Ich versuche es jetzt mal sichtbar

Ja natürlich, ich hatte viel damit zu tun, mich an die neuen Kollegen, die neuen Kids und die neuen Umstände zu gewöhnen.
Ich musste mich daran gewöhnen, dass mein großes Kind nun nicht mehr einfach nur ein spielendes Kind, sondern nun ein hart lernendes Schulkind ist, was das ein oder andere Ärgernis mit sich brachte.
Ich habe Dinge geplant und nicht durchführen können, weil unterschiedliche Faktoren dagegen gearbeitet haben.
Ich habe mich teils verigelt und teils verausgabt was Freundschaften anbelangt. Speziell hier sind Dinge geschehen, die mich in letzter Zeit stark beeinflusst haben.

Doch der Grund für meine lange Abstinenz hier auf dem Blog ist keiner der oben genannten. Auch nicht meine schreiende Faulheit oder Kreativlosikeit… Viel mehr waren es die Kommentare einiger weniger, die mich gestoppt haben in meinem Schreiben, Natürlich nicht die lieben und netten, ihr ahnt es… Es waren bösartige, gemeine und recht persönliche, die natürlich nur von Menschen gestammt haben können, die mich irgend woher kennen.

Ich habe keine Ahnung, wer diese Person/en sind, doch manches hat mich hart getroffen. Auch das Drohungen dabei gewesen sind, hat die Sache nicht besser gemacht.

Ich habe dennoch viel geschrieben, auch hier im Blog, denn es hilft mir oft, mich und meine Entscheidungen zu reflektieren, manches zu verarbeiten und mich später an Schönes besser erinnern zu können. Nur habe ich es nicht öffentlich gemacht, habe einen „unsichtbaren“ Blog geführt, nur für mich allein.

Nun bin ich wieder so weit, dass ich es wieder öffentlich versuchen möchte. Wenns nicht klappt, gehe ich eben wieder inkognito. Außerdem funktioniert die „schwarze“-Kommentar-Liste jetzt 😉

Ich wünsch euch was…

Sommerurlaub

Um 4 Uhr aufstehen entspricht nicht gerade dem, was ich als angenehm empfinde, schon gar nicht, wenn ich aus unterschiedlichsten Gründen erst um 1 Uhr eingeschlafen bin. Und dennoch, wenn das Flugzeug um 6 Uhr in den Urlaub startet, dann muss man eben mal raus aus seiner Komfortzone. Glück sei Dank hatte der Schatz schon den Vorabend-Check-In gemacht, denn ansonsten wäre es für alle beteiligten noch stressiger gewesen. Und das nicht nur, weil das Gebäck dann auch noch hätte weggebracht werden müssen, sondern weil ich in Sachen Flugreisen ohnehin schon ein nervliches Wrack bin.

Immerzu habe ich Hummeln im Hintern und die Befürchtung, wir könnten nicht pünktlich an Board sein, uns fehlt eventuell irgendein wichtiges Dokument oder, oder, oder. Dementsprechend ist es der Familie am liebsten, wenn alles so früh wie möglich unter Dach und Fach ist und man mich nur noch ins Flugzeug setzen brauch. Dabei gilt es natürlich, mich so früh wie möglich zum Flughafen zu bekommen. Wäre es nach mir gegangen, wären wir schon um 4 Uhr zum Flughafen losgefahren, man weiß ja nicht, was für Widrigkeiten unterwegs auf uns warten. Zum Glück ist der Mann da eher der Entspannte und da er der Fahrer vom Flughafenshuttle ist, fährt die Familie erst los, wenn er das für richtig hält. Im Übrigen fällt jegliche Hektik und Panik von mir ab, wenn wir dann endlich im Abflugbereich sind.

Durch den frühen Abflug daheim und den späten Rückflug vor Ort hatten wir ganze 14 Tage Sonne, Pool und Meer.

