Halloween 2017

Bis jetzt habe ich es fast jedes Jahr wirklich gut geschafft, mich und meine Kinder von diesem „Feiertag“ fern zu halten. Positiv unterstützend war bisher immer die Tatsache, dass  Halloween an einem ganz normalen Wochentag statt fand und wir somit alle bis mindestens 16:30 Uhr in den Einrichtungen waren um dann platt nach Hause zu kommen.

Dieses Jahr (ihr wisst schon, 500. Reformationstag, sogar Berlin nahm dies als Feiertag wahr) war es ein wenig schwieriger und wir waren zur Halloweenparty bei einer lieben Freundschaft eingeladen. Meine Kinder natürlich vollkommen aus dem Häuschen, die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren (heißt sie liefen seit 10 Uhr morgens im Kostüm durch die Wohnung) und ich freute mich einfach auf ein nettes Beisammensein.

Mal ganz unter uns: ich persönlich bin ja so gar nicht der Partymensch, Mottoparty sowieso nicht und den ganzen Kladeradatsch zu organisieren/vorzubereiten liegt nicht in meinem genetischen Material (genauso wenig wie dieses dekorieren zu Jahreszeiten/ Anlässen). Umso mehr Respekt habe ich vor Leuten, die das gerne machen. Ein bisschen kommt dann immer das schlechte Gewissen, denn auf Arbeit mache ich sowas ja durchaus wenn auch mehr gezwungen als voller Freude…

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Quelle: Gastgeberin

Als ich mit meinem kleinen „Sith Lord“ und meiner Hexe klingelte, betraten wir den Vorhof von Halloweentown und verließen ihn quasi rollend erst 6 Stunden später wieder. Während die anderen Kinder sich in ihrer direkten Nachbarschaft die Beutel füllen ließen, mussten meine Kinder allerdings drin bleiben.

Und spätestens da war mir mal wieder klar, was für tolle Kinder ich habe, denn auch wenn sie gerne mitgegangen wären, verständlicher Weise, haben sie dennoch genau gewusst, wieso sie nicht dürfen. Nach weniger als 15 Minuten waren die restlichen Kinder auch alle wieder da und alles war gut.

Wieso meine Kinder nicht mit durften? Wir bringen unseren Kindern bei, dass sie nicht mit fremden Leuten sprechen sollen und schon gar nichts ANNEHMEN sollen, bitte auch nicht in meiner Gegenwart. Und davon bin ich überzeugt, auch an Halloween (was im übrigen ganz stark damit zu tun haben wird, dass dieses „Fest“ nicht mit mir verbunden ist, weder kulturell, noch religiös oder sonst irgendwie). Es ist so ein bisschen, wie mit diesen Mottopartys: es ist okay, wenn andere das mögen, ich kann da aber nicht über meinen Schatten springen.
Nun kann ich davon ja halten was ich mag, meine Kinder wachsen trotzdem in einer Zeit auf, in der sich Halloween in Deutschland schon sehr etabliert hat und man eigentlich gar nicht mehr drum herum kommt. Mein Kompromiss den Kindern gegenüber ist, dass sie an Partys teilnehmen dürfen, sich (natürlich) verkleiden dürfen und dann bei den Lieblingsnachbarn und manchmal auch bei Familie und Freunden, klingeln können um ihren, ohnehin unendlichen, Vorrat an Zuckerzeug aufzufüllen.

So lief das dann auch dieses Jahr. Die Freundin versorgte die „armen“ Kinder ganz mitleidig mit gefühlten 50 kg Süßkram zusätzlich (neben den vielen Rotz- und Blutmuffins, den Mumienwürsten, Buhnananen…) zum mitnehmen, die Lieblingsvera verteilte auch nochmal 30kg und die Lieblingsnachbarn trugen, nach einem Bilderbuchschreck auch nochmal ihren Teil für die nächste Zahnbehandlung bei.

Vielleicht bin ich da ein bisschen sehr übervorsichtig, meinetwegen auch engstirnig oder komisch. Aber ich kann nun mal nicht aus meiner Haut raus und ich bin mehr als Dankbar dafür, dass ich so grandiose Kinder habe, die so viel schon verstehen und die Macken ihrer Mutter einfach (noch?!) hinnehmen.

