ausgenutzt), hatten wir uns dieses Mal für den Tierpark entschieden, wo wir noch NIE, weder zusammen, noch getrennt, waren. Herrlich!
Der Schatz hatte sich bereit erklärt mit den Kindern ins Kino zu gehen und den lang erwarteten Film „Drachen zähmen leicht gemacht 2“ anzusehen. Dabei kam ihm der Regen an diesem Tag gar nicht so ungelegen.
Eine Woche lang waren die Kinder (der Schatz und ich arbeitsbedingt im Wechsel) mit viel Freude und Aktionen auf einem Zeltplatz in der näheren Umgebung und erfreuten sich dort an Ritterspielen, Kanufahrten, Freundschaftsarmbändern, einer Nachtwanderung, dem Zelten an sich, Spielen mit Altersgenossen und natürlich ganz viel Natur.
Natur ist ein gutes Stichwort: einige Male hatten wir den Bienenopa in seinem Außendomizil besucht, waren auf längeren Spaziergängen unterwegs, erforschten einen Kletterwald  auf dem Zwergenparcours (sehr zu empfehlen!), und erkundetet die eine oder andere Ecke im Harz.
Eine Woche durften wir nämlich im Harz verbringen, wo wir netter Weise eine Wohnmöglichkeit „gesonsert“ bekommen hatten. Im Harz ging es dann weiter mit Natur, Natur und Natur. Natürlich nicht ausschließlich, wir schauten uns das nette Städtchen Wernigerode mal genauer an und  schnabulierten dort das ein oder andere Leckerchen. Wir  waren in Thale gewesen, wo wir mit der Kabinengondel zum Hexentanzplatz fuhren (mit Glasboden, huiuiuiuiui) und von dort dann zur Sommerrodelbahn spazierten. Natürlich fuhren wir auch mit dieser, ist ja wohl ganz klar, oder?! Auch ein sehr schönes Spaßbad haben wir im Harz finden können, wo mich der Schatz mit einer kleinen List dazu bewegte in die Sauna zu gehen (die machen einen Eiskaffeeaufguss und wenn du den durchgehalten hast, bekommst du danach auch einen) und ich die Freude am saunieren entdeckte.
Zu guter Letzt besuchten wir noch die Pyrotalia hier bei uns in der Gegend, weil die Kinder es im letzten Jahr schon geliebt haben und gestern dann mit lieben Menschen „Karls„.

Das war unser „Sommer“programm und ich muss sagen, ich war dann ehrlich froh, als die Ferien vorbei waren und ich dem Freizeit“stress“ den Rücken kehren konnte. Zu malen es ja nicht nur die ganzen Ausflüge waren, sondern auch Besuche von Freunden (z.B. zum racletieren) und Großeltern. Natürlich war es immer schön und toll, aber eben auch ein wenig „stressig“ (mal gespannt, wer sich darüber jetzt mockiert ^^).

Unser großer Kombi, der mich sicher und (fast) immer zuverlässig durch die Probezeit gebracht hatte, musste einem anderen, größerem, modernerem Wagen weichen. Ich mochte ihn am Ende nicht mehr so leiden, immerhin hat er mich einige Male sehr verärgert, dennoch war es ein komisches Gefühl, als der Käufer kam und ihn mitnahm.

Voller guten Dinge habe ich mir ein neues Rad gekauft, im vollen Wissen, dass es nun keine Ausrede für mangelnde Bewegung mehr gibt -.-‚ Ich habe mir fest vorgenommen (am Anfang) einmal die Woche mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Knappe 8 Kilometer sollten ja nun wirklich kein Ding sein. *hüstel*

Und noch eine letzte Info, bevor ich mich für heute verabschiede: Ich habe letzten Montag die theoretische Motorradfahrprüfung ohne Fehler bestanden, ab morgen geht es mit den praktischen Übungen los.

Erschlagen von all den Infos? Na dann mach ich mich mal weg für heute, ich bin vom ersten Arbeitstag nämlich auch platt 😉

Ins Wasser

Zwei Wochen nervte der Schatz herum, ich solle die Koffer für den Urlaub packen und zwei Wochen lang vertröstete ich ihn und schaffte es, ihn hin zuhalten. Dann, zwei Tage vor dem Flug konnte ich nicht mehr standhalten, ohne einen größeren Streit zu provozieren und fing schon einmal an, den Koffer der Kinder und die Medikamententaschekoffer zu packen, was den Schatz wieder ein weniger milder stimmte.