Es war ein wunderschöner Familienurlaub in Bulgarien bei durchschnittlich 34°C (eigentlich schon fast zu viel für mich, aber dank Pool und Meer gerade noch erträglich). Wir hatten ein wirkliches tolles Familienapartment, mit allem was man zum schlafen,wach und sauber  werden so benötigt. Das Essen war immer lecker und Abwechslungsreich und auch für die Kinder war immer was passendes vorhanden (wenn auch unsere Kids sich vorlieblich von Pommes, Pizza und Eis an der Poolsnackbar ernährten). Das Animationsteam sowohl für die Erwachsenen, als auch für die Kinder, war immer lieb, freundlich und hilfsbereit. Unsere Kids haben den Kidsklub geliebt und so kamen der Schatz und ich in die Bredrouille, dass wir anfänglich so gar nicht wussten, was wir tun sollen, denn eigentlich war unser Tagesplan auf Kinderbespaßung ausgelegt. Naja, nach einem kleinen Spieleshopping war die Langeweile fix verschwunden und wir genossen die freien Stunden.
Natürlich mussten die Kinder dann aber doch das ein oder andere außerhalb des Hotels machen und hatten dann am Ende auch ihren Spaß, obwohl sie eigentlich keine Lust gehabt hatten. Auf dem Programm standen längere Spaziergänge, die man gut und gerne auch als kleine Naturwanderungen (immerhin immer gute 8km) bezeichnen könnte, Ausflüge in die nächste Stadt, eine Kinderpiratenbootsfahrt (mit Wasserschlacht, Schatzsuche und weiteren Minispielen), ein Delfinariumsbesuch (der erste und letzter dieser Art), Ponyreiten, Jahrmarkt, natürlich Strand, Wasserrutschenpark (mehrfach) und für die Mama eine kleine Shoppingtour, bei der die Kids dann doch wieder die Oberhand hatten

Und plötzlich war die Zeit um und während ich mich schon auf zu Hause freute, hätte meine Familie gut und gerne noch weitere zwei Wochen hinten dran hängen wollen.
Freitagnacht landeten wir wieder in Berlin- Schönefeld, und während meine Familie die sommerlichen Temperaturen noch für eine Woche auf dem Zeltplatz mit Kanufahrten und lieben Freunden genossen, unterschrieb ich am Montag meinen neuen Arbeitsvertrag und startete in einen neuen Arbeitsabschnitt. Diese Woche fuhr ich dann jeden Tag nach getaner Arbeit  noch für einige Stunden auf den Zeltplatz und genoss den Spaß der Kinder um dann alleine nach Hause zu fahren.

Abschied

„Soll, soll ich nicht… Na eigentlich… Aber uneigentlich… Habe ich eine Chance? Wohl eher nicht… Aber warum eigentlich sollte ausgerechnet ich keine Chance haben…“ Gedanken, mit denen ich mich knapp ein halbes Jahr lang herum schlug. Ich dachte über einen Wechsel der Arbeitsstelle nach und war hin und hergerissen zwischen dem was da war und dem, was da eventuell auf mich zukommen möge.
Es gab einige Faktoren, die gegen eine Bewerbung sprachen, wie zum Beispiel das Wissen darum, dass es in anderen Betrieben auch nicht alles so läuft, wie ich es mir wünschen würde und natürlich die Lieblingskollegen, mit denen ich dann ganz unweigerlich nicht mehr zusammen arbeiten würde, genauso wie die lieben Kleinen, die ich mit all ihren Ecken und Kanten stark ins Herz geschlossen hatte. Dennoch, die Argumente, die für eine Bewerbung sprachen hatten ganz klar die meisten Punkten und auch die Lieblingskollegen, zumindest die, die ich in meine Überlegungen einbezogen hatte, bedrängten mich immer mehr. So gab ich am letzten Tag der Bewerbungsfrist meine Bewerbung dann doch ab und quälte mich nun mit meinem Gewissen und meiner Loyalität.

Nach vier Wochen kam dann eine Einladung zum Casting. So etwas veranstaltet man nämlich heut zu Tage ganz gerne, um potenzielle Mitarbeiter schon im Vorfeld abzuschrecken kennenzulernen. Voller Überraschung schaute ich auf die Mail und haderte nun mit mir. der Termin wäre, natürlich, an einem Tag, an dem ich Arbeiten müsste. Ausgesprochen unpraktisch, wenn man dem Vorgesetzten nicht sagen möchte, dass man sich beworben hat, weil man sich ja selbst noch gar nicht so darüber im klaren ist, dass das verschicken der Bewerbung schon so etwas wie eine Entscheidung zum Gehen ist. Da es für mich absolut gar nicht in Frage kam an diesem Tag krank zu machen, blieb mir nur die Nachfrage ob ich Überstunden abbauen dürfte an diesem Tag oder gar nicht zum Casting zu gehen. Nun kam aber Dr. prof. Zufall um die Ecke und bescherte mir einen freien Tag, da die Kita just an diesem Tag geschlossen hatte und mich mein Chef netterweise deshalb freistellte. Ein schlechtes Gewissen hatte ich dennoch, denn es fehlte ja ein Teil der Wahrheit.