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Was ist für dich Urlaub?!

Gestern waren wir bei den Schwiegereltern und ich versuchte meinem Schwiegervater zu erklären, was für mich Urlaub überhaupt bedeutet, was sich ein wenig schwierig gestaltete, da ich (was ich aber schon öfter feststellte) eine komplett andere Auffassung von dem Wort „Urlaub“ habe, als andere Menschen. Was natürlich einiges in der Kommunikation erschwert, wenn man davon ausgeht (was der Mensch gewohnheitsgemäß tut), dass alle am Tisch dieselbe Definition von einem Begriff haben.

Urlaub bei meinem Mann und auch meinem Schwiegervater:
Mit dem Auto 100 Stunden irgendwohin tingeln und: 2 Wochen Urlaub auf einem Campingplatz in einem Zelt/ Wohnwagen irgendwo in der schönen Natur; 2 Wochen auf einem Bauernhof; 2 Wochen in einer Ferienwohnung irgendwo auf der Welt; Kinder verschicken und alleine mit dem Partner eine schöne Reise nach sonst wo.
Urlaub für mich:
Schön mit meinem Mann und den Kindern irgendwo hinfliegen (und zwar vom Heimatflughafen aus): in ein wunderbares Hotel für 10- 14 Tage mit Pool, direkte Strandlage, Kinderanimation, All-Inclusive, zwei bis vier angeleitete Ausflüge, ein bisschen auf eigener Faust unterwegs sein… Der Ort ist bedingt wichtig. Zum einen möchte ich eine „Schönwettergarantie“, denn schlechtes bzw. unpassendes Wetter habe ich in den heimatlichen Gefilden oft genug. Zum anderen möchte ich nicht zweimal ins gleiche Land, Kurzurlaube ausgenommen.

Und *zack* kann man auf die entstehende Diskussion warten. Der Schwiegervater versucht einem die Vorteile und die Schönheit der italienischen Campingplätze zu erklären, die es ja auch inzwischen mit Spaßbadanschluß und Kinderclub gibt, während der Mann nicht müde wird zu sagen, dass er den Versuch schon 100 Mal gewagt hat und ich mich ja aber immer wehre, wo ich ja noch nie campen war *hust*. Also greift Schwiegervatern ganz tief in seine Erfahrungskiste und erzählte von vergangenen Urlauben mit den drei Kindern, die man 3 Wochen lang auf dem Bauernhof nur zum Essen zu Gesicht bekam (inzwischen gibt es ja auch schon Bauernhofurlaub mit All-Inclusive); wie man vom Campingplatz aus stundenlange Wanderungen durchs Gebirge gemacht hat und sich dann Abends am Campingkocher setzte während die Kinder ganz unbeschwert den ganzen Platz bespielten (hatte man schon die Luxuscampingplätze erwähnt?!); oder wie man die Zeit in dieser schönen Ferienwohnung verbrachte mit Gesellschaftsspielen, gemeinsam kochen; natürlich kann man auch ganz günstig nur das Frühstück in einem Hotel buchen und dann Abends irgendwo ins Restaurant…

Und während der Schwiegervater so in Erinnerungen schwelgt, wie schön doch damals die Urlaube waren wird der Ehemann nicht müde zu betonen, wie schön er das auch fand und dies gerne mit den eigenen Kindern machen wollen würde, aber ja nicht kann, weil seine Frau da nicht mitspielt. Dabei rümpft er die Nase und äfft mich (sehr ungekonnt, wie ich betonen möchte) nach „Das ist ja kein Urlaub!“. Und ja, ich stehe dazu. Die Geschichten sind nett anzuhören, kommen dem, was ich Urlaub nenne aber nicht im Geringsten nahe. Vorstellbar als Kurzurlaub übers verlängerte Wochenende zum Beispiel, sogar sehr gerne, aber sonst?! Nein.

