Doch ganz nett

Heute hatten wir Besuch von der lieben Sari und dem Minihelden. Sehr hilfreicher Besuch, dann Sari rettete unter Einsatz ihres Lebens die Bettbegrenzungen und einige Kräuter, während der Miniheld mit der Prinzessin die herab gefallenen Pflaumen in einen Eimer sammelte und ein wenig Unkraut zerbuddelte.

Nachdem die Prinzessin dann später aus dem Mittagsschlaf erwacht war, schien sie ein wenig enttäuscht, dass der Miniheld nicht die anderthalb Stunden im Garten gewartet hat. Aus lauter Frust setzte sie sich auf die Bank und machte gar nichts mehr, bis wir ihren Bruder aus der Kita holten. Arme Maus!

Nach einem kurzen Abstecher in der Lieblingseisdiele gingen wir wieder in den Garten, immerhin ist mehr als genug zu tun, da versuche ich jede Minute zu nutzen. Die Nachbarin war auch wieder da. Nach heute muss ich allerdings meinen letzten, ersten Eindruck von ihr korrigieren, denn offenbar scheint sie eine sehr korrekte zu sein, aber dennoch eine Nette.

Als erstes erntete ich Lob für unsere Gartenarbeit der letzten Tag und die Ermahnung, dass wir während ihres Urlaubes nicht ZU fleißig sein sollten, weil sie ein wenig Angst habe, dann nichts mehr wieder zu erkennen. Sie reichte  mir auch ganz von selbst ihr Kompostgitter, weil sie wohl gehört hatte, wie ich mich mit jemandem darüber unterhalten hatte. Doch die Krönung wodurch sie mein Herz gänzlich gewonnen hat, hängt mit dem kleinen Prinzen zusammen.

Sie hatte bereits eine Grube gebuddelt in derer Mitte sich ein Baumstumpf befand. Dieser sollte nun raus aus der Erde und so saß sie da, beide Beine in der Grube, bewaffnet mit einer Säge und versuchte die unendlich scheinenden Wurzel zu kappen. Mein Sohn, neugierig wie es sich für ein Kind seines Alters gehört, rief ganz laut, dass er mal gucken wolle. Also winkte sie in rüber und gab ihm eine Astschere, mit der er (neben ihr sitzend, beide Beine in der Grube) an dem Wurzelwerk herum schnippelte. Ein herrliches Bild. Und wie sie ihm alles erklärte und seiner Fragen nicht müde zu werden schien… Herrlich!

Als sie dann irgendwann keine Lust mehr auf Wurzeln hatte, nahm sie den kleinen Prinzen an die Hand und verschwand kurz mit ihm im Schuppen um dann mit einem Fußball bewaffnet wieder heraus zu kommen. Und dann spielte sie noch einmal geschlagene 15 Minuten mit meinem Kind Fußball, bevor sie sich hinsetzte und keine Puste mehr hatte. Mein Sohn stakste noch ein bisschen auf der weichen Wiese herum, pflückte Blümchen um ihr welche zu schenken und erfreute sich seiner neuen Freundin, bevor er sich bereit erklärte wieder zu mir und seiner Schwester zurück zu kommen.

Nächste Woche darf er dann wieder zu ihr in den Garten, dann buddeln sie zusammen die Grube zu und Pflanzen ein paar neue Pflanzen.

Und was zeigt uns das? Erster Eindruck gut und schön, aber man sollte den Leuten eine Chance geben, um zu zeigen, wer sie wirklich sind. Finde ich…

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5 Gedanken zu “Doch ganz nett

  1. sari1983 schreibt:

    Aaach, das bisschen was wir da heute gemacht habe, ist doch kaum der Rede wert gewesen 🙂 Ich finde der Garten macht echt schon was her 🙂 Und noch schöner, dass Ihr scheinbar auch in Form der Nachbarin mit lieber Unterstützung rechnen könnt ^^

  2. Ach doch… Gerettet hats du den Thymian und den Salbei… Und ne Wurzel gekillt UND das Unmögliche in Form von Steinen möglich gemacht! 😉 Ganz zu schweigen vom Minihelden, der war der Knaller, wie er die Schubkarre wendiger durch Eigengewicht gemacht hat 😉
    Und in Bezug auf die Nachbarin bin ich auch sehr froh!

Mäh mal wieder

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