Die Vorbereitungen überließ ich, wie es bei mir so üblich ist, den letzten 10 Minuten vor Abfahrt, denn das sind meist die kreativsten, und war ansonsten doch recht entspannt. Vor Ort traf ich dann noch einen anderen Kollegen und so verging die Wartezeit eigentlich recht schnell. Genau wie das Casting an sich, denn meine vorgegebenen 5 Minuten Redezeit hatte ich nicht ganz ausgeschöpft, da ich dann vor all den Zuhörern und Angesicht der Tatsache, das die einen anderen Ablauf wollten als ich ihn mir zurecht gelegt hatte, einfach die Hälfte von meinen tollen Erzieherqualitäten vergessen hatte zu erwähnen. Auch die 3 Minuten Fragezeit, die die Castingleute an mich hätten richten können,wurden nicht genutzt. Als ich also nach 5 Minuten aus dem Saal herauskam, war ich überzeugt: Das haste verkackt!

Vollkommen entspannt konnte ich nun den Rest des Tages mit den Kids genießen und ärgerte mich wirklich nur ein klitzekleines bisschen, war aber auf der anderen Seite total froh darüber, dass ich mein Vorhaben nicht so breitgetreten hatte. Zwei Tage später  hatte ich dann Homeoffice, weil geführte Sprachtests digitalisiert werden wollten und dies nur an meinem Heimcomputer möglich war und plötzlich bekam ich die Email, dass ich mich bitte bei Frau XY von der Personalstelle melden sollte. Ehe ich es mich versah saß ich 2 Stunden in einer anderen Schule, hörte mir das Konzept an, würde herum geführt und erzählte von mir und meinen bisherigen Erfahrungen. Alles ganz locker und entspannt bei einer Tasse Kaffee im schuleigenen Gemüsegarten. Dies sollte mein neuer Arbeitsplatz werden, so denn ich mir das vorstellen könnte.

Der nächste Tag war hart für mich, denn ich musste mit meinem Chef sprechen und im berichten, das ich nach den Ferien nicht zurück kommen würde. Es fiel mir nicht sonderlich leicht, denn ich mochte meinen Chef und er tat mir sehr, sehr leid, als er mich ungläubig anschaute und offensichtlich sehr überrascht war. Wir sprachen eine ganze Weile und ich erklärte meine Beweggründe, obwohl ich dies gar nicht gewusst hätte, doch es schien mir wichtig und er war, im Nachhinein, auch dankbar über das Gespräch, so eine seiner Vertrauten.

Die letzten zwei Wochen vor den Ferien standen nun an und ich hatte soviel für meine Klasse geplant um mich vernünftig zu verabschieden und es den Kiddies nicht allzu schwer zu machen. Und dann wurde ich krank und durfte nicht zur Arbeit. Natürlich ließ ich mir den letzten Tag nicht nehmen und ging dann doch, allerdings nach Absprache mit dem Chef, in meine Klasse, ansteckend war ich ja nicht mehr. Ich verteilte meine individuell beschrifteten Bilderrahmen an die Kids, das Kooperationszeugnis an meine Klassenlehrerin und verabschiedete mich nun noch einmal ganz offiziell bei meinen Kindern. Ich schaffte es ohne weinen, aber nur ganz knapp.

Dann fuhr ich nach Hause und packte die letzten Kleinigkeiten in die Koffer. Es waren noch 2 Tage bis zum Urlaub und ich hatte einen riesigen Stein auf Herz, Seele und Magen. Was würde nun werden?!

Und dann…

Damals, vor unendlich langer Zeit, während meiner Ausbildung, hatte ich mich zu einen Kurs zum Thema „Suchtprävention“ eingetragen. Hauptsächlich, weil meine damals beste Freundin ein Jahr weiter war als ich und nicht aus dem Schwärmen für die Dozentin heraus kam und zum anderen, weil mich das Thema tatsächlich immens interessierte.