Weder Schwiegervater, noch Ehemann verstehen, dass ich meinen Urlaub nicht ausschließlich „Kindorientiert“ zu verbringen gedenke, dennoch aber hohen Wert darauf lege, dass auch die Kids eine schöne Zeit haben. Das ich 40 Stunden die Woche arbeite, und das ungünstiger Weise auch noch in der Institution, die meine Kinder besuchen, dummerweise zu den selben Zeit wie sie dort sind und, quasi als I-Tüpfelchen mit noch weiteren 320 Kindern, die ich von 7:45 Uhr bis 16:15 Uhr „meine“ nennen darf. Das ich quasi von 6:20 Uhr bis 19:00 Uhr, am Wochenende und in den Ferien sogar noch länger, ständig entweder „Mama“ oder „Frau Schaf“ höre ist nicht erwähnenswert. Was ich ja ein Stück weit verstehe, immerhin ist es ja selbst gewähltes Leid.

Und ja, ich fühle mich schlecht, wenn ich sage, dass Urlaub für mich ist, wenn ich nichts machen muss, denn als Mutter habe ich den Gedanken, dass ich die Kinder bespaßen muss immer im Kopf. Als normaler Mensch weiß ich aber: Nö, muss ich nicht! Die Kids fahren (mindestens zwei Mal im Jahr) auf Ferienfahrten, die ausschließlich auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten sind. Wir machen mindestens (!) zweimal im Jahr ein langes Wochenende in einem Spaßbad oder Freizeitpark, unsere Wochenenden sind zu 89% Kindorientiert.

Und da muss ich mich rechtfertigen, wieso ich mir das Recht herausnehmen mag, zwei mickrige Wochen im Jahr einen Urlaub nach meinen Bedürfnissen zu verbringen?! Naja, der Schwiegervater, der damals viel arbeiten war und seine Kinder meist nur an den freien Tagen zu Gesicht bekam, versteht das natürlich nicht, obwohl er sic h Mühe gibt. Aber ihm fehlt eben die Erfahrung. Der Ehemann versteht mich, oder tut zumindest (sehr überzeugend) so. Natürlich versucht er es immer wieder mich doch zu einem Urlaub nach seinen Erinnerungen zu überreden, doch über kurz oder lang bucht er dann doch genau das was ich mir wünsche. Insgeheim vermute ich nämlich, dass es ihm genau so geht, wenn ich herummurkel, dass ich keine Lust auf selber kochen und putzen habe, meine wertvolle Urlaubszeit nicht mit der Suche nach günstigen Lokalen oder Lebensmittelmärkten in völliger Fremde verbringen möchte, ich keine Zeit habe im Vorfeld 100 Stunden Google zu studieren wo und was man eventuell wo erledigen und erleben kann.

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Bisher hatten wir sehr schöne Familienurlaube, in dem die Bedürfnisse und

Wünsche eines jeden Familienmitgliedes befriedigt worden sind. Nicht zuletzt, weil mein Mann das Richtige gefunden und gebucht hat.

Sommerurlaub

Um 4 Uhr aufstehen entspricht nicht gerade dem, was ich als angenehm empfinde, schon gar nicht, wenn ich aus unterschiedlichsten Gründen erst um 1 Uhr eingeschlafen bin. Und dennoch, wenn das Flugzeug um 6 Uhr in den Urlaub startet, dann muss man eben mal raus aus seiner Komfortzone. Glück sei Dank hatte der Schatz schon den Vorabend-Check-In gemacht, denn ansonsten wäre es für alle beteiligten noch stressiger gewesen. Und das nicht nur, weil das Gebäck dann auch noch hätte weggebracht werden müssen, sondern weil ich in Sachen Flugreisen ohnehin schon ein nervliches Wrack bin.

Immerzu habe ich Hummeln im Hintern und die Befürchtung, wir könnten nicht pünktlich an Board sein, uns fehlt eventuell irgendein wichtiges Dokument oder, oder, oder. Dementsprechend ist es der Familie am liebsten, wenn alles so früh wie möglich unter Dach und Fach ist und man mich nur noch ins Flugzeug setzen brauch. Dabei gilt es natürlich, mich so früh wie möglich zum Flughafen zu bekommen. Wäre es nach mir gegangen, wären wir schon um 4 Uhr zum Flughafen losgefahren, man weiß ja nicht, was für Widrigkeiten unterwegs auf uns warten. Zum Glück ist der Mann da eher der Entspannte und da er der Fahrer vom Flughafenshuttle ist, fährt die Familie erst los, wenn er das für richtig hält. Im Übrigen fällt jegliche Hektik und Panik von mir ab, wenn wir dann endlich im Abflugbereich sind.

