Zu Besuch

Wir haben das Glück mit Freunden gesegnet zu sein, die nicht nur uns mögen, sondern auch unsere Kinder lieben. Sie hängen/ stellen sich Bilder von den Mäusen in die Wohnung (oder gar auf den Schreibtisch im Büro), kommen zu den Geburtstagen, erkundigen sich nach dem kindlichen Befinden, opfern sich dann und wann als Babysitter auf  und, und das ist eigentlich der wichtigste Punkt überhaupt,  werden von unseren Kindern heiß und innig geliebt.

Nun hatte der in der letzten Woche der Lieblingsbabysitter Geburtstag gehabt und so wurde er, nebst Muffins und fiesen kleinen Geschenken (beim 30sten kommen nur wenige ungeschoren davon), mit einem Besuch von uns beglückt.

Raclette stand auf dem Plan. Einige halten das für eine ganz schlechte Idee, weil wir ja die Kinder mitgenommen haben und das ja so heiß ist und überhaupt. Der Lieblingsbabysitter aber hatte alles aufgebaut und vertraute unserem Urteil „Klar, warum sollte das nicht auch mit Kindern zu machen sein!?“ Vorsichtshalber hatten wir den hauseigenen automatischen Resteverwerter in Form von schwarzem Hund mitgebracht.

Nun sollte man noch dazu sagen, dass der Lieblingsbabysitter keine eigenen Kinder hat und dem entsprechend einen spielzeuglosen Haushalt führt. Doch gleich als die Kinder in die Wohnung kamen, entdeckten sie das auf kindergröße eingestellte Keyboard mit Geschwisterhocker und probierten sich sofort daran aus. Ein wunderbarer Klangpegel entstand, der die nächsten Stunden nicht abebben sollte. Gut vorbereitet der Mann, denn alles, was nicht in kleine Kinderhände gehört war verbarrikadiert worden und so mussten die Eltern nicht darauf achten, was angegnabbelt wurde.

3D-Brille, Akustik- und E-Gitarren wurden von den Kindern umfunktioniert, Strohhüte aufgesetzt und zwischendurch ein bisschen was gegessen. Alles kein Problem. Und so hatten die Eltern einen entspannten Nachmittag bei einem lieben Freund und die Kinder einen abenteuerlichen Nachmittag mit musikalischer Früherziehung beim Lieblingsbabysitter.

Ein bisschen panisch war ich anfänglich schon, wegen Möbel, Inventar und Teppich, doch als Antwort bekam ich immer wieder „Der Teppich ist alt, da kleckerte ich schon mehr drauf…“ oder „Ich habe einen tollen Polsterreiniger…“ oder „Na wenn was kaputt geht, wissen wir zumindest, wozu wir versichert sind…“ Dann kann man als Mutter und Aufsichtsperson ganz ruhig werden und den Nachmittag richtig genießen.

Zumindest so lange, bis der Vater deiner Kinder seinen Tobereflex nicht mehr unter Kontrolle hat und anfängt dir deine Nerven zu zertoben. Denn natürlich muss mit beiden Kindern ganz laut und heftig getobt werden… Das ist dann der Moment, in dem man als Mutter austrinkt, den Kindern die Schuhe anzieht und sich verabschiedet.

 

 

 

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2 Gedanken zu “Zu Besuch

  1. *hihi* Aber einen tollen Freund habt Ihr da. Nicht jeder sieht das so entspannt. Mütter zum Beispiel, die das Spielzeug deines Kindes ihrem eigenen schnell wieder weg nehmen und sagen: NEeeeein, das ist nicht deins. Ich sage dann immer, dass sich alles irgendwie waschen lässt und sie das Kind mal ruhig machen lassen soll.

    Hachjaaaa… das klingt nach einem tollen Nachmittag!

Mäh mal wieder

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