Naja, die Dozentin erwies sich als schrullige, liebenswerte aber auch sehr kompetente Persönlichkeit und die theoretischen Ansätze waren auch nicht unbedingt die Schlechtesten. Und auch, wenn ich nicht unbedingt die herausragendste Schülerin war, so konnte ich dem Kurs doch eine Menge Informationen entnehmen (und das trotz meiner Lernmethodik).
Unter anderem musste ich einen Vortrag über Coabhängigkeit halten, der mich damals schon ein wenig an der Menschheit zweifeln ließ. Letztens saß ich dann einer Bekannten gegenüber und stellte einen blauen Fleck an ihrem Arm fest, der an Intensität und Größe schon echt herausragend war. Natürlich versuchte sie sich mit einer Lüge à la Fahrradunfall heraus zu reden, doch nach einem Blick meiner Seits revidierte sie ihre Aussage sofort und erklärte mir, dass sie eine Bierflasche abwehren musste, die ihr im vollen Fluge entgegen kam. Leer, wie sie schnell betonte. Und es war ja auch ihre Schuld, denn sie hätte ihren Mann ja nicht so zu reizen brauchen, wie sie schnell  sagte.
Im ersten Moment war ich geschockt, im nächsten Moment wusste ich nicht was ich sagen sollte und dann auf einmal wollte ich ganz viel und alles gleichzeitig sagen. Pädagogisch gesehen habe ich halbwegs ordentlich agiert, subtil betrachtet würde ich liebend gerne so viel mehr tun, was aber nicht ohne ihr Zutun funktioniert.

Ich fühle mich so hilflos und das kotzt mich tierisch an. Ich möchte sie ja auch nicht belagern oder noch mehr unter Druck setzen, aber ich kann es auch nicht einfach so stehen lassen. Seit dem ich davon weiß (und von den anderen Dingen, die bei ihr zu Hause  laufen), höre ich ihr zu und versuche ihr wenigstens dadurch zu helfen, denn es tut ihr tut, sich nach all den Jahren mal jemanden anzuvertrauen. Doch natürlich bekommt sie bei eben diesen Gelegenheiten immer wieder irgendwelche Hilfsangebote (fein säuberlich aus dem Internet recherchierte Einrichtungen etc.).

Damals in der Schule hörte sich das alles so weit weg an und ich dachte noch, dass ich da ganz toll reagieren werde. Und dann steht jemand den du kennst vor dir und alles ist ganz anders und du verstehst gar nichts mehr.
Ich möchte sie anschreien, sie schütteln um ihr klar zu machen, das eben NICHT sie die Schuld trägt. Ich möchte ihr so vieles sagen, sie da raus holen und ihr zeigen, dass sie auch anders könnte, wenn sie wollte. Statt dessen sitze ich da, halte ihre Hand, tröste sie, spreche ihr Mut zu und lege ihr Ausdrucke hin. Mehr kann ich nicht tun.

Ich darf es nicht so nah an mich heran lassen und darf mir nicht zu sehr den Kopf zerbrechen, doch was wäre ich für ein Mensch, wenn mich das alles kalt ließe?!

Zahlen

LilySlim - Personal pictureLilySlim Weight loss tickers

Es geht also wieder los. Ich habe die Schnauze gestrichen voll und nachdem ich Gewichtstechnisch nun wieder (genau dort stand ich im letzten April schon einmal) auf einer Höchstmarke gelandet bin, die erschreckend ist, habe ich mich letzten Dienstag dazu entschieden all meine Ausreden über Bord zu werfen und endlich etwas zu tun.

Da ich mich ja nun nicht erst seit gestern kenne, weiß ich, dass das schönste und tollste Fitnessstudio mich nicht auf Dauer an sich binden kann. Obwohl ich gestehen muss, dass ich diese Ausdauergeräte wirklich jedes Mal geliebt habe. Die Frage hinter all dem ist eigentlich nur, wie glücklich kann man(dy) sein, wenn immer darauf geachtet werden muss, was wann und in welcher Menge konsumiert wird? Ich persönlich bin ja tatsächlich der Meinung, dass mich das auf Dauer nicht glücklich machen KANN, bin aber bereit, mich eines besseren belehren zu lassen. Immerhin muss ich ja leider ehrlicher Weise zugeben, dass ich in dem Jetztzustand auch nicht sonderlich zufrieden bin.

Die Zahlen auf der Waage spielen keine so große Rolle, vielmehr sind es die Zahlen in der Kleidung, oder noch viel eher die Auswahl hübscher Kleidung im Bereich der Zahlen die ich benötige. Und ich muss euch sagen, dass ich schon lange nichts mehr in meinem Kleiderschrank zu liegen habe, was ich als hübsch oder gar niedlich empfinde. Es sind eben nur noch zweckmäßige Klamotten und irgendwie komme ich jetzt in ein Alter, wo mich das anfängt zu stören.
Klar, es gibt auch hübsche Sachen für dicke Menschen, aber nun gehöre ich eher nicht so zur Shoppingfraktion und dieses an- und ausgeziehe ist mir ein Graus. Und überhaupt, ich möchte nicht in Läden, die mit Übergrößen werben und Mengen an Geld verlangen. Genauso wenig möchte ich in den Klamottendiscounter und mir ein weiteres Shirt der Marke Omi kaufen müssen.