Durch den frühen Abflug daheim und den späten Rückflug vor Ort hatten wir ganze 14 Tage Sonne, Pool und Meer.

Es war ein wunderschöner Familienurlaub in Bulgarien bei durchschnittlich 34°C (eigentlich schon fast zu viel für mich, aber dank Pool und Meer gerade noch erträglich). Wir hatten ein wirkliches tolles Familienapartment, mit allem was man zum schlafen,wach und sauber  werden so benötigt. Das Essen war immer lecker und Abwechslungsreich und auch für die Kinder war immer was passendes vorhanden (wenn auch unsere Kids sich vorlieblich von Pommes, Pizza und Eis an der Poolsnackbar ernährten). Das Animationsteam sowohl für die Erwachsenen, als auch für die Kinder, war immer lieb, freundlich und hilfsbereit. Unsere Kids haben den Kidsklub geliebt und so kamen der Schatz und ich in die Bredrouille, dass wir anfänglich so gar nicht wussten, was wir tun sollen, denn eigentlich war unser Tagesplan auf Kinderbespaßung ausgelegt. Naja, nach einem kleinen Spieleshopping war die Langeweile fix verschwunden und wir genossen die freien Stunden.
Natürlich mussten die Kinder dann aber doch das ein oder andere außerhalb des Hotels machen und hatten dann am Ende auch ihren Spaß, obwohl sie eigentlich keine Lust gehabt hatten. Auf dem Programm standen längere Spaziergänge, die man gut und gerne auch als kleine Naturwanderungen (immerhin immer gute 8km) bezeichnen könnte, Ausflüge in die nächste Stadt, eine Kinderpiratenbootsfahrt (mit Wasserschlacht, Schatzsuche und weiteren Minispielen), ein Delfinariumsbesuch (der erste und letzter dieser Art), Ponyreiten, Jahrmarkt, natürlich Strand, Wasserrutschenpark (mehrfach) und für die Mama eine kleine Shoppingtour, bei der die Kids dann doch wieder die Oberhand hatten

Und plötzlich war die Zeit um und während ich mich schon auf zu Hause freute, hätte meine Familie gut und gerne noch weitere zwei Wochen hinten dran hängen wollen.
Freitagnacht landeten wir wieder in Berlin- Schönefeld, und während meine Familie die sommerlichen Temperaturen noch für eine Woche auf dem Zeltplatz mit Kanufahrten und lieben Freunden genossen, unterschrieb ich am Montag meinen neuen Arbeitsvertrag und startete in einen neuen Arbeitsabschnitt. Diese Woche fuhr ich dann jeden Tag nach getaner Arbeit  noch für einige Stunden auf den Zeltplatz und genoss den Spaß der Kinder um dann alleine nach Hause zu fahren.

Honigsüß

honig Am Samstag sollte eigentlich der Honig geschleudert werden. Zum Glück weiß der „Bienenopa“, dass er sehr interessierte Enkelkinder hat und so verlegte er die Aktion kurzer Hand auf den Sonntag um.

Nach dem Frühstück und einem Spaziergang war es dann auch endlich so weit: die Rähmchen wurden fachmännisch aus dem Bienenstock geholt und zur Freude der Kinder in Richtung Honigschleuder gebracht. Voller Begeisterung und Neugierde beobachteten die Kinder ihren Opa dabei, wie er den Wachs von den Waben entfernte und durften die Rähmchen sogar in die Schleuder packen, wenden und herausholen. Dabei entstehen natürlich (gefühlte) 300 Kinderfragen, die aber geduldig und kindgerecht von der Lieblingsvera und dem Bienenopa beantwortet wurden.

Zum Glück war auf der Schleuder (Bild oben rechts) kein Deckel drauf, so dass die Zuschauer nicht nur dem gesprochenen Wort glauben mussten, sondern auch direkt sahen, wie die Fliehkraft den Honig aus den Waben direkt an die Trommelwände schleuderte (oder in Kindersprache: „Schau mal, jetzt regnet es Honig an die Wand, der rutscht dann nach unten auf den Boden.“). Noch toller als der Gewichtsvergleich von vollen und leeren Waben, war natürlich das Sieben im Anschluss an das Schleudern.

