Logopädie? Nicht in Sicht…

Noch immer keine Logopädieverordnung für unseren Großen. Ich könnte im Kreis keutzen und bin mehr als abgefressen. Einfach auch, weil ich das Gefühl habe von der Arztpraxis veräppelt zu werden.

Nun schrieb ich dann am Freitag eine Mail in die Praxis mit der Bitte um Stellungnahme. Und weil ich in der Mail den ganzen Fall recht detailliert geschildert habe, habe ich heute einfach mal die Mail genommen, Namen geschwärzt und sie gepostet. Ich persönlich bin nämlich noch immer ganz schön sauer und enttäuscht…

“Sehr geehrtes Praxisteam,
eigentlich bin ich immer sehr zufrieden mit der Praxis gewesen und habe sie weiterempfohlen, wann immer ich mit anderen Eltern (Kita, Krabbelgruppen, Musikgruppen etc.) über dieses Thema gesprochen habe.
Seit ich in Ihrer Praxis bin, hat mein Sohn weitestgehend seine Angst vor Ärzten verloren und meine Tochter hat erst gar keine aufgebaut, was dem wunderbaren Ärzten und dem super Umgang, des gesamten Teams, mit meinen Kindern zu verdanken ist. Darüber freut man sich als Eltern sehr. Auch kann ich nicht behaupten, dass ich jemals lange auf einen Termin warten musste und in der Praxis selber musste ich selten länger als 15min warten (was ich als sehr positiv bewerte) bis ich ins Behandlungszimmer durfte.
Umso trauriger bin ich über die Situation, die sich in den letzten drei Wochen aufgebaut hat:
Meinem Sohn wurde von Frau Xy, aus der Sprachberatung XX, eine logopädische Therapie mit 30 Stunden angeraten, da er sehr schlecht spricht und inzwischen auch ein Störungsempfinden entwickelt hat. Zu dem ist es inzwischen schon so weit, dass er teilweise die Sprache ganz verweigert aus Angst und/oder Frustration. Das ist nicht besonders schön mit anzusehen und macht einen als Erwachsenen traurig beobachten zu müssen.
Die Verordnungsempfehlung der Frau Xy liegt Ihrer Praxis nun schon ewig vor. In der ersten Woche wurden mal locker 3 meiner SMSen an die Terminhandynummer ignoriert, als man mich dann doch zurück rief, bekam ich die Aussage, man würde den Doktor fragen und mich am selben Tag noch einmal anrufen. Das in der Praxis viel zu tun ist und man so etwas dann schon einmal vergisst kann ich verstehen, wenn man dann aber auch die nächsten Tage nicht angerufen wird und zwei weitere SMSen unbeantwortet bleiben, wird man langsam ungeduldig.
In der darauf folgenden Woche bekam ich nach zwei SMSen am Montag dann endlich einen Rückruf mit der Anweisung, wir müssten am Donnerstag noch einmal zu einem Hörtest in die Praxis, da angeblich keine aktuellen Tests vorliegen würden. Okay, immerhin eine Reaktion. Der Test verlief wohl nicht so, wie er sollte und man bat uns, zu einem HNO zu gehen und das Kind dort noch einmal testen zu lassen. Dies taten wir und bekamen als Diagnose: organisch sei alles in Ordnung. Zum bereits zweiten Mal, da wir das Kind im letzten November ja bereits schon einmal haben testen lassen!
Die dritte Woche begann und bei jeder Nachfrage, sei es persönlich bei Abgabe des Arztberichts vom HNO, sowie telefonisch, wurden wir hingehalten mit den Worten “Der Doktor schaut drauf und wir melden uns heute noch bei Ihnen!” NICHTS! Kein Anruf kein gar nichts.
Gestern, als ich dann vormittags wieder einmal eine SMS schickte, bekam ich wieder dieses Versprechen, morgens um 10h. Nachmittags um 17:30h hatte noch immer keiner angerufen und so packte mein Mann das Kind und fuhr bei Ihnen vorbei.
Der Doktor sei auf einer Fortbildung und niemand anders sei in der Praxis (einer Praxis mit DREI Kinderärzten!!!) fähig, mal eben in die Akte, auf die Arztberichte und die Verordnungsempfehlung zu gucken und diese auszustellen… Mein Mann hätte ja durchaus auch noch eine Stunde oder wie lange es eben gedauert hätte, gewartet. Statt dessen bekam er die Unterlagen mit nach Hause.
Nun MÜSSEN wir einen Praxiswechsel anstreben und uns eine neue Kinderarztpraxis suchen, damit mein Sohn eine Verordnung zur Logopädie bekommt?
Ich verstehe die Sache mit dem neuen Gesetz durchaus, auch, dass solche Verordnungen nicht wie Bonbons verteilt werden sollen und erst alles geprüft werden muss etc. Aber ganz im Ernst: wir fühlen uns einfach nur hingehalten und verarscht, denn seit mindestens anderthalb Wochen passiert gar nichts. Oder ist der einzige Herr Doktor, der über Logopädie entscheiden kann nun schon seit zwei Wochen auf Fortbildung? Und wenn ja: wieso wird uns das nicht so gesagt, sondern mit einer Hinhaltestrategie gearbeitet?!
Müssen wir jetzt warten, bis mein Sohn 16 Jahre alt ist, stottert und ein total eingeigeltes Leben führt, in der Hoffnung, dass wir DANN Logopädie bekommen?! Dazu bin ich nicht bereit!!!
Enttäuschte Grüße,
Mamaschaf”

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Mäh mal wieder

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