Und so ist nun mein Smartphone mein bester Freund. Vor jedem Essen wird genauestens protokolliert wie viel Gramm von welchem Nahrungsmittel auf dem Teller gelandet sind. Das ergibt dann am Ende eine Zahl, die erst in der Summe mit den anderen Mahlzeiten ihre Gewichtigkeit bekommt. Denn meine selbst gesetzte Marke an verfügbaren Tageskalorien ist nun wieder an 6 Tagen die Woche mein Maximum. Einmal die Woche werde ich dann wieder vergessen, das ich ein Maximum habe und mich fürs durchhalten belohnen. Ist ja auch wichtig, denn sonst würde ich wohl relativ schnell Amok laufen 😉

Doch nicht nur in der Ernährung habe ich mir Ziele und Pflichten (mindestens 2l Flüssigkeit jeden Tag) gesetzt, sondern auch zum Thema Bewegung habe ich mir Gedanken gemacht. Mindestens 3x die Woche habe ich mir vorgenommen zu laufen. Auch hierbei leistet mir mein Smartphone (mehr oder weniger motivierend) Hilfe, indem es mir Intervallläufe anleitet oder mich durch Ansagen von verbleibenden Streckenabschnitten Licht am Ende des Tunnels zeigt.

Ich war in dieser Woche bereits 3x Laufen, doch leider hat sich mein Körper noch nicht dazu durchringen können, mir ein bisschen des so hochgelobten Serotonins angedeihen zu lassen. Schade, denn das würde die Ganze Sache vermutlich um einiges positiver machen. Aber wer weiß, vielleicht reichen 2,5km einfach nicht zur Ausschüttung und ich müsste ein wenig mehr geben?

Ich werde versuchen dies heraus zu finden, in den nächsten Wochen… Und vielleicht kann ich mich ja in nächster Zeit zu ein wenig Yoga hinreißen lassen. Natürlich an den Tagen, an denen ich eine Laufpause habe?! Heute freue ich mich erst einmal über meinen ersten Erfolg auf der Waage und hoffe, dass ich es diesmal in den Zweistelligen Bereich schaffe, denn das war mein letztes Zeil, welches ich leider kurz vor Erreichen aus den Augen verloren hatte. 😦

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche, esst ein Stück Schokolade für mich mit! ♥

Honigsüß

honig Am Samstag sollte eigentlich der Honig geschleudert werden. Zum Glück weiß der „Bienenopa“, dass er sehr interessierte Enkelkinder hat und so verlegte er die Aktion kurzer Hand auf den Sonntag um.

Nach dem Frühstück und einem Spaziergang war es dann auch endlich so weit: die Rähmchen wurden fachmännisch aus dem Bienenstock geholt und zur Freude der Kinder in Richtung Honigschleuder gebracht. Voller Begeisterung und Neugierde beobachteten die Kinder ihren Opa dabei, wie er den Wachs von den Waben entfernte und durften die Rähmchen sogar in die Schleuder packen, wenden und herausholen. Dabei entstehen natürlich (gefühlte) 300 Kinderfragen, die aber geduldig und kindgerecht von der Lieblingsvera und dem Bienenopa beantwortet wurden.

Zum Glück war auf der Schleuder (Bild oben rechts) kein Deckel drauf, so dass die Zuschauer nicht nur dem gesprochenen Wort glauben mussten, sondern auch direkt sahen, wie die Fliehkraft den Honig aus den Waben direkt an die Trommelwände schleuderte (oder in Kindersprache: „Schau mal, jetzt regnet es Honig an die Wand, der rutscht dann nach unten auf den Boden.“). Noch toller als der Gewichtsvergleich von vollen und leeren Waben, war natürlich das Sieben im Anschluss an das Schleudern.