Den Montag vor unserem Abflug hatte ich dann noch frei und so schickte ich die Kinder in die Kita, eigentlich, um in Ruhe und ohne Schatz- und Kindergeplapper die Koffer zu packen. Nun liegt es aber nicht in meiner Natur, Dinge sofort zu erledigen, lieber schiebe ich sie auf bis zum letzten Moment. Deshalb fuhr ich auch erst einmal auf einen Kaffee zu einer Freundin. Um 12:30h war ich dann wieder zu Hause und endlich hoch motiviert, sollte doch alles bis zum Dienstende des Schatzes (14h) in Sack und Koffer verstaut sein. Deadline…

Und dann, als ich vor dem Kleiderschrank saß, meine Liste in der einen, das erste T-Shirt in der anderen Hand, klingelte das Telefon und die Kita bat mich, die Prinzessin abzuholen, da diese mit 39,2C° nicht ganz so gesund an ihrem Krippenabschied teilnahm. Damn!!!

Der Kinderarzt diagnostizierte dann zwei Stunden später eine Angina, verschrieb uns Antibiotika für die Maus und wünschte uns einen schönen Urlaub. Das fing ja gut an! Am nächsten Tag stiegen wir dann also mit einem, durch Fiebersaft, betäubten Kind, einem hustendem Kind, kompletten Koffern und schlechten Gewissen ins Flugzeug. Naja, nicht direkt, denn das Kofferband streikte und standen wir zwei Stunden an der Abgabe an und starteten mit 45min Verspätung in Richtung Süden. Mein, und der der Kinder ebenfalls, erster Flug. Total unspektakulär, wobei mir der Landeanflug dann doch ein bisschen in den Magen ging.

Paris, Charles de Gaulle, erster und zum Glück einziger Stopp nach Tunis. Dank Kofferbandproblem verpassten wir unseren Anschlussflug um 5min und hatten dann „spannende“ 3 Stunden auf dem Pariser Flughafen, der zum Glück um einiges schöner ist, als Berlin Tegel!

21:45h deutscher Zeit, also 20:45h tunesischer Zeit, erreichten wir müde und genervt unser Hotel. 4 Stunden später als geplant, denn auch die zweite Maschine hatte aus unerklärlichen Gründen Verspätung. Und obwohl wir unser Gepäck sofort hatten, es quasi nach der Pass- und Visumkontrolle direkt auf uns wartete, mussten wir mit unserem sehr netten Reiseleiter noch ein kleines Weilchen auf ein weiteres Paar warten, welche nicht so viel Glück mit ihrem Gepäck hatten.

Soviel erst einmal zu unserer Anreise, zum Aufenthalt komme ich dann im nächsten Post.

Klasse

Seit dem 1.3. stehe ich nun wieder in „Lohn und Brot“, wie man so schön sagt. Das sind nun gute 13 Wochen und auf einmal werde ich in das Büro beordert. Der ein oder andere Kollege schien diese Tatsache ein wenig komisch vor zukommen, doch ich ging mit ruhigem Gewissen in das Büro der Schulleitung. Kann man ja mal machen, wenn man sich nichts vorzuwerfen hat.

Ob ich mich schon eingelebt hätte, wie es mir denn in der Schule so ginge und wie ich mir das kommende Schuljahr vorstellen würde. Natürlich doof, wenn man nicht so wirklich vorbereitet in ein solches Gespräch geht, dennoch denke ich, habe ich mich gut geschlagen.

Nachdem ich mich zu den Fragen geäußert hatte, wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte die Klasse zu übernehmen, in welcher ich seit nun mehr als 4 Wochen eine Kollegin vertreten hatte. Besagte Kollegin war zuerst krank gewesen und hatte dann ihre Kündigung eingereicht.

Ich stimmte zu und auf einmal hatte ich eine eigene Klasse .
Natürlich gab es auch Kritik, die ich jedoch als sehr konstruktiv empfand und um ganz ehrlich zu sein wäre ich auch ein wenig enttäuscht gewesen, wäre da nichts gekommen.

Das ist nun 2 Wochen her. Seit dem hatte ich das ein oder andere Elterngespräch und habe durchweg positives Feedback bekommen. Meist gerade von den Eltern, deren Kinder bei mir ziemlich häufig ihre Grenzen aufgewiesen bekommen. Darüber darf man sich freuen, finde ich und tu es auch 😉