Die Mäuse durften, in Kooperation, den Eimer und das Sieb unter die Öffnung schieben, den Hahn öffnen und dann den Fluss (Bild unten rechts) bestaunen. Erstaunlich, welche Menge da aus den 6 Einheiten entstanden ist.

natürlich musste dann am Ende alles wieder gesäubert werden und so blieb es nicht aus, das die Kinder sich ganz selbstlos opferten um den Resthonig, der mit einem Löffel (in meiner Welt mehr eine Kelle) entnommen wurde, abzuschlecken. 😀
Wusstet ihr eigentlich, dass die männlichen Bienen, die man so gut wie nie zu Gesicht bekommt, weil sie hauptsächlich im Stock zu tun haben, gar keinen Stachel haben? Also ich wusste das bis gestern nicht, und ich weiß auch nicht, ob ich dem so bedenkenlos geglaubt hätte, wenn nicht die Kinder eine gute halbe Stunde das Tier in ihren Händen beobachtet hätten. Kinder haben es da meistens viel einfacher. *neid*

Nach dem selbstgemachten Eis und einem Besuch bei dem Hasennachbarn, haben wir uns dann noch einmal so ein Bienengewusel im Stock angeschaut. Die haben nämlich unter ihrem Deckel noch einmal so eine Plastikabdeckung und da kann man ganz fabelhaft das Gefläusche beobachten. Toll, wenn man dann noch einen Profi zur Seite hat, der einem erklären kann, wieso einige Bienen so groß (Drohnen) und andere so dunkel sind…

Mal davon abgesehen, dass die Kinder wieder in ihrem ökolgischem Gewissen gestärkt wurden, haben sie natürlich heute voller Stolz ihren selbstgemachten Honig zur Verkostung in die Kita mitgenommen. Und weil alles so schön einfach erklärt wurde, konnten sie sogar halbwegs genau (und mit einigen Fachwörtern gespickt) den anderen Kindern erklären, wo sie den nun ganz ohne Einkaufsladen herbekommen haben.

Der Bienenopa möchte hiermit übrigens noch einmal darauf hinweisen, dass er noch leckerschmecker „Robinienhonig“ und „Raps- mit Frühjahrsblütenhonig“ hat. Dieser kann gerne erworben werden.  😉

Waha…

Hatte ich nicht gerade erst geheult und gejammert, dass es nun so langsam in den Endspurt geht und ich noch vollkommen unvorbereitet bin? Nachdem wir heute bei der Schultauglichkeitsuntersuchung gewesen sind, steht nun also offiziell fest, dass der Prinz am 5.9. eingeschult werden darf. Hurra, wenigstens die Unsicherheit ist nun weg.

Voller Tatendrang machte ich mich nun auf die Suche nach DER Vorlage vor die Schultüte und bin echt glücklich darüber, dass er sich für ein solch leichtes Motiv entschieden hat. Nun weiß ich noch nicht so ganz, wie ich es umsetzen werde (also aus Moosgummi, Stoff, Papier oder oder oder), doch ich habe Ideen und bin frohen Mutes.

Heute Morgen erinnerte mich dann der Schatz daran, dass heute Elternabend in der Kita ist und ich die Wahl zwischen Elternabend- oder Zahnarztbesuch hätte.  Naja, um es kurz zu machen entschied ich mich für den Elternabend und musste voller Entsetzen feststellen, dass die Kinder ja bereits diesen (!!!) Monat auf Gruppenreise fahren.

Ich komme nun ein bisschen in Zugzwang, denn die Koffer müssen vorbereitet werden, Dinge (z.B. Schlafsäcke) gekauft werden und zwei selbst gebastelte Postkarten werden natürlich auch erwartet. Wenn ich daran denke, dass ich letztes Jahr schon gefühlte 3 Stunden für eine Krisukarte für den Prinzen und nochmal die selbe Zeit für eine Eulenkarte für Prinzessin gebraucht habe, dann wird mir ganz mulmig und ich denke schon wieder über einen, schon fast lieblos zu nennenden, Kartenkauf nach *seufz*

Vier Tage werden die Kinder diesmal auf selbstgebauten Heubetten auf einem Bauernhof in Brandenburg verbringen und obwohl es nicht die erste Kitareise für beide ist, weiß ich jetzt schon, dass mir in dieser Zeit mein Handy viel zu leise vorkommen wird und ich nichts tun werde, bei dem die Gefahr besteht das Handy nicht am Mann haben zu können.

Helikoptermuttiängste, eigentlich will ich ja nicht so sein, aber einmal im Jahr, wenn die Kids auf Gruppenfahrt gehen und ich ganz hilflos darauf vertrauen muss, dass alles gut, da werde ich ja wohl mal dürfen.

Oder? ODER?? ODER??????

Sie entschuldigen mich, ich muss weg.

Ich bin die Letzte…

„Scheiße ist das kalt heute!“ sagt die Kollegin als wir zusammen auf dem Schulhof stehen und sofort scheint sie ein schlechtes Gewissen zu haben. „Nein, nein, so kalt ist es ja gar nicht. Es liegt ja noch nicht einmal Schnee und laut Wetterbericht ist auch keiner im Anflug!“ wir lachen und insgeheim überlege ich, ob ich ihr morgen früh nicht eine kleine Waldspinne in den Klassenraum setze. Natürlich ist das nur ein Gedanke, den ich ihr dann auch gleich erzähle und wieder lachen wir.

Dann ist es plötzlich 14:00h und die Kollegin scheucht mich vom Schulgelände. Dankbar winke ich ihr zu, denn heute habe ich ein sehr enges Zeitfenster und da sind 10 Minuten extra, quasi eine halbe Ewigkeit. Ungesehen von meinen Schülern flitze ich zum Auto und bin froh, dass ich dem großen Abschiedsszenario heute ausnahmsweise entwischen konnte.  10 Minuten vor der Zeit komme ich an und springe mitten auf dem Parkplatz in die  andere Hose, andere Schuhe und die Jacke.

Während der Typ noch ganz ungläubig schaut, schließe ich bereits das Auto ab und hechte über den Parkplatz, um  auf die Minute genau in der Fahrschule an zu kommen. Heute steht die Autobahnfahrt auf dem Programm und obwohl ich (inzwischen wie man fairer Weise schreiben muss) total gerne auf der Autobahn unterwegs bin, graut es mich heute ein wenig davor. Nicht vor dem Fahren an sich, da habe ich vollstes Vertrauen in meinen Fahrlehrer, denn dieser würde mich nicht auf die Autobahn lassen, wenn er auch nur den geringsten Zweifel hätte.
Nein, mein Angst ist ganz anderer Natur. Seit Tagen beobachte ich ängstlich das Wetter im Internet und hoffe zumindest auf Trockenheit, denn Fahrstunden, bei denen ich nass bis auf den Schlüppi war hatte ich nun schon zur Genüge.

Beginn um 14:30h, das Wetter hält und obwohl es recht verhangen am Himmel zugeht, scheint es so, als ob es trocken bleiben würde. Immerhin. Nach ein paar Einfahrübungen in Punkto Grundfahrübungen, wird das weitere Vorgehen besprochen, wichtige Dinge wiederholt und *schwupp* finde ich mich auf der Stadtautobahn wieder. Kein Problem, die kenne ich schließlich inzwischen wie meine Westentasche. Einfädeln, Überholen, Einfädeln… Alles kein Problem.

Dann hört er auf, der sichere 60er Bereich, mit dem ich mich schnell angefreundet hatte und es beginnt die offene Strecke. *Klatsch* und ich habe ein riesiges Herbstblatt auf dem Visier. ‚Ganz schön dunkel, der Herbst.‘ denke ich noch und schon ist es wieder weg und ich kann wieder sehen. Von Vorteil, wenn man inzwischen schon knapp 100 km/h fährt. ‚Verdammt, hatten wir abgesprochen, wie schnell ich jetzt fahren SOLLTE?‘ schießt es mir plötzlich durch den Kopf und nicht zum ersten Mal während meiner Motorradausbildung könnte ich mich über die einseitige Kommunikation grün ärgern. Schließlich entscheide ich mich für Tempo 130, immerhin muss ich ja so fahren, dass mein Fahrlehrer hinter mir im Auto noch mithalten kann und außerdem wird er schon was sagen, wenn er es schneller haben möchte.

Ich bin heilfroh, dass er nichts diesbezüglich sagt, denn ich habe das Gefühl durch einen Hurrikan zu sausen. Der Wind ist unglaublich stark und versucht mich von links nach rechts und hin und her zu reißen, was ich durch Balance und vollem Einsatz meiner verkümmerten Muskeln versuche zu verhindern. Zum Glück gelingt es mir, doch auch Überholvorgänge und die damit einher gehenden Schulterblicke haben es in sich, denn sobald ich den Kopf ein wenig drehe, habe ich das Gefühl, der Gegenwind will ihn mir abschrauben und als Souvenir mit nach Oz nehmen. Doch was muss, das muss. Sicherheit geht vor. Fuck, morgen werde ich Muskelkater wie schon lange nicht mehr haben. Überall…

Nach anderthalb Stunden soll ich auf einen Rastplatz fahren. Waha… Ich sterbe jetzt schon!!! Ein bisschen fühlt es sich an, als würden Arme und Beine nicht mehr in ihre natürliche Haltung finden, doch dann geht es doch und ich hopse ein wenig auf und ab. Kalt ist es eigentlich nicht. Zumindest nicht am Körper oder an den Beinen. Dafür spüre ich aber plötzlich das kribbeln in den Füßen. So wie damals, wenn man nach Stunden auf dem Rodelberg in Richtung Heimat läuft und auf einmal merkt, dass man eiskalte Füße hat. Ich dürfte mich ins geheizte Auto setzen um mich aufzuwärmen, doch das will ich nicht. Falscher Stolz, oder einfach nur der Wunsch, schnell weiter und durchziehen? Man weiß es nicht.

Auf dem Rückweg sind sie natürlich die ganze Zeit präsent, die kalten Füße und auch die Hände beginnen langsam aber sicher, sich der Außentemperatur von immerhin 8C° anzugleichen. Ich beiße mir auf die Lippen, schaue auf die Uhr und halte durch. Noch 80km, so verspricht es mir das Schild, an dem ich vorbei fahre. Naja, die schaffe ich jetzt auch noch!

Zurück in der Fahrschule erwarten mich tröstende Worte wie „Naja, immerhin haste keine toten Brummer auf dem Visier!“ Ja, super! Ich wusste, dass er einen positiven Aspekt geben würde, wenn man bei gefühlten -20C° auf der Autobahn unterwegs ist.

Ich hole meine Familie im Elterncafè ab. Ein Stück Kuchen und eine warme Suppe erwarten mich bereits. Unter dem Tisch wärme ich meine Zehen an den vermeintlich warmen Bodenfliesen, die alle anderen als recht kalt empfinden. „Das schaffe ich nicht nochmal!“ jammere ich dem Schatz in die Ohren und bekomme von einer Bekannten den Tipp, dass es gerade super warme Thermosocken beim Discounter um die Ecke gibt. HURRA!

Nachdem die Kinder dann im Bett liegen, raffe ich mich mit letzter Kraft noch einmal auf, um mich für die Überlandfahrt zu rüsten. Dabei erbeute ich nicht nur Socken und Strümpfe, sondern auch ganz ominöse Fusswärmer. Jedes Mittel ist mir recht und so wandern auch diese in den Wagen. Immerhin dauert das ganze in der nächsten Woche noch mal eine ganze Stunde länger…

Tja und nun sitze ich hier, inzwischen wieder halbwegs auf Normaltemperatur und verstehe nun auch, wieso mein Fahrlehrer meinte, dass es nur sehr wenige gibt, die ihre Prüfung zum Ende des Jahres machen. Ich bin in meiner Fahrschule die letzte in diesem Jahr und bei allem was warm und kuschlig ist: wenn der Prüfungstermin nicht schon stünde, ich würde es verlegen…

Nun werde ich mich in meine warme Wanne legen mit einem Muskelentspannungsbad oder so und dann zackzack ins warme Bettchen…