Die Mäuse durften, in Kooperation, den Eimer und das Sieb unter die Öffnung schieben, den Hahn öffnen und dann den Fluss (Bild unten rechts) bestaunen. Erstaunlich, welche Menge da aus den 6 Einheiten entstanden ist.

natürlich musste dann am Ende alles wieder gesäubert werden und so blieb es nicht aus, das die Kinder sich ganz selbstlos opferten um den Resthonig, der mit einem Löffel (in meiner Welt mehr eine Kelle) entnommen wurde, abzuschlecken. 😀
Wusstet ihr eigentlich, dass die männlichen Bienen, die man so gut wie nie zu Gesicht bekommt, weil sie hauptsächlich im Stock zu tun haben, gar keinen Stachel haben? Also ich wusste das bis gestern nicht, und ich weiß auch nicht, ob ich dem so bedenkenlos geglaubt hätte, wenn nicht die Kinder eine gute halbe Stunde das Tier in ihren Händen beobachtet hätten. Kinder haben es da meistens viel einfacher. *neid*

Nach dem selbstgemachten Eis und einem Besuch bei dem Hasennachbarn, haben wir uns dann noch einmal so ein Bienengewusel im Stock angeschaut. Die haben nämlich unter ihrem Deckel noch einmal so eine Plastikabdeckung und da kann man ganz fabelhaft das Gefläusche beobachten. Toll, wenn man dann noch einen Profi zur Seite hat, der einem erklären kann, wieso einige Bienen so groß (Drohnen) und andere so dunkel sind…

Mal davon abgesehen, dass die Kinder wieder in ihrem ökolgischem Gewissen gestärkt wurden, haben sie natürlich heute voller Stolz ihren selbstgemachten Honig zur Verkostung in die Kita mitgenommen. Und weil alles so schön einfach erklärt wurde, konnten sie sogar halbwegs genau (und mit einigen Fachwörtern gespickt) den anderen Kindern erklären, wo sie den nun ganz ohne Einkaufsladen herbekommen haben.

Der Bienenopa möchte hiermit übrigens noch einmal darauf hinweisen, dass er noch leckerschmecker „Robinienhonig“ und „Raps- mit Frühjahrsblütenhonig“ hat. Dieser kann gerne erworben werden.  😉

Waha…

Hatte ich nicht gerade erst geheult und gejammert, dass es nun so langsam in den Endspurt geht und ich noch vollkommen unvorbereitet bin? Nachdem wir heute bei der Schultauglichkeitsuntersuchung gewesen sind, steht nun also offiziell fest, dass der Prinz am 5.9. eingeschult werden darf. Hurra, wenigstens die Unsicherheit ist nun weg.

Voller Tatendrang machte ich mich nun auf die Suche nach DER Vorlage vor die Schultüte und bin echt glücklich darüber, dass er sich für ein solch leichtes Motiv entschieden hat. Nun weiß ich noch nicht so ganz, wie ich es umsetzen werde (also aus Moosgummi, Stoff, Papier oder oder oder), doch ich habe Ideen und bin frohen Mutes.

Heute Morgen erinnerte mich dann der Schatz daran, dass heute Elternabend in der Kita ist und ich die Wahl zwischen Elternabend- oder Zahnarztbesuch hätte.  Naja, um es kurz zu machen entschied ich mich für den Elternabend und musste voller Entsetzen feststellen, dass die Kinder ja bereits diesen (!!!) Monat auf Gruppenreise fahren.

Ich komme nun ein bisschen in Zugzwang, denn die Koffer müssen vorbereitet werden, Dinge (z.B. Schlafsäcke) gekauft werden und zwei selbst gebastelte Postkarten werden natürlich auch erwartet. Wenn ich daran denke, dass ich letztes Jahr schon gefühlte 3 Stunden für eine Krisukarte für den Prinzen und nochmal die selbe Zeit für eine Eulenkarte für Prinzessin gebraucht habe, dann wird mir ganz mulmig und ich denke schon wieder über einen, schon fast lieblos zu nennenden, Kartenkauf nach *seufz*

Vier Tage werden die Kinder diesmal auf selbstgebauten Heubetten auf einem Bauernhof in Brandenburg verbringen und obwohl es nicht die erste Kitareise für beide ist, weiß ich jetzt schon, dass mir in dieser Zeit mein Handy viel zu leise vorkommen wird und ich nichts tun werde, bei dem die Gefahr besteht das Handy nicht am Mann haben zu können.

Helikoptermuttiängste, eigentlich will ich ja nicht so sein, aber einmal im Jahr, wenn die Kids auf Gruppenfahrt gehen und ich ganz hilflos darauf vertrauen muss, dass alles gut, da werde ich ja wohl mal dürfen.

Oder? ODER?? ODER??????

Sie entschuldigen mich, ich